Ihre Datenschutzeinstellungen

Wir verwenden Analyse, um Pollar zu verbessern, und mit Ihrer Einwilligung Marketing-Tools (Meta, X), um unsere Werbung zu messen. Sie können dies jederzeit in den Einstellungen ändern.

Datenschutzerklärung
Pollar
StartFragenLiveBriefOriginalsSucheKarteMärkteBenachrichtigungenFür Sie
SträngeMärkte
NewsroomPollar unterstützen
Datenschutz
Von Leserinnen und Lesern getragen

Kostenlos, und das bleibt so

Keine Werbung. Die Mitgliedschaft hält Pollar unabhängig.

ab3,49 €/Monat

Pollar unterstützen
Mitgliedschaft

Mitglieder sehen dieses Feld nicht.

  • Unterstützer3,49 €/Monat
  • Förderer7,99 €/Monat
Pollar unterstützen

Heutiger Brief

107 Leichen aus einer Mine

Trump verschärft Iran-Druck, Kiew durchsucht Beamte, Washington beruhigt Schuldenmärkte

Der Tag stand im Zeichen von Druckkampagnen: gegen Iran, gegen die Kriegsführung der Ukraine und gegen den amerikanischen Anleihemarkt. Den seltsameren Kontrast lieferten Technologie und Medizin, als OpenAI das Training seiner fortschrittlichsten Modelle verlangsamte, während Moderna und Merck einen Durchbruch in der personalisierten Krebsbehandlung meldeten.

Brief lesen

Jetzt live

Alle Live-Berichte
  • Russische Raketenangriffe auf Kiew

    Die Zahl der Todesopfer in Kiew und der Region steigt auf neun. Berichte bestätigen, dass bei den russischen Raketenangriffen ein Kinderkrankenhaus getroffen wurde.

  • VAE stoppen Handel mit Iran nach Vorwurf

    Trump kündigt eine vernichtende Wirtschaftsoperation gegen den Iran an und warnt vor Konsequenzen für jedes Land oder Unternehmen, das Teheran unterstützt.

Im Rampenlicht

Alle Stränge

Welt · Aktualisiert vor 17 m

Die USA unter Trump: zweite Amtszeit

Trump drohte explizit jedem Land, das den Iran unterstützt, mit wirtschaftlichen Konsequenzen, was die transaktionale Verknüpfung zwischen sicherheitspolitischer Ausrichtung und Handelszugang ausweitet.

StartBriefSträngeFragen
Kategorien
© RP Online
Sicherheit·6. Juli

Prozessauftakt in Wuppertal um eines der größten illegalen Waffenlager Deutschlands mit 300 Schusswaffen und 100.000 Schuss Munition

Drei Männer müssen sich vor Gericht verantworten, nachdem die Polizei in einem Remscheider Wohnhaus hinter Geheimtüren 300 Schusswaffen, Handgranaten und Panzerabwehrwaffen entdeckt hatte. Der Prozess begann am Montag mit einem Geständnis eines Angeklagten.

Die Entdeckung

Im Oktober 2025 wurden verdeckten Ermittlern illegale Waffen zum Kauf angeboten, was eine Untersuchung auslöste, die zu einem 60-jährigen Automechaniker und Büchsenmacher in Remscheid führte. Am 26. Oktober stoppten Spezialkräfte sein Auto auf der Autobahn A1 und nahmen ihn fest. In den folgenden Tagen durchsuchten 200 Beamte der örtlichen Polizei und des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen sein zweistöckiges Gebäude im Stadtzentrum.

Hinter der Fassade eines privaten Museums mit legalen, stillgelegten Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg und Militaria fanden die Ermittler versteckte Räume. Geheimtüren, verdeckte Verschlussmechanismen und falsche Wände verbargen scharfe Schusswaffen und Sprengstoff. Sogar ein hohler Türrahmen enthielt Munition.

