
Waldbrände verbrennen 8.000 Hektar in Spanien, neues Feuer trifft Südfrankreich
Ein Brand in der spanischen Provinz Huelva hat seit Donnerstag rund 8.000 Hektar verbrannt und 474 Menschen zur Flucht gezwungen, während ein neues Feuer in Südfrankreich die bereits schwere Waldbrandsaison in Südeuropa weiter verschärft.
Brand in Huelva breitet sich auf 8.000 Hektar aus
Ein Waldbrand, der am Donnerstag in der spanischen Provinz Huelva nördlich der Stadt Niebla ausgebrochen war, hatte bis Sonntag rund 8.000 Hektar versengt. Niebla liegt etwa auf halber Strecke zwischen Sevilla und der portugiesischen Grenze. Antonio Sanz, Katastrophenschutzbeauftragter Andalusien, erklärte, die betroffene Fläche habe sich von etwa 4.000 Hektar am Samstag verdoppelt, obwohl nicht die gesamte Zone verbrannt sei. Am Samstag hatte Sanz gesagt, der Brand werde durch „ständig wechselnde Winde“ angefacht, was die Bekämpfung erheblich erschwere. Die Zahl der Evakuierten stieg leicht auf 474, doch die Behörden erklärten, dass keine Siedlungen in unmittelbarer Gefahr seien.
Löscheinsatz in Spanien
Bis Sonntag waren mehr als 500 Einsatzkräfte bei dem Brand in Huelva im Einsatz, darunter 250 Soldaten einer Armee-Notfalleinheit. Sie erhielten Unterstützung aus der Luft von bis zu 26 Löschflugzeugen und Hubschraubern. Sanz bezeichnete den Brand weiterhin als „komplex“ mit einem „schwierigen Tag“ für die Einsatzkräfte, zeigte sich aber zunehmend zuversichtlich.
Aber heute sind wir etwas optimistischer.
Der südliche Abschnitt des Feuers konnte dank besserer Wetterbedingungen unter Kontrolle gebracht werden.
- Waldbrand bricht in der Provinz Huelva (Spanien) nördlich von Niebla aus
- Feuer in Huelva bedeckt etwa 4.000 Hektar
- Neuer Waldbrand in Massegros-Causses-Gorges (Frankreich, Lozère)
- Sanz zeigt Optimismus; südlicher Teil des Huelva-Brandes unter Kontrolle
- Feuer in Huelva erreicht etwa 8.000 Hektar; Brand in Frankreich über 100 Hektar
- Huelva (Spanien)
- 8000 ha
- Castellón (Spanien)
- 400 ha
- Lozère (Frankreich)
- 100 ha
Zweites Feuer in Castellón
Feuerwehrleute und Soldaten bekämpften zudem einen separaten Waldbrand in der Provinz Castellón im Osten Spaniens, wo fast 400 Hektar betroffen waren. Die Behörden evakuierten eine nahegelegene Gemeinde. Landesweit waren am Sonntag nach Angaben des spanischen Waldbrandportals „Incendios Forestales“ 37 meist kleinere Feuer aktiv. Die Region Valencia im Osten und Kastilien und León im Nordwesten gehörten zu den am stärksten betroffenen Gebieten.
Neues Feuer in Südfrankreich
In Südfrankreich bekämpften mehr als 200 Feuerwehrleute einen sich schnell ausbreitenden Waldbrand im Département Lozère. Das Feuer brach gegen Mittag des Sonntags in der Gemeinde Massegros-Causses-Gorges aus, etwa 140 Kilometer nordwestlich von Montpellier. Am frühen Abend hatte es mehr als 100 Hektar erfasst, und zwei Dörfer wurden vorsorglich evakuiert. Rund 220 Feuerwehrleute waren am Boden im Einsatz, unterstützt von fünf Löschflugzeugen. Die Feuerwehr forderte zusätzliche Verstärkung an, da sich der Brand weiter ausbreitete und nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Feuer wahrscheinlich durch ein Auto ausgelöst wurde, das auf einer Straße Feuer fing. Feuerwehrkommandant Marc Toulouse sagte, das Gebiet sei „sehr bewaldet“ und „extrem trocken“.
Spaniens schwere Waldbrandsaison
Spanien erlebt eine außergewöhnlich schwere Waldbrandsaison. Sara Aagesen, Ministerin für den ökologischen Wandel, sagte, seit Jahresbeginn seien fast 200.000 Hektar betroffen gewesen, wobei im Jahr 2026 40 Großbrände verzeichnet wurden, verglichen mit 15 zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.
- 2026 (bis 9. Aug.)
- 40
- 2025 (gleicher Zeitraum)
- 15
Das zeigt die Schwere und die Komplexität dessen, was wir in unserem Land durchmachen.
Anfang des Sommers hatten Brände in ganz Spanien Tausende von Menschen aus ihren Häusern vertrieben, insbesondere in der Mitte des Landes. Im Juli brannte ein großes Feuer in der Provinz Ávila nahe Madrid. Ein weiterer Waldbrand in der andalusischen Provinz Almería forderte 14 Todesopfer. Dürre und aufeinanderfolgende Hitzewellen haben die Vegetation in weiten Teilen Südeuropas stark ausgetrocknet, und Wissenschaftler, die in den Artikeln zitiert werden, sagen, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel durch häufigere und intensivere Hitzewellen das Waldbrandrisiko in der Region erhöht hat.


