
„Widow’s Bay“ gewinnt 14 Emmys, „The Pitt“ verteidigt Seriensieg
Die Apple-TV-Comedy „Widow’s Bay“ sicherte sich bei den Emmy Awards 2026 in Los Angeles rekordverdächtige 14 Trophäen, während das HBO-Max-Medizindrama „The Pitt“ zum zweiten Mal in Folge die beste Dramaserie gewann.
Rekordnacht für Apple-TV-Comedy
Die jährliche Emmy-Verleihung fand am Montag, dem 14. September 2026, im Peacock Theatre in Los Angeles statt. Die Apple-TV-Comedyserie „Widow’s Bay“ dominierte die Comedy-Sparte mit 14 Auszeichnungen und übertraf damit den bisherigen Rekord von 13 Statuetten, den die Hollywood-Satire „The Studio“ hielt. Die Horrorkomödie handelt von einer Bürgermeisterin in Neuengland, die den Tourismus auf einer angeblich verfluchten Insel wiederbeleben will. Matthew Rhys gewann den Preis als bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie für seine Darstellung des Bürgermeisters. Die Schöpferin Katie Dippold erhielt den Preis für das beste Drehbuch, während Hiro Murai für die beste Regie ausgezeichnet wurde. Die Nebendarstellerpreise in der Comedy-Sparte gingen an Kate O’Flynn und Stephen Root.
In seiner Dankesrede würdigte Rhys die Vision der Serienschöpferin.
All dies ist einzig und allein der verdorbenen und verqueren Fantasie von Katie Dippold zu verdanken, und ihr Genie liegt wirklich in den Tiefen ihres wahnsinnigen Gehirns.
- Widow’s Bay
- 14
- The Studio
- 13
Drama-Ehrungen und schauspielerische Meilensteine
Rhys sammelte während der Zeremonie eine zweite Schauspieltrophäe ein und gewann den Preis als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie für „The Beast in Me“. Damit ist er der erste Schauspieler, der Hauptdarsteller-Emmys in drei verschiedenen Kategorien gewonnen hat: Comedy, Miniserie und Dramaserie, nach seinem Sieg 2018 für „The Americans“.
In den Dramakategorien sicherte sich die HBO-Max-Serie „The Pitt“ zum zweiten Mal in Folge den Preis für die beste Dramaserie. Die Medizinserie schildert stundenweise eine Schicht des Notaufnahmepersonals in einem Krankenhaus in Pittsburgh, Pennsylvania. Noah Wyle gewann den Preis als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie für seine Rolle als Leiter der Notaufnahme, womit „The Pitt“ an diesem Abend insgesamt sechs Auszeichnungen erhielt. Die Serie setzte sich gegen das dystopische Drama „Pluribus“, das vom Schöpfer von „Breaking Bad“ stammt, und den „Game of Thrones“-Ableger „A Knight of the Seven Kingdoms“ durch. Rhea Seehorn erhielt den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie für ihre Rolle in „Pluribus“.
Jean Smart schließt zu den Karriereführern auf
Die HBO-Max-Comedy „Hacks“ ging mit 24 Nominierungen in die Zeremonie, hinter „The Pitt“ mit 25 Nominierungen und vor „Widow’s Bay“ mit 19 Nominierungen.
- The Pitt
- 25
- Hacks
- 24
- Widow’s Bay
- 19
Obwohl „Widow’s Bay“ die meisten Comedy-Preise einheimste, gewann „Hacks“-Star Jean Smart den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie. Der Sieg ist ihr fünfter in Folge für die Darstellung einer erfahrenen Stand-up-Comedian, die mit einem jungen Autor zusammenarbeitet. Mit 75 Jahren brachte Smart ihre Karriere-Gesamtzahl auf acht Emmy Awards und stellte damit den Rekord von Julia Louis-Dreyfus, Cloris Leachman und Allison Janney ein.
Smart wandte sich bei der Annahme der Trophäe an das Publikum im Peacock Theatre.
Vielen Dank an euch alle! Was für ein Abenteuer das war!
Ergebnisse der Miniserien und Ehrungen
In der Sparte Miniserie gewann das HBO-Max-Drama „DTF St. Louis“ die beste Miniserie oder Anthologieserie. Die Produktion erkundet ein scheiterndes Liebesdreieck und setzte sich gegen die Mitnominierten „Beef“ und „Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette“ durch. Die Übertragung enthielt auch eine Bühnen-Ehrung für Dolly Parton.


