Konflikte · Nabatieh, Washington und Genf
Israelische Luftangriffe töten mindestens fünf Menschen im Libanon – Stunden nach Inkrafttreten der Waffenruhe mit der Hisbollah
Israelische Kampfflugzeuge und Drohnen haben am Freitagabend den Süden des Libanon angegriffen und dabei mindestens fünf Menschen getötet – nur Minuten nachdem eine von den USA vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah in Kraft getreten war.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von in.gr, NewsIT, iefimerida.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Israel und die Hisbollah vereinbarten am Freitag um 16:00 Uhr eine Waffenruhe, doch israelische Kampfflugzeuge starteten innerhalb von 45 Minuten zwölf Angriffe und töteten mindestens fünf Menschen.
Der israelische Ministerpräsident lobte die IDF für die Zerstörung von 150 Zielen und drohte der Hisbollah mit einem hohen Preis, ohne die Waffenruhe zu erwähnen.
Teheran setzte die zweite Phase der Verhandlungen aus, verwies auf israelische Verstöße und drohte mit der Schließung der Straße von Hormus, falls die Angriffe andauerten.
Der US-Präsident forderte israelische Vertreter auf, sich zu 'beruhigen und ihren Verstand zu benutzen', um das umfassendere US-iranische Abkommen zu retten.
Außenminister Marco Rubio kündigte nach einem Telefonat mit dem libanesischen Präsidenten direkte Verhandlungen zwischen den beiden Ländern vom 23. bis 25. Juni an.
- 19.06.Luftangriff auf al-Rayhan
- 19.06.Luftangriffe auf Ansit und Masir Habush
- 19.06.Dritter Luftangriff auf Kfar Sir
Eine Waffenruhe verkündet, dann gebrochen
Ein hochrangiger US-Vertreter erklärte am Freitag gegenüber Reuters, dass Israel und die Hisbollah einer Waffenruhe zugestimmt hätten, vermittelt von amerikanischen und katarischen Unterhändlern mit Unterstützung des Iran. Die Waffenruhe sollte um 16:00 Uhr Ortszeit in Kraft treten und eine zentrale Bedingung des vorläufigen US-iranischen Absichtserklärung erfüllen, die Anfang der Woche unterzeichnet worden war – eine Einstellung der Feindseligkeiten an allen Fronten, einschließlich des Libanon.
„Die Hisbollah und Israel haben einer Waffenruhe zugestimmt.“
Zwei Hisbollah-Quellen bestätigten, dass die Gruppe die Waffenruhe von ihrer Seite aus umgesetzt habe. Auch die israelischen Streitkräfte gaben eine Waffenruhe bekannt, fügten jedoch hinzu, dass ihre Truppen in Sicherheitszonen im Libanon verbleiben und auf jeden Angriff reagieren würden.
Angriffe innerhalb von Minuten
Trotz der Vereinbarung führte die IDF in den 45 Minuten nach Ablauf der 16:00-Uhr-Frist zwölf Luftangriffe im gesamten Südlibanon durch, wie aus einer von Al Jazeera erstellten Chronologie hervorgeht. Zu den Zielen gehörten Kfar Reman, Nabatieh al-Fawka (dreimal angegriffen), Kfar Sir (dreimal angegriffen), Jabal al-Rafie, al-Rayhan, Ansit und Masir Habush. Ab 16:48 Uhr wurde Artilleriefeuer aus dem Gebiet Nabatieh gemeldet.
Libanons Staatsmedien berichteten, dass bei nächtlichen und frühmorgendlichen Angriffen, die Wohngebäude zerstörten, mindestens fünf Menschen getötet wurden. Libanesische Beamte gaben an, dass sich unter den Toten Frauen und Kinder befänden. Das israelische Militär erklärte, es habe 150 Ziele angegriffen und „Dutzende Hisbollah-Terroristen“ getötet. Insgesamt sind seit Donnerstagabend mindestens 47 Menschen bei israelischen Angriffen auf den Libanon ums Leben gekommen, und vier israelische Soldaten wurden bei Zusammenstößen mit der Hisbollah getötet, wie aus den Berichten hervorgeht.
Netanyahu lobt das Militär
Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erwähnte die Waffenruhe in seinen öffentlichen Erklärungen nicht. Stattdessen schrieb er in den sozialen Medien, die IDF habe „genau so gehandelt, wie ich es ihnen befohlen habe“ und die Hisbollah werde für jede Aggression „einen sehr hohen Preis zahlen“. Nachdem die vier Soldaten getötet worden waren – einer von ihnen wurde als Oberstleutnant Dor Gandliah Ben Shimhon identifiziert – sagte Netanyahu, er habe der IDF befohlen, „die Hisbollah mit voller Wucht anzugreifen.“
„Meine Anweisung ist klar: Israel wird Angriffe auf seine Soldaten oder sein Territorium nicht tolerieren, und die Hisbollah wird für jede derartige Aggression einen sehr hohen Preis zahlen.“
Iran setzt Gespräche aus und warnt vor weiteren Konsequenzen
Der Iran verurteilte die israelischen Angriffe sofort als Verstoß gegen die US-iranische Absichtserklärung. Außenamtssprecher Esmail Baghaei erklärte, die Beendigung des Krieges im Libanon sei ein integraler Bestandteil der Vereinbarung zur Einstellung der Feindseligkeiten an allen Fronten gewesen. Der Iran setzte die zweite Phase des 60-Tage-Abkommens aus und zog sich aus den für Freitag in Genf geplanten Gesprächen zurück.
