Wahlen · Belgrad, Bukarest und Craiova

Vučić räumt Niederlage ein – Studentenliste liegt in vorläufiger Auszählung vorn

Aleksandar Vučić räumte am Sonntag, 25. Oktober, seine Niederlage ein, und vorläufige Auszählungen sahen die Studentenliste mit rund 471.000 Stimmen Vorsprung vor seinem Bündnis. Rumäniens Präsident erklärte, Bukarest sei bereit, mit der neuen serbischen Regierung zusammenzuarbeiten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von adevarul.ro, Stirile ProTV, G4Media.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Belgrad, Bukarest, Craiova · Serbien, Rumänien
Wie es dazu kam
  1. Um den 9./10. September 2026Viele der Facebook-Seiten, die die BBC später analysierte, werden erstellt
  2. 16.10.Die Ausgaben für die analysierten Anzeigen erreichen mindestens 29.437 Lei
  3. 25.10.Vučić erkennt seine Niederlage an, bevor die Stimmen vollständig ausgezählt sind
  4. 26.10.Die vorläufige Auszählung gibt der Studentenliste 52,52 % der gültigen Stimmen

Ein Machtwechsel nach 14 Jahren

Die Parlamentswahl in Serbien hat die 14-jährige Dominanz der Serbischen Fortschrittspartei beendet, berichtet Stirile ProTV. Aleksandar Vučić, der Gründer der Partei, räumte am Abend des Sonntags, 25. Oktober, seine Niederlage ein, bevor die Stimmen vollständig ausgezählt waren. Er sagte, die Stichprobenergebnisse zeigten, dass seine Seite verloren habe und die Studentenliste gewonnen habe.

„Wir haben noch keine endgültigen Ergebnisse, aber auf Basis einer Stichprobe ist klar, dass wir diese Wahl verloren haben. Die Studentenliste hat gewonnen.“

Aleksandar Vučić, Gründer

Vučićs eigene Schätzungen sehen die Studentenliste bei bis zu 140 der 250 Sitze im Parlament, was ihr eine absolute Mehrheit geben würde.

Vorläufige Ergebnisse

Bis Montagmorgen, 26. Oktober, lag die Studentenliste mit 52,52 % der gültigen Stimmen vorn, gegenüber 40,30 % für das von Vučić geführte Bündnis. Diese Zahlen beruhten auf 92,58 % der ausgezählten Wahllokale. Der Abstand zwischen den beiden Listen betrug rund 471.000 Stimmen. Die Liste von Ivica Dačić lag mit 2,26 % auf dem dritten Platz. Es handelt sich um vorläufige Zahlen, das endgültige Ergebnis lag in den Artikeln noch nicht vor.

Vorläufiger Stimmenanteil bei 92,58 % ausgezählter Wahllokale%
Studentenliste
52.52 %
Bündnis unter Führung von Vučić
40.3 %
Liste von Ivica Dačić
2.26 %

Daten aus dem Artikeltext

Feiern und Überraschung in Belgrad

Zehntausende Menschen füllten nach dem Eingeständnis die Straßen Belgrads, und diesmal feierten sie, statt zu protestieren, berichtet ProTV. Der Guardian, zitiert von G4Media, meldete, dass einige der Anwesenden noch immer überrascht vom Ausgang waren. Rumäniens Präsident Nicușor Dan veröffentlichte auf X Glückwünsche an das serbische Volk, lobte die Wahlbeteiligung als höchste seit Jahrzehnten und gratulierte der Studentenliste zum Sieg.

„Rumänien ist bereit, mit der neuen Regierung für Serbiens europäischen Weg und eine stabile und wohlhabende Nachbarschaft zusammenzuarbeiten.“

Nicușor Dan, Präsident Rumäniens

Dan sagte zudem, die beiden Länder, verbunden durch eine langjährige Freundschaft entlang der Donau, könnten eine noch stärkere Partnerschaft aufbauen.

Bezahlte Facebook-Anzeigen und eine rumänische Verbindung

Eine BBC-Recherche ergab, dass 56 Facebook-Seiten zwischen Mitte September und Mitte Oktober 2026 mindestens 91 Anzeigen auf Meta-Plattformen schalteten. Die Anzeigen legten nicht offen, wer sie bezahlt hatte, obwohl die Meta-Regeln dies für politische Werbung verlangen. Viele der Seiten wurden um den 9./10. September herum erstellt, als der Wahlkampf angekündigt wurde, und nutzten harmlose Namen wie Seiten über Gesprächsthemen in der Kaffