
Ivorischer Stürmer Elye Wahi darf nach tagelanger Visumsverwirrung doch zum Deutschland-Spiel nach Kanada einreisen
Der ivorische Stürmer Elye Wahi wird für das Gruppenspiel am Samstag gegen Deutschland zur Verfügung stehen, nachdem die kanadischen Behörden eine frühere Entscheidung, die seine Einreise blockierte, rückgängig gemacht haben, gab der Fußballverband am Donnerstag bekannt.
Ein Morgen der Ablehnung, ein Abend der Erleichterung
Die WM-Pläne der Elfenbeinküste gerieten am Donnerstag ins Wanken, als der Ivorische Fußballverband (FIF) bekannt gab, dass Stürmer Elye Wahi nicht nach Kanada zum Spiel gegen Deutschland reisen könne. Stunden später bestätigte der Verband, dass sich die Situation positiv entwickelt habe und Wahi die nötigen Genehmigungen für die Einreise nach Kanada erhalten habe.
Der Ivorische Fußballverband (FIF) teilt mit, dass sich die administrative Situation von Elye Wahi positiv entwickelt hat. Die erforderlichen Genehmigungen für seine Einreise nach Kanada liegen nun vor.
Die anfängliche Ablehnung erfolgte, weil die kanadischen Einwanderungsbehörden weitere Informationen über Wahis rechtlichen Status in Frankreich forderten, wo er mit Ermittlungen wegen des Verdachts auf Sportkorruption in Verbindung gebracht wird.
Der Wettbetrugsskandal im Schatten einer WM
Französische Behörden entdeckten ungewöhnliche Wettmuster im Zusammenhang mit einer Gelben Karte, die Wahi am 17. Mai im Spiel von Nizza gegen Metz erhielt. Ein 23-jähriger Ligue-1-Spieler wurde am 29. Mai im Rahmen von Ermittlungen wegen organisierter Bandenhehlerei, Sportkorruption, Hehlerei und Geldwäsche in Gewahrsam genommen, bestätigte die Staatsanwaltschaft Marseille. Wahi wurde ohne Anklage freigelassen und wird derzeit nicht strafrechtlich verfolgt.
Zum jetzigen Zeitpunkt des Verfahrens steht Elye Wahi nicht unter gerichtlicher Untersuchung und ist nicht Gegenstand einer Strafverfolgung.
Der FIF erklärte, er sei nicht offiziell über rechtliche oder administrative Verfahren gegen den Spieler informiert worden und sprach ihm volles Vertrauen aus.
- Erhält Gelbe Karte im Spiel Nizza vs. Metz; später werden verdächtige Wettmuster entdeckt
- Von der französischen Polizei in Gewahrsam genommen, ohne Anklage freigelassen
- Startelf für die Elfenbeinküste beim 1:0-Sieg gegen Ecuador in Philadelphia
- FIF gibt bekannt, dass Wahi nicht nach Kanada reisen kann
- FIF bestätigt, dass Wahi die Einreise nach Kanada gestattet wurde
- Spiel gegen Deutschland in Toronto
Weitere Visumskonflikte beim Turnier 2026
Wahis Fall ist nicht der erste Einreisestreit dieser WM. Ghanas Mittelfeldspieler Thomas Partey wurde wegen laufender Vergewaltigungsvorwürfe im Vereinigten Königreich ein kanadisches Visum verweigert, sodass er beim Sieg der Black Stars gegen Panama nicht dabei war. Die USA verweigerten zudem Gruppen von Fans aus der Elfenbeinküste und dem Senegal die Einreise und wiesen den somalischen Schiedsrichter Omar Artan trotz gültigen Visums zurück, wobei auf angebliche Verbindungen zu terroristischen Organisationen verwiesen wurde.
Was Samstag für die Gruppe E bedeutet
Die Elfenbeinküste besiegte Ecuador im Auftaktspiel mit 1:0, wobei Wahi in der Startelf stand und den Pfosten traf. Deutschland besiegte Curacao mit 7:1. Ein Sieg der Elefanten würde ihnen den Einzug in die K.o.-Runde sichern, während Julian Nagelsmanns Team darauf abzielt, die Kontrolle über die Gruppe im BMO Field in Toronto zu übernehmen.


