- März 2026Volkswagen und Cupra rufen weltweit mehr als 90.000 von Batterieproblemen betroffene Fahrzeuge zurück, 28.000 davon in Deutschland
- September 2026Volkswagen ruft weltweit gut fünf Millionen Fahrzeuge wegen einer korrodierten Schraube in der Lenkung zurück
- Woche vom 12. Oktober 2026Berichte tauchen auf, dass Volkswagen nach internen Qualitätsprüfungen einen Batterierückruf vorbereitet
- 20.10.KBA-Daten zeigen weltweit fast 72.700 betroffene Elektrofahrzeuge im Batterierückruf
Umfang des Rückrufs
Volkswagen ruft weltweit fast 72.700 Elektrofahrzeuge zurück, weil einige Hochvoltbatteriezellen die Qualitätsanforderungen des Konzerns nicht erfüllen. Die Zahl stammt aus Daten, die das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag, 20. Oktober 2026, veröffentlichte. In Deutschland umfassen die drei Rückrufe zusammen rund 10.000 Fahrzeuge. Betroffen sind vor allem die Modelle ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz sowie der Cupra Born, der von der spanischen Volkswagen-Tochter Cupra gebaut wird.
Le Soir nannte eine weltweite Gesamtzahl von knapp 72.200 und lag damit etwas unter den 72.700, die die meisten anderen Medien anführten. Der Standard bezifferte den österreichischen Anteil auf rund 850 Fahrzeuge. Die Bauzeiträume unterscheiden sich je nach Modell: Die Fahrzeuge der ID.-Familie wurden zwischen 2022 und 2025 gebaut, der Cupra Born stammt aus den Jahren 2022 bis 2024.
Ursache und Risiko
Volkswagen teilte mit, bei internen Qualitätsprüfungen habe sich gezeigt, dass einige Hochvoltbatteriezellen in bestimmten Fahrzeugen die Qualitätsanforderungen nicht erfüllten. Das Unternehmen macht einen Fertigungsfehler bei seinen Zulieferern verantwortlich, der Batterien aus einem begrenzten Produktionszeitraum betrifft. Ein solcher Fehler kann in seltenen Fällen die thermische Belastung der Batterie erhöhen, im Extremfall könnte ein Feuer ausbrechen. Der Konzern formulierte es so:
„In seltenen Fällen kann dies zu einer erhöhten thermischen Belastung dieser Batterien führen; im Extremfall könnte ein Feuer ausbrechen.“
Dem KBA zufolge waren zunächst keine Vorfälle mit Sachschäden oder Verletzten bekannt. Berichte über einen geplanten Batterierückruf waren bereits in der Woche des 12. Oktober aufgetaucht, noch vor den offiziellen Zahlen.
Übergangslösung für die Halter
Bis eine Werkstatt die Batterien überprüft, werden die Halter gebeten, betroffene Fahrzeuge höchstens auf 80 Prozent zu laden und Warnaufkleber anzubringen. Wo es die Technik zulässt, begrenzt das Fahrzeugsystem die verfügbare Ladekapazität von selbst; diese Grenze wird erst aufgehoben, wenn eine Batterie als sicher eingestuft ist. Betroffene Halter werden per Brief informiert, der das Verfahren und die Ansprechpartner nennen soll. Wer nicht auf den Brief warten möchte, kann in der Rückrufdatenbank des KBA prüfen, ob sein Fahrzeug betroffen ist. Ein Sprecher von Volkswagen hatte zuvor erklärt, die betroffenen Batteriemodule müssten nicht zwingend ausgetauscht werden, ein Software-Update könne ausreichen.
Weitere Rückrufe in diesem Jahr
Das Batterieproblem ist für den Konzern nicht der erste Rückruf des Jahres 2026. Im März riefen Volkswagen und Cupra weltweit mehr als 90.000 Fahrzeuge wegen Batterieproblemen zurück, 28.000 davon in Deutschland. Ende September beorderte Volkswagen weltweit gut fünf Millionen Fahrzeuge wegen einer korrodierten Schraube im Lenksystem zurück, die in Einzelfällen die Befestigung der Lenkung und damit ihre Funktion beeinträchtigen kann. In Deutschland umfasst dieser Lenkungsrückruf knapp 1,4 Millionen Fahrzeuge von Volkswagen, Audi, Seat und Skoda.
- Batterierückruf März 2026 (mehr als 90.000)
- 90000 Fahrzeuge
- Lenkungsrückruf Ende September 2026 (gut 5 Millionen)
- 5000000 Fahrzeuge
- Batterierückruf Oktober 2026 (fast 72.700)
- 72700 Fahrzeuge
Daten aus dem Artikeltext