
Volkswagen präsentiert ID. Tiguan: Elektro-SUV ersetzt ID.4 und ID.5, Bestellungen ab Mitte Oktober
Volkswagen hat den ID. Tiguan vorgestellt, ein in Emden gebautes Elektro-SUV, das den ID.4 und den ID.5 ersetzt. Die Bestellungen starten Mitte Oktober 2026 zu Listenpreisen ab etwa 45.000 Euro, die Auslieferungen werden im ersten Quartal 2027 erwartet.
Ein vertrauter Name auf einem neuen Elektro-SUV
Volkswagen hat den ID. Tiguan vorgestellt, ein Elektro-SUV, das die Rollen des ID.4 und des ID.5 in der Modellpalette übernimmt. Das Modell führt eine Namensstrategie fort, die bereits beim ID. Polo angewandt wurde, der zuvor ID.2 hieß. Quellen beschreiben es als 4,62 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,62 Meter hoch, mit einem Radstand von 2,77 Metern. Die Proportionen liegen näher an einem klassischen SUV als beim ID.4, und die Karosserie verzichtet auf die rundere Linienführung des Vorgängers zugunsten flacherer Flächen. Der Tiguan mit Benzin-, Diesel- und Hybridantrieb läuft parallel weiter, während die Elektroversion in Emden gebaut wird.
Innenraum und Bedienung
Volkswagen hat nach der Kritik an der stark touchbasierten Bedienung im ID.4 wieder physische Bedienelemente eingeführt. Das Lenkrad trägt wieder Drucktasten, die Klimasteuerung hat eine Reihe mechanischer Tasten, die Fahrertür verfügt über Fensterheberschalter, und auf der Mittelkonsole sitzt ein Lautstärkeregler. Das digitale Kombiinstrument misst 10 Zoll, das Zentraldisplay 15 Zoll, und ein optionaler 12-Zoll-Beifahrerbildschirm kann Inhalte vor dem Fahrer verbergen und Ton über Bluetooth-Kopfhörer abspielen. N-tv und gelderlander.nl beschreiben ihn übereinstimmend als den ersten europäischen Volkswagen mit Beifahrerdisplay. Eine Grafik erinnert an den Golf IV und verwandelt den Drehzahlmesser in eine Anzeige des Energieflusses. Das vordere Staufach fasst 32 Liter, und der Kofferraum wuchs um einen Liter auf 534 Liter.
Antrieb und Laden
Die Einstiegsversion kombiniert laut Blick und Focus einen 190 PS (140 kW) starken Motor mit einer 61-kWh-LFP-Batterie, während Il Fatto Quotidiano für dieselbe Version 58 kWh netto angibt. Die maximale Ladeleistung von 105 kW wird als bescheiden beschrieben. Die Versionen mit Heck- und Allradantrieb, mit 286 PS (210 kW) und 299 PS (220 kW), nutzen eine 84-kWh-NMC-Batterie und laden an einem Schnelllader mit bis zu 165 kW. Il Fatto Quotidiano nennt für die 286-PS-Heckantriebsvariante eine 77-kWh-Batterie, sodass die Batteriegrößen in den Berichten widersprüchlich bleiben. Blick zufolge benötigen alle Varianten rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Die Reichweite wird je nach Batterie und Leistung mit 450 bis 600 km angegeben, und die Topversion erreicht 100 km/h in etwa 7,0 Sekunden und ist auf 180 km/h begrenzt.
- Einstieg, 61 kWh LFP
- 190 PS
- Heckantrieb, 84 kWh NMC
- 286 PS
- Allradantrieb, 84 kWh NMC
- 299 PS
Preise und Zeitplan
Volkswagen plant, die Bestellungen Mitte Oktober 2026 zu öffnen, mit Listenpreisen ab etwa 45.000 Euro. Die Auslieferung an die Händler ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Il Sole 24 ORE berichtet, dass die öffentliche Premiere auf der kommenden Messe in Paris erfolgen soll, ohne ein Datum zu nennen. Die Reihenfolge der angekündigten Meilensteine ist unten dargestellt.
- Öffentliche Premiere, Datum nicht genannt
- Bestellstart, Listenpreise ab etwa 45.000 Euro
- Erwartete Ankunft bei den Händlern
Fahreindrücke und Kritik
Blick beschreibt eine kurze erste Testfahrt in einem getarnten Prototyp und nennt kräftige Beschleunigung, direkte Lenkung, straffe Abstimmung und niedrige Geräuschpegel, wobei sich das Auto weitgehend wie der ID.4 fahre. Dasselbe Medium räumt Kritik am Leistungsabstand zu internationalen Elektrokonkurrenten ein, argumentiert aber, dass Käufer möglicherweise anders überzeugt werden könnten. Laut Blick soll eine GTI-Version mit mindestens 340 PS (250 kW) den ID.5 GTX ersetzen, und eine R-Version mit über 400 PS wird erwogen. N-tv berichtet, dass der adaptive Tempomat nun Ampeln erkennt. Volkswagen gibt an, dass seit 2007 mehr als 8,3 Millionen Einheiten des Tiguan verkauft wurden, womit er das weltweit meistverkaufte Modell der Marke ist.