Das Arsenal

Staatsanwalt Daniel Müller brauchte fast eine Stunde, um die Liste der beschlagnahmten Gegenstände zu verlesen. Insgesamt stellte die Polizei 300 scharfe Schusswaffen sicher: 125 Maschinengewehre, 67 Maschinenpistolen, 51 Pistolen, 32 Langwaffen (darunter Präzisionsgewehre), 11 Revolver und 13 Panzerabwehrwaffen. Außerdem fanden sie 38 Handgranaten und fast 100.000 Schuss Munition. Zu den Marken gehörten Walther, Mauser, Luger, Beretta, Browning, Sig Sauer, Ceska, Rheinmetall, Colt, Kalaschnikow, Heckler & Koch und Smith & Wesson. Einige Waffen waren unvollständig oder unbrauchbar.

In Remscheid beschlagnahmte Waffen · Stück
Maschinengewehre
125
Maschinenpistolen
67
Pistolen
51
Langwaffen
32
Revolver
11
Panzerabwehrwaffen
13
Handgranaten
38
Maschinengewehre
125 Stück
Maschinenpistolen
67 Stück
Pistolen
51 Stück
Langwaffen
32 Stück
Revolver
11 Stück
Panzerabwehrwaffen
13 Stück
Handgranaten
38 Stück

Mit den sichergestellten Handgranaten und Sprengstoffen hätte man eine große Anzahl von Menschen töten und verletzen können. Das reicht von einem Amoklauf oder Terroranschlag bis hin zur Führung kriegerischer Auseinandersetzungen.

— Wolf-Tilman Baumert

Unabhängigen Pollar unterstützen

Die Mitgliedschaften Unterstützer und Förderer halten jeden Artikel kostenlos lesbar und fügen Offline-Lesen, Audio und einen sponsorenfreien Brief hinzu.

Mitgliedschaftsstufen ansehen

Der Prozess

Am Montag begann der Prozess gegen die drei Angeklagten vor dem Landgericht Wuppertal. Der 35-jährige türkische Staatsangehörige Yunus K. gestand durch seinen Anwalt. „Mein Mandant räumt die Vorwürfe ein. Die Anklage ist insoweit zutreffend“, sagte sein Verteidiger. Der 38-jährige Mitangeklagte Ilhan A. signalisierte Aussagebereitschaft. Die Anwälte des Hauptangeklagten Konstantin I. beantragten eine nichtöffentliche Rechtsaussprache, bevor sie entscheiden, ob er sich äußern wird.

Der Vorsitzende Richter Alexander Schräder deutete nach dieser Aussprache mögliche Strafen an: sieben bis acht Jahre für den Hauptangeklagten, wenn er ein umfassendes Geständnis ablegt, und zwei bis vier Jahre für die Mitangeklagten. Der Prozess ist auf zehn Verhandlungstage bis zum 23. September angesetzt.

So etwas habe ich noch nie gesehen.

— Markus Röhrl

Der angebliche Handel

Laut Anklage beschloss Konstantin I. zu einem unbekannten Zeitpunkt, Waffen aus seiner umfangreichen Sammlung zu verkaufen. Er wandte sich an Ilhan A., mit dem er offenbar ein enges Verhältnis hatte; die beiden umarmten sich am Montag im Gerichtssaal. Ilhan A., teilweise unterstützt von Yunus K., soll Käufer für sechs schussbereite Maschinenpistolen, einen Revolver und Munition gefunden haben. Zwei Maschinenpistolen gingen an einen Mann in Hamm, der nun separat ermittelt wird. Der Rest wurde an verdeckte Polizeibeamte verkauft, was letztlich die Quelle aufdeckte.

Ein Kiosk im Zentrum Remscheids diente als Treffpunkt für die Geschäfte. Dessen Inhaber wurde bereits wegen bewaffneten Kokainhandels zu sieben Jahren und neun Monaten verurteilt. Ein Zeuge in Polen bestätigte ebenfalls den umfangreichen Handel mit Kriegswaffen, so Staatsanwalt Wolf-Tilman Baumert.

