Konflikte · Nabatien, Bürgenstock und Jerusalem
Israel und Hisbollah: Waffenstillstand bröckelt, Angriffe dauern an – Friedensabkommen zwischen USA und Iran in Gefahr
Ein am Freitag zwischen Israel und der Hisbollah verkündeter Waffenstillstand geriet sofort unter Druck, als israelische Angriffe am Samstag mehrere Menschen im Südlibanon töteten. Der Iran verschob daraufhin die Atomgespräche mit den USA und setzte das fragile Interimsfriedensabkommen aufs Spiel.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von France 24, The Irish Times, Irish Examiner und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Eine von den USA und Katar vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah trat am Freitag um 16 Uhr Ortszeit in Kraft, wurde aber am Samstag von israelischen Luftangriffen gefolgt, bei denen im Südlibanon zwischen fünf und elf Menschen getötet wurden.
Der Iran zog sich von den geplanten Atomverhandlungen mit den USA zurück und verschob die Gespräche auf unbestimmte Zeit. Das Schweizer Außenministerium bestätigte die Verschiebung und erklärte, die vorbereitenden Arbeiten würden fortgesetzt.
Präsident Trump sagte NBC News, er habe Israel angewiesen, der Waffenruhe zuzustimmen, und verteidigte gleichzeitig sein Interimsabkommen mit dem Iran gegen Kritik, er habe zu viele Zugeständnisse gemacht.
Der Konflikt im Libanon, einst als zweitrangige Front betrachtet, ist zu einem zentralen Hindernis für das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran geworden. Der Iran betrachtet einen israelischen Rückzug aus dem Libanon als wesentlich für seine eigene nationale Sicherheit.
- 19.06.Heftige Zusammenstöße töten mindestens 47 Menschen im Libanon und vier israelische Soldaten.
- 19.06.Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah tritt in Kraft, vermittelt von USA und Katar.
- 20.06.Israelische Angriffe treffen den Südlibanon, töten zwischen 5 und 11 Menschen. Hisbollah feuert über 50 Projektile auf israelische Streitkräfte in der Nacht.
- 20.06.Geplante US-Iran-Gespräche in der Schweiz werden verschoben; kein neuer Termin festgelegt.
Der kaum eingehaltene Waffenstillstand
Am Freitagnachmittag, nach einem Tag schwerer Gefechte, trat um 16 Uhr Ortszeit ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah in Kraft. Das Abkommen wurde von den USA und Katar mit Hilfe des Iran vermittelt und von Quellen aus der Hisbollah, einem hochrangigen israelischen Vertreter und einem US-Vertreter bestätigt. Präsident Donald Trump sagte später NBC News, er habe Israel angewiesen, die Waffenruhe zu akzeptieren.
„Man muss einfach mal runterkommen und seinen Verstand benutzen.“
Der israelische Botschafter Jechiel Leiter sagte, Israel habe „alle offensiven Operationen eingestellt“ und bleibe einer sofortigen Waffenruhe verpflichtet, wenn die Hisbollah das Abkommen einhalte. Doch die Ruhe erwies sich als vorübergehend.
Die Angriffe vom Samstag und die menschliche Bilanz
Weniger als 24 Stunden später griffen israelische Kampfflugzeuge, Drohnen und Artillerie mehr als ein Dutzend Gebiete im Südlibanon an, viele davon rund um die Stadt Nabatien. Die libanesische staatliche Nachrichtenagentur berichtete von mindestens 11 Toten, während andere Medien zwischen fünf und sieben Tote meldeten, darunter zwei Kinder. Das israelische Militär erklärte, es reagiere auf mehr als 50 von der Hisbollah abgefeuerte Projektile auf seine Streitkräfte in der Nacht.
Am Freitag hatten die Gefechte vor dem Waffenstillstand bereits mindestens 47 Menschen im Libanon und vier israelische Soldaten getötet. Etwa 5 % des libanesischen Territoriums im Süden stehen weiterhin unter israelischer Besatzung, und rund eine Million Menschen sind noch immer vertrieben, so die BBC.
Die Schweizer Gespräche, die nie begannen
Die für Freitag im Schweizer Resort Bürgenstock geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wurden abgesagt. Eine Stellungnahme des Schweizer Außenministeriums bestätigte die Verschiebung und erklärte, die vorbereitenden Arbeiten würden fortgesetzt. Obwohl kein offizieller Grund genannt wurde, sagten drei Diplomaten der New York Times, der Iran habe sich wegen der israelischen Angriffe im Libanon zurückgezogen.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sollte Berichten zufolge weiterhin in die Schweiz reisen, aber Vizepräsident JD Vance hatte seine Pläne zur Teilnahme fallen gelassen. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, eine amerikanische Delegation sei bereit, bei erster Gelegenheit abzureisen. Ein neuer Termin wurde nicht bekannt gegeben.
Eine Bewährungsprobe für das Interimsabkommen
Anfang dieser Woche unterzeichnete Präsident Trump ein Memorandum of Understanding mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian. Das Abkommen öffnete die Straße von Hormus wieder, die der Iran während des Krieges geschlossen hatte, und verpflichtete zur „sofortigen und dauerhaften Einstellung der Militäroperationen“ im Libanon. Der Iran besteht darauf, dass jedes umfassendere Abkommen ein Ende der israelischen Militäraktionen im Libanon einschließen muss, und betrachtet die Einhaltung dort als Test für den Einfluss der USA auf Israel.
„Die Vereinigten Staaten haben eine Verpflichtung und Verantwortung, sicherzustellen, dass das Abkommen auf allen Ebenen eingehalten wird.“
Trump verteidigte das Abkommen auf Truth Social, nannte den Iran „ERLEDIGT!“ und betonte, dass während der 60-tägigen Interimszeit kein Geld fließen werde. US-Geheimdienstmitarbeiter, die anonym mit der Washington Post sprachen, äußerten jedoch die Befürchtung, dass Premierminister Benjamin Netanjahu versuchen könnte, das Abkommen zu untergraben, um seinen eigenen Konflikt im Libanon aufrechtzuerhalten.
Druck von allen Seiten
Netanjahu steht im Inland unter Druck, die Militäroperationen gegen die Hisbollah fortzusetzen, und die israelischen Streitkräfte haben geschworen, „weiterhin unmittelbare Bedrohungen zu beseitigen“. Der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah knüpfte weitere Diplomatie an eine umfassende Waffenruhe. Analysten warnten davor, die Libanon-Front mit den Atomgesprächen zu verknüpfen, sei riskant. Der frühere US-Vertreter Mark Kimmitt nannte dies „sehr, sehr unweise“ und sagte, Washington habe keine Kontrolle über Israels Handlungen und die Verknüpfung könne „dem Iran ins Gesicht zurückfallen“.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- France 24Could Israel lose Donald Trump's support by continuing to drop bombs in Lebanon?
- The Irish TimesIsrael-Hizbullah clashes continue in Lebanon as US-Iran nuclear talks stall
- Irish ExaminerFighting continues in Lebanon despite ceasefire as US-Iran deal under threat
- BBCSeveral reported killed in Israeli strikes on Lebanon despite ceasefire
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, der das US-Iran-Interimsabkommen unterzeichnete und Israel zur Annahme des Waffenstillstands drängte.
- Benjamin Netanyahu
- Premierminister Israels, der unter innenpolitischem Druck steht, die Militäraktionen gegen die Hisbollah fortzusetzen.
- Yechiel Leiter
- Israelischer Botschafter in den Vereinigten Staaten, der sagte, Israel habe die offensiven Operationen eingestellt und bleibe dem Waffenstillstand verpflichtet.
- Abbas Araghchi
- Iranischer Außenminister, der sagte, die USA hätten die Verantwortung, den Waffenstillstand auf allen Ebenen einzuhalten.
- Masoud Pezeshkian
- Präsident des Iran, der das Memorandum of Understanding mit den Vereinigten Staaten unterzeichnete.
- Steve Witkoff
- US-Sondergesandter, der Berichten zufolge in die Schweiz reisen sollte, um erste Gespräche mit dem Iran zu führen.
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