
Waldbrand nahe Costa Brava: Zehn Städte unter Quarantäne, 150 Menschen evakuiert – Spanien bereitet sich auf zweite Hitzewelle vor
Ein sich schnell ausbreitender Waldbrand in Katalonien hat bis zu 2.300 Hektar verbrannt, 150 Menschen – darunter ein Kinderferienlager – zur Evakuierung gezwungen und zehn Städte unter Quarantäne gestellt. Spanien setzt eine militärische Notfalleinheit ein, während eine neue Hitzewelle die Lage verschärfen könnte.
Brandausbruch und Evakuierungen
Das Feuer brach am Freitag in der Nähe von La Bisbal d'Emporda aus, etwa 20 km von der Mittelmeerküste entfernt. Starke Winde trieben die Flammen schnell voran und erzeugten eine dichte Rauchwolke. Die Behörden evakuierten 150 Menschen, darunter 70 Kinder aus einem Sommerlager. Zehn Städte wurden unter Quarantäne gestellt, mit Ein- und Ausreiseverbot, was über 12.000 Einwohner und Touristen betrifft. Straßen wie die C-66 wurden gesperrt, und die Behörden riefen dazu auf, Reisen in die Regionen Baix Empordà, Gironès und Pla de l'Estany zu vermeiden.
Löscharbeiten
Mehr als 200 Feuerwehrleute und 11 Löschflugzeuge bekämpfen den Brand, der das geschützte Naturgebiet Les Gavarres erreicht hat. Die katalanische Innenministerin Nuria Parlon sagte, das Feuer habe 1.280 Hektar verbrannt, während andere Berichte von 2.300 Hektar sprechen. Feuerwehrleute bezeichnen es als einen Brand der sechsten Generation mit schneller Ausbreitung und Pyrocumulus-Wolken. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez bestätigte auf X den Einsatz der Militärischen Notfalleinheit (UME). Der katalanische Regierungschef Salvador Illa hatte militärische Unterstützung angefordert.
Das Feuer hat 1.280 Hektar verbrannt.
- Brand bricht nahe La Bisbal d'Emporda in Katalonien aus.
- 150 Menschen evakuiert, darunter 70 Kinder aus einem Sommerlager.
- Zehn Städte unter Quarantäne gestellt, über 12.000 Menschen betroffen.
- Über 200 Feuerwehrleute und 11 Löschflugzeuge im Einsatz.
- Katalanische Polizei nimmt Brandstiftungsverdächtigen fest.
- Spanischer Ministerpräsident bestätigt Einsatz der Militäreinheit UME.
- Feuer erreicht das Schutzgebiet Les Gavarres.
- AEMET warnt vor zweiter Hitzewelle und hoher Brandgefahr.
Festnahme und Ermittlungen
Die katalanische Polizei Mossos d'Esquadra nahm einen Mann fest, der verdächtigt wird, das Feuer gelegt zu haben. Weitere Details lagen zunächst nicht vor.
Hitzewelle und Brandgefahr
Die staatliche Wetterbehörde AEMET warnte am 3. Juli, dass am Sonntag die zweite Hitzewelle des Jahres beginnen werde, mit Temperaturen von 38–41 °C in Teilen des Südens, Westens und in Flusstälern. Die Behörde rief zur Vorsicht auf, insbesondere bei älteren Menschen, und wies auf eine hohe Brandgefahr hin. Die erste Hitzewelle Ende Juni trug laut dem Sterblichkeitsmonitoringsystem MoMo zu über 1.000 hitzebedingten Todesfällen bei.
Historischer Kontext
Das spanische Innenministerium meldet bisher über 8.000 Brände in diesem Jahr, mit acht Toten und 86 Verletzten. Im Jahr 2025 verbrannten Waldbrände fast 355.000 Hektar – das schlimmste Jahr seit drei Jahrzehnten, so das Ministerium für den ökologischen Wandel. Die größten Brände im letzten Jahr trafen Kastilien und León, Galicien und Extremadura, töteten mehrere Menschen und zwangen Zehntausende zur Evakuierung.