Zeitstrahl der Ermittlungen

Schlüsselereignisse im Remscheider Waffenfall
  1. 26. Okt. 2025Hauptverdächtiger auf der A1 festgenommen; mehrtägige Durchsuchung seines Anwesens beginnt.
  2. Ende Oktober 2025Versteckte Räume hinter Geheimtüren entdeckt; 300 Schusswaffen und Sprengstoff beschlagnahmt.
  3. 6. Juli 2026Prozessauftakt am Landgericht Wuppertal; 35-jähriger Angeklagter gesteht.
  4. 23. Sept. 2026Geplanter Abschluss des Prozesses nach zehn Verhandlungstagen.

Der Hauptangeklagte gab gegenüber den Ermittlern an, dass die meisten Waffen Teil seiner Privatsammlung und nicht zum Verkauf bestimmt gewesen seien. Er räumte nur den Verkauf einiger weniger Einzelstücke ein. In seiner Werkstatt befanden sich Werkzeuge, mit denen alte, demilitarisierte Waffen hätten reaktiviert werden können. Die beschlagnahmten Gegenstände werden nun an einem geheimen Ort aufbewahrt; Sammler haben bereits Interesse bekundet.

Remscheid · Wuppertal
Konstantin I.Ilhan A.Yunus K.Daniel MüllerWolf-Tilman BaumertAlexander SchräderMarkus Röhrl
Wuppertal

8 Quellen

  • Waffenhändler Konstantin I. aus Remscheid vor Gericht
    Frankfurter Allgemeine·6. Juli
  • Prozess um spektakulären Waffenfund: Eine Stunde für 300 Schusswaffen
    RP Online·6. Juli
  • Geständnis im Prozess um Remscheider Waffenarsenal
    Süddeutsche Zeitung·6. Juli
  • Drei Angeklagte: Geständnis im Prozess um Remscheider Waffenarsenal
    Der Tagesspiegel·6. Juli
  • Prozess um gefundenes Kriegswaffenarsenal in Remscheid startet
    tagesschau.de·6. Juli
  • Drei Männer aus Remscheid angeklagt: Geheimräume, SS-Uniformen, Panzerabwehrwaffen - Prozess um Waffenarsenal beginnt
    RP Online·6. Juli
  • Prozess um geheimes Waffenarsenal in Remscheid beginnt
    DIE WELT·6. Juli
  • Prozess um geheimes Waffenarsenal in Remscheid beginnt
    Süddeutsche Zeitung·6. Juli

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Gesellschaft & Wissenschaft
KI-generiert·Mehr erfahren
Entdeckungen·seit 19. Aug.·akt. vor 8 Std.
© ANSA.it

Merck und Moderna melden positive Phase-3-Ergebnisse für personalisierten mRNA-Melanomimpfstoff

Eine Zwischenanalyse von 1.137 Patienten der INTerpath-001-Studie zeigte, dass intismeran in Kombination mit Keytruda Rückfälle und Metastasen bei chirurgisch entferntem Hochrisiko-Melanom deutlich reduzierte.

Artikel lesen
Verkehr·seit 19. Aug.·akt. vor 8 Std.
© ANSA.it

Hubschrauberabsturz in Nordkenia tötet ecuadorianischen Geheimdienstchef, Telemundo-Manager und fünf weitere

Ein gecharterter Eurocopter EC130 B4 mit Safari-Touristen an Bord stürzte am 19. August 2026 in der Nähe des Mount Ololokwe im Samburu County ab. Keiner der sieben Insassen überlebte.

Artikel lesen
Entdeckungen·vor 1 Std.
© Le Soir

NASA und Katalyst brechen 30-Millionen-Dollar-Rettungsmission für Swift-Weltraumteleskop ab

Die NASA und Katalyst Space haben eine 30 Millionen Dollar teure Mission zur Anhebung der Umlaufbahn des Swift-Weltraumteleskops aufgegeben, nachdem das Rettungsfahrzeug Antriebs- und Lageregelungsausfälle erlitten hatte.

Artikel lesen