
Trump erklärt Waffenruhe mit Iran für 'beendet'; Öl steigt um 5%, Anleiherenditen erreichen Höchststände
Donald Trump sagte, die Waffenruhe mit Iran vom 17. Juni sei beendet, was die Ölpreise um mehr als 5% steigen ließ und die französischen Staatsanleiherenditen auf den höchsten Stand seit 2009 trieb, vor dem Hintergrund einer Welle militärischer Angriffe in der Straße von Hormus.
Zusammenbruch der Waffenruhe
Am Mittwoch erklärte US-Präsident Donald Trump die seit dem 17. Juni bestehende Waffenruhe mit Iran für „beendet“. Gegenüber Reportern sagte Trump: „Es ist nur Zeitverschwendung, mit ihnen zu reden, sie sind Lügner“, und nannte die iranischen Führer „Abschaum“. Er fügte hinzu, dass ein Dialog weiterhin möglich sei, aber die Marktteilnehmer reagierten sofort auf die Aussicht auf erneute Instabilität im Nahen Osten.
Eskalation in der Straße von Hormus
Der Zusammenbruch folgte auf eine rasche Eskalation in der strategischen Straße von Hormus. Am Dienstag wurden innerhalb von 24 Stunden drei Schiffe in der Wasserstraße angegriffen, wobei Katar und Saudi-Arabien zwei der Angriffe Iran zuschrieben. Als Vergeltung startete das US-Militär in der Nacht zum Mittwoch nach US-Angaben eine „Serie mächtiger Schläge“ gegen über 80 Ziele im Iran. Iranische Medien berichteten von Explosionen nahe der Hafenstadt Buschehr, in der Nähe des Ölterminals auf der Insel Charg.
- Waffenruheabkommen unterzeichnet, Beendigung des am 28. Februar begonnenen Krieges.
- Drei Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen; US-Militär startet über Nacht Angriffe auf über 80 Ziele im Iran.
- Trump erklärt Waffenruhe für beendet; Brent steigt um 5.3%, französische 10-Jahres-Rendite erreicht höchsten Stand seit 2009.
Anstieg der Ölpreise
Die Rohölpreise stiegen stark: Brent-Rohöl legte um 5.3% auf 78 Dollar pro Barrel zu, und West Texas Intermediate stieg um 5.4% auf 74 Dollar, wie gegen Mitte des europäischen Vormittags festgestellt wurde. Die USA hoben zudem eine Ausnahmegenehmigung auf, die einige iranische Ölverkäufe erlaubt hatte, was die Angebotssorgen verstärkte.
Geopolitische Risiken im Nahen Osten sind trotz der vorübergehenden Waffenruhe wieder aufgetaucht, wobei Brent den größten Anstieg seit Anfang Juni verzeichnet.
Die USA haben die Aufhebung der Ausnahmegenehmigung für den Verkauf von iranischem Rohöl angekündigt, zusätzlich zu groß angelegten Luftangriffen auf Iran, was die Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Rohölversorgung wiederbelebt.
Anleiherenditen steigen
Die Aktienmärkte reagierten mit Verkäufen auf die Nachrichten, wobei CFRA-Stratege Sam Stovall anmerkte, dass die Äußerungen des Präsidenten „eine Verkaufswelle ausgelöst“ hätten. Die Renditen von Staatsanleihen stiegen sprunghaft an, da die Inflationsängste wieder aufflammten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg leicht auf 4.57%, gegenüber 4.55% zum vorherigen Schluss. Auffälliger war der Sprung der französischen zehnjährigen OAT-Rendite über 3.90% – der höchste Stand seit Juni 2009, angetrieben durch die breitere Bewegung bei europäischen Staatsanleihen. Der vorherige Höchststand von 3.88% im Jahr 2026 war im März erreicht worden.
Es ist sicher, dass die Sorge jetzt um steigende Ölpreise geht.
Fed-Protokoll im Fokus
Die Investoren richteten ihre Aufmerksamkeit auf die am Nachmittag veröffentlichten Protokolle der jüngsten geldpolitischen Sitzung der Federal Reserve – die erste unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. Die Märkte preisen laut dem CME FedWatch-Tool eine Zinserhöhung im September ein, da die Zentralbank neue inflationäre Impulse abwägt. Unterdessen ist Frankreich mit einer Staatsverschuldung von 117.5% des BIP besonders anfällig für höhere Kreditkosten.
Wir befinden uns in einer heiklen Phase, in der mögliche Alternativen zum iranischen „Maut“-System geprüft werden. Aber der Iran sendet ein klares Signal: Keine Alternative wird akzeptiert.

