Klima · Guatemala-Stadt und Antigua

Guatemalas Vulkan Fuego bricht aus, roter Alarm ausgelöst, 1.400 Menschen evakuiert

Der Volcán de Fuego, 40 km südwestlich von Guatemala-Stadt, begann am Montagmorgen auszubrechen und schickte eine Aschesäule 5 km hoch. Die Behörden erklärten die höchste Alarmstufe Rot für drei Bezirke und evakuierten mehr als 1.400 Menschen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, stern.de, NOS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Guatemala-Stadt, Antigua · Guatemala
Wie es dazu kam
  1. Erste EvakuierungenNacht von Montag auf Dienstag: 350 Menschen aus El Porvenir und Las Lajitas evakuiert.
  2. Roter AlarmDienstag, 4. August: Höchste Alarmstufe Rot für Sacatepéquez, Chimaltenango und Escuintla erklärt; 1.400 evakuiert.
  3. VerstärkungPyroklastische Ströme nehmen zu, Aschewolke erstreckt sich 120 km westlich und nordwestlich.

Ausbruch und Alarmverschärfung

Am Montagmorgen, dem 3. August, begann der Volcán de Fuego, 35 bis 40 Kilometer südwestlich von Guatemala-Stadt, eine neue Eruptionsphase. Der Vulkan stieß eine Säule aus Asche, Gas und Lavafragmenten aus, die 4 bis 5 Kilometer hoch aufstieg und 5.000 Meter über dem Meeresspiegel erreichte, so Conred und Insivumeh. Die Behörde erklärte zunächst die zweithöchste Alarmstufe Orange und erhöhte sie später am Dienstag auf Rot für die Departements Sacatepéquez, Chimaltenango und Escuintla. Insivumeh erklärte, der Vulkan habe seine intensivste Phase des aktuellen Ausbruchs erreicht. Der Vulkan liegt zudem nur 16 Kilometer von Antigua entfernt, einer ehemaligen Hauptstadt und beliebten Touristenattraktion.

„Der Vulkan befindet sich derzeit in seiner intensivsten Phase.“

Insivumeh

Evakuierungen und betroffene Gemeinden

Die Evakuierungen begannen in der Nacht von Montag auf Dienstag. Zunächst wurden etwa 250 Menschen aus 50 Familien in El Porvenir und Las Lajitas aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Bis Dienstagabend berichtete Conred-Chefin Claudinne Ogaldes, dass mehr als 1.400 Menschen in Notunterkünfte gebracht worden seien, darunter eine Gemeindehalle in San Juan Alotenango, etwa 10 Kilometer vom Vulkan entfernt. Bei dem Einsatz waren 23 Feuerwehrleute und 11 Fahrzeuge im Einsatz. Schulen wurden geschlossen und die Nationalstraße 14 gesperrt. Conred schätzte, dass rund 29.000 Menschen in verschiedenen Ortschaften von Aschefall betroffen waren.

Vulkanische Gefahren und Ascheausbreitung

Insivumeh beobachtete einen Lavabrunnen von 200 bis 300 Metern Höhe über dem Krater. Pyroklastische Ströme, schnell bewegte Ströme aus heißem Gas, Asche und Gestein, flossen durch die Schluchten Las Lajas, Honda, Seca, Taniluyá und Ceniza ab. Die Behörde warnte, dass diese Ströme bei einer Verstärkung des Ausbruchs größere Entfernungen erreichen könnten. Die Aschewolke breitete sich zunächst etwa 60 Kilometer nach Westen aus, später auf 120 Kilometer nach Westen und Nordwesten, was den Flugverkehr in Chimaltenango und Suchitepéquez beeinträchtigen könnte. Die Behörden rieten zu einer Sperrzone von 10 Kilometern um den Vulkan.

Touristenverstöße und Zugangssperren

Trotz eines Kletterverbots wurden Touristen auf dem nahegelegenen Vulkan Acatenango gesichtet, der einen Aussichtspunkt zur Beobachtung der Aktivität des Fuego bietet. Videos tauchten auf Social-Media-Plattformen wie TikTok auf. Die nationale Zivilpolizei sperrte später den Zugang sowohl zum Fuego als auch zum Acatenango und erklärte, die Maßnahme sei notwendig, um Leben zu schützen und riskante Situationen zu vermeiden.

Historischer Kontext und regionale Einordnung

Der 3.800 Meter hohe Fuego ist einer der aktivsten Vulkane Mittelamerikas und produziert normalerweise täglich Dutzende kleinerer Eruptionen. Er liegt am Pazifischen Feuerring, einer seismisch aktiven Zone, die den Pazifischen Ozean umgibt. Im Jahr 2018 tötete ein katastrophaler Ausbruch mindestens 215 Menschen, eine ähnliche Anzahl blieb vermisst und ein Dorf wurde ausgelöscht. Mehr als 1,7 Millionen Menschen waren betroffen. Im letzten Jahr erlebte der Vulkan zwei größere Ausbrüche.

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