
Griechenland dämmt neuen Waldbrand bei Athen ein, während Winde Flammen über Attika treiben
Ein Waldbrand, der am Montagmorgen in Kouvaras, 60 km südöstlich von Athen, ausbrach, wurde innerhalb von Stunden nach dem Einsatz von mindestens 172 Feuerwehrleuten eingedämmt, doch Griechenland bleibt während einer schweren Sommerbrandsaison in höchster Alarmbereitschaft.
Feuer bricht bei Kouvaras aus
Ein Waldbrand brach am Montagmorgen, dem 10. August, um etwa 08:00 Uhr Ortszeit (05:00 GMT) in Kouvaras aus, einer Gemeinde 60 km südöstlich von Athen in der Region Attika. Starke Winde von über 70 km/h trieben die Flammen durch mediterranes Buschland bei Sommerhitze, wobei die Temperaturen in Attika bis zu 37 °C erreichten. Die Feuerwehr wurde sofort eingesetzt, mit mindestens 172 Einsatzkräften (von einigen Quellen als „knapp 200“ bezeichnet) und rund 40 Fahrzeugen, unterstützt von zwei Löschflugzeugen und vier Hubschraubern. Das Ausmaß des Einsatzes spiegelte den höchsten Alarmstatus des Landes wider, wobei mehrere Regionen auf Risikostufe 4 auf einer Skala von 5 eingestuft waren. Ein großer Teil Griechenlands war am Montag aufgrund der Kombination von Sommerhitze und starken Windböen einer sehr hohen Brandgefahr ausgesetzt.
Evakuierungen und Schäden
Die Behörden des Zivilschutzes ordneten die vorsorgliche Evakuierung von Agios Stylianos an, einem Dorf in der Nähe von Kouvaras, als sich das Feuer durch das Gebiet ausbreitete. Auch Häuser in einem Wohnkomplex in Kouvaras wurden evakuiert, wie ERT News berichtete. Ein landwirtschaftliches Lagerhaus wurde durch die Flammen zerstört; Bilder von ERT News zeigten Feuerwehrleute, die zu Fuß gegen den Brand an einem Berghang kämpften, der von Buschland umgeben war. Der öffentlich-rechtliche Sender berichtete auch, dass Flugzeuge und Hubschrauber aufgrund von Böen, die „die Richtung wechseln“, Schwierigkeiten hatten, über der Brandzone zu operieren, was die Löscharbeiten aus der Luft trotz des Einsatzes von zwei Flugzeugen und vier Hubschraubern erschwerte.
Feuer innerhalb von Stunden eingedämmt
Etwa drei Stunden nach Ausbruch des Feuers waren die Flammen zurückgegangen und die Lage schien sich deutlich verbessert zu haben, wie ein AFP-Fotograf vor Ort beobachtete. Am frühen Nachmittag bestätigte die Pressestelle der Feuerwehr, dass sich die Situation erheblich verbessert habe.
Es gibt keine aktive Front, aber wir bleiben in der Zone präsent, wo die Temperaturen weiterhin hoch sind und starke Windböen wehen.
Das Feuer wurde wenige Stunden nach seinem Ausbruch eingedämmt – eine relativ schnelle Eindämmung im Vergleich zu früheren Bränden in der Region in diesem Sommer. Die Feuerwehr blieb vor Ort, da anhaltend hohe Temperaturen und starke Windböen Hotspots wieder entfachen könnten.
- Feuer bricht in Kouvaras aus, 60 km südöstlich von Athen, angefacht durch Winde über 70 km/h
- Zivilschutz ordnet Evakuierung von Agios Stylianos an; 172+ Feuerwehrleute, 2 Flugzeuge und 4 Hubschrauber im Einsatz
- Flammen nach drei Stunden abgeschwächt, Lage laut AFP-Fotograf verbessert
- Feuer eingedämmt, keine aktive Front; Feuerwehr bleibt vor Ort
Zweites Feuer bei Athen diesen Sommer
Dies ist der zweite Waldbrand in der Nähe Athens in diesem Sommer. Ein vorheriges Feuer, das vor zehn Tagen nordwestlich der griechischen Hauptstadt ausbrach, zerstörte mehr als 11.000 Hektar Kiefernwald, Buschland und landwirtschaftliche Flächen. Dieses Feuer benötigte fünf Tage zur Eindämmung, da Böen von bis zu 130 km/h wehten – deutlich stärker als die Winde, die das Feuer am Montag antrieben. Zwei Hubschrauberbesatzungsmitglieder kamen bei diesem Einsatz ums Leben, als ihr Hubschrauber mit einem anderen Hubschrauber kollidierte, während sie die Flammen bekämpften.
- Gesamt-Attika
- 42 %
- West-Attika
- 64 %
Jahrzehnt der Zerstörung in Attika
Experten haben vor der Schwere der Brände gewarnt, die Attika im letzten Jahrzehnt heimgesucht haben. Zwischen 2017 und 2026 verbrannten 42 % der gesamten Waldfläche der Region bei 15 großen Bränden. Diese Zahl steigt auf 64 % für die Wälder West-Attikas westlich der Hauptstadt. Griechenland blieb am Montag in höchster Alarmbereitschaft, wobei mehrere Regionen weiterhin auf Risikostufe 4 auf einer Skala von 5 eingestuft waren, während die Sommerbrandsaison die Notfallkapazitäten des Landes weiterhin belastete.