„Die neue Führung des Iran betrachtet den Libanon als integralen Bestandteil ihrer eigenen nationalen Sicherheit, da frühere israelische Angriffe auf die Hisbollah im Jahr 2024 den Weg für einen direkten Konflikt mit dem Iran geebnet haben.“
Außenminister Abbas Araghchi beschuldigte Israel, einen „ewigen Krieg“ zu suchen, nachdem der nationale Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir erklärt hatte, „der gesamte Libanon muss brennen.“ Die iranischen Revolutionsgarden drohten zudem, die Straße von Hormus erneut zu schließen und Vergeltungsmaßnahmen gegen Israel zu ergreifen.
Trump greift ein, neue diplomatische Spur eröffnet
Angesichts der Gefahr eines Scheiterns des Abkommens und einer erneuten Schließung des Engpasses von Hormus setzte sich Präsident Donald Trump persönlich bei israelischen Vertretern dafür ein, die Operationen einzustellen. „Sie müssen sich einfach mal beruhigen und ihren Verstand benutzen“, sagte er gegenüber NBC News, ohne zu bestätigen, ob er direkt mit Netanyahu gesprochen habe.
US-Außenminister Marco Rubio telefonierte später mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und bekräftigte die Notwendigkeit, die Hisbollah zu entwaffnen. Das Außenministerium kündigte daraufhin an, dass vom 23. bis 25. Juni eine neue Runde direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Washington stattfinden werde.
„Eine umfassende Waffenruhe wäre die grundlegende Basis für Fortschritte bei den direkten Gesprächen mit Israel.“
Rami Khouri, ein Fellow für öffentliche Politik an der Amerikanischen Universität Beirut, bezeichnete den Moment als eine Bewährungsprobe für alle Beteiligten.
„Wir haben hier wirklich einen Moment der Konfrontation erreicht – für die Vereinigten Staaten, für Israel, für die arabischen Staaten und für die Vermittler. Alle werden auf die Probe gestellt.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- in.grΤουλάχιστον πέντε νεκροί από ισραηλινά πλήγματα στον Λίβανο μετά την "κατάπαυση πυρός" με τη Χεζμπολάχ
- NewsITNYT: Λίβανος, ο αδύναμος κρίκος της συμφωνίας μεταξύ ΗΠΑ με Ιράν - Πώς η σύγκρουση Ισραήλ με Χεζμπολάχ απειλεί την εύθραυστη ειρήνη
- iefimerida.grΝέος τριήμερος κύκλος διαπραγματεύσεων μεταξύ Ισραήλ και Λιβάνου
- iefimerida.gr"Ηρεμήστε, χρησιμοποιήστε το μυαλό σας" -Ο Τραμπ προέτρεψε το Ισραήλ να συμφωνήσει σε κατάπαυση του πυρός με τη Χεζμπολάχ
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, der Israel zur Zurückhaltung aufforderte
- Benjamin Netanyahu
- Ministerpräsident Israels, der der IDF befahl, die Hisbollah nach dem Tod von vier Soldaten mit voller Wucht anzugreifen
- Marco Rubio
- US-Außenminister, der mit dem libanesischen Präsidenten sprach und neue direkte Gespräche ankündigte
- Joseph Aoun
- Präsident des Libanon, der eine umfassende Waffenruhe als Grundlage für Fortschritte forderte
- Abbas Araghchi
- Iranischer Außenminister, der Israel beschuldigte, einen ewigen Krieg zu suchen
- Itamar Ben-Gvir
- Israelischer Minister für nationale Sicherheit, dessen Aussage, 'der gesamte Libanon muss brennen', internationale Verurteilung hervorrief
- Tommy Pigott
- Sprecher des US-Außenministeriums, der die neue Runde der Israel-Libanon-Gespräche bestätigte
- Rami Khouri
- Distinguished Fellow für öffentliche Politik an der Amerikanischen Universität Beirut, der einen 'Moment der Konfrontation' beschrieb
- Mohanad Hage Ali
- Senior Fellow am Carnegie Middle East Center in Beirut, der erklärte, der Libanon sei integraler Bestandteil der nationalen Sicherheit des Iran
- Orte
- Washington, Genf, Nabatäa, Washington, D.C.
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