
Waldbrand verwüstet griechische Insel Skyros, Feuerwehr bekämpft drei Fronten bei starkem Wind
Ein Waldbrand ist am Samstag auf der Ägäisinsel Skyros ausgebrochen und hat Evakuierungen erzwungen, während 100 Feuerwehrleute, unterstützt von 11 Flugzeugen und 5 Hubschraubern, die ganze Nacht gegen starke Winde kämpften.
Ausbruch und Ausbreitung
Das Feuer brach am Samstag, den 15. August, gegen 16:00 Uhr Ortszeit in einem Waldgebiet der Region Atsitsa auf Skyros aus, einer bergigen Insel in der Ägäis, etwa 110 km nordöstlich von Athen. Die Insel, Teil des Sporaden-Archipels, umfasst etwa 209 km² und hat rund 3.000 Einwohner, zieht aber im Sommer wie alle griechischen Inseln zahlreiche Touristen an. Starke, wirbelnde Winde ließen den Brand schnell um sich greifen, verwüsteten einen Kiefernwald und bedrohten zeitweise das Dorf Pefkos, auf das die Feuerwehr ihre Kräfte konzentrierte. Ein langer, vom Wind getragener grauer Rauchstreifen war am Samstagabend am Himmel über Athen zu sehen. Das Feuer nahm aufgrund der sehr starken Winde schnell beträchtliche Ausmaße an, so der öffentlich-rechtliche Sender ERT. Bis Sonntagmorgen war das Feuer noch aktiv, und die Feuerwehr kämpfte weiter gegen die Flammen.
Feuerwehreinsatz
Etwa 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz, unterstützt von 11 Flugzeugen und 5 Hubschraubern sowie rund 20 Bodenfahrzeugen und Baumaschinen, wie der Feuerwehrdienst auf X mitteilte. Die Bodentruppen kämpften die Nacht durch, verstärkt durch Dutzende von Feuerwehrleuten und Fahrzeugen, die per Boot auf der Insel eintrafen. Löschflugzeuge nahmen kurz vor 7:00 Uhr am Sonntag ihren Betrieb auf, da der Wind bei Tagesanbruch nachließ, nachdem er in der Nacht stark geweht hatte. Laut ERT zeigt der nordöstliche der drei Feuerfronten keine Besserung. Die Feuerwehr, unterstützt von der Armee, hat Schneisen angelegt, um das Feuer einzudämmen, kämpft aber weiterhin an zwei Fronten.
- Feuer bricht im Waldgebiet Atsitsa auf Skyros aus
- Rauch über Athen sichtbar; Feuer bedroht Dorf Pefkos
- Feuerwehr kämpft die Nacht durch gegen drei Feuerfronten
- Löschflugzeuge nehmen Betrieb auf, Wind lässt bei Tagesanbruch nach
- Nordostfront noch uneingedämmt; Verstärkung aus Attika und Euböa trifft ein
Kostas Tsigas, Präsident des Verbands der Feuerwehroffiziere, schilderte die Lage gegenüber ERTnews:
Wir müssen schnell handeln, um dieses Feuer so bald wie möglich unter Kontrolle zu bringen. Kommandos, ausgerüstet mit Maschinen und Baggern, versuchen, einen Weg in einem schwierigen Gebiet freizumachen. Wir hoffen auf eine Besserung der Lage im Laufe des Tages, da erhebliche Verstärkung aus Attika, Euböa und dem übrigen Mittelgriechenland entsandt wurde.
Evakuierungen und Sicherheit der Bevölkerung
Das Gebiet von Pefko wurde vorsorglich auf Anordnung des Zivilschutzes evakuiert. Bürgermeister Kyriakos Antonopoulos sagte der ERT, dass derzeit keine Siedlung bedroht sei, mit Ausnahme einiger verstreuter Nebenwohnsitze. Er versicherte, dass es derzeit keine Probleme für Einwohner oder Touristen gebe. Skyros, das ganzjährig etwa 3.000 Einwohner zählt, erlebt in der Hochsaison einen Bevölkerungszuwachs durch Sommerurlauber, wenn Inseln und Strände überfüllt sind.
- Feuerwehrleute
- 100
- Flugzeuge
- 11
- Hubschrauber
- 5
- Bodenfahrzeuge
- 20
Nationale Brandwarnung
Griechenland bleibt für das Sommerwochenende des 15.–16. August in höchster Brandwarnstufe, wenn Inseln und Strände voller Touristen sind. Nach Angaben der Feuerwehr sind in den letzten 24 Stunden landesweit 34 Land- und Waldbrände ausgebrochen. Die starken Winde, die den Brand auf Skyros angefacht haben, sollen ab Sonntag nachlassen, was die Eindämmungsbemühungen an den noch aktiven Fronten der Insel unterstützen könnte.


