
20-jähriger Deutscher tötet Bankangestellten mit Messer, nimmt zwei Geiseln in Regensburg; nach dreistündigem Einsatz festgenommen
Ein 20-jähriger Deutscher hat am Donnerstagnachmittag einen Bankangestellten erstochen und zwei Menschen in einer Regensburger Filiale als Geiseln genommen. Spezialkräfte nahmen ihn nach einem dreistündigen Einsatz fest.
Der Angriff
Am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, betrat ein 20-jähriger Deutscher eine Bankfiliale im Regensburger Stadtteil Prüfening und stach mit einem Messer auf einen Mann ein. Bei dem Opfer, das die Bild später als Bankangestellten identifizierte, handelte es sich um einen lebensgefährlich Verletzten. Gegen 15:00 Uhr Ortszeit (einige Berichte nennen 14:50 Uhr) gingen Notrufe bei der bayerischen Polizei ein. Der Angreifer blieb mit mindestens zwei weiteren Personen im Gebäude, weshalb die Behörden von einer möglichen Geiselnahme ausgingen.
Polizeieinsatz und Absperrung
Innerhalb weniger Minuten begann ein Großaufgebot der Polizei. Schwer bewaffnete Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK), Verhandlungsführer und ein Hubschrauber wurden zum Tatort entsandt. Die Bank befindet sich im Erdgeschoss eines mehrstöckigen Komplexes, in dem sich auch Wohnungen und Geschäfte befinden, in der Nähe der Donau. Die Polizei sperrte das gesamte Gebiet ab und forderte die Anwohner auf, sich fernzuhalten. Ein Sprecher sagte der Passauer Neuen Presse:
Wir gehen derzeit davon aus, dass sich der Tatverdächtige im Gebäude befindet – wir sperren den gesamten Bereich mit einem großen Aufgebot an Einsatzkräften ab.
In einer weiteren Polizeimitteilung hieß es: „Der Schutz der Bevölkerung hat für uns oberste Priorität.“
Geiselnahme und Rettung
Der Tatverdächtige hielt rund drei Stunden lang zwei Menschen in der Bank fest. Die Beamten hatten zunächst nur Sichtkontakt zu dem schwer verletzten Opfer. Rettungskräfte konnten später Erste Hilfe leisten und den Mann in ein Krankenhaus bringen, wo er seinen Verletzungen erlag. Die Spezialkräfte befreiten schließlich die beiden Geiseln unverletzt. Der Tatverdächtige wurde gegen 18:00 Uhr widerstandslos festgenommen und in einem weißen Kapuzenanzug abgeführt. Verletzte gab es weder bei der Polizei noch bei den Geretteten.
- Notruf alarmiert Polizei wegen Messerangriffs in Bank
- Spezialkräfte befreien zwei Geiseln unverletzt
- Tatverdächtiger widerstandslos festgenommen
Opfer und Tatverdächtiger
Das Opfer, dessen Identität nicht bekannt gegeben wurde, wurde von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) als
Opfer eines brutalen, unprovozierten Angriffs
bezeichnet, der „offensichtlich keine Chance hatte.“ Der Tatverdächtige, ein deutscher Staatsangehöriger, handelte allein und war nur mit einem Messer bewaffnet. Er stellte während des Vorfalls nach Polizeiangaben keine konkreten Forderungen. Die Behörden ermitteln wegen Mordes und versuchten Raubes.
Ermittlungen und Reaktionen
Nach der Festnahme durchsuchte die Polizei das Gebäude weiter und erklärte, der Einsatz sei noch nicht abgeschlossen. Das Motiv bleibt unklar; die Ermittler erwägen sowohl Raub als auch vorsätzliche Tötung. Regensburgs Oberbürgermeister Thomas Burger (SPD) beschrieb den Nachmittag als
Stunden großer Ungewissheit
und sprach der Familie des Opfers sein tiefstes Mitgefühl aus. Herrmann sagte, seine Gedanken seien bei der Familie und den Angehörigen. Die Polizei betonte erneut, dass keine Gefahr für die Allgemeinheit bestehe.


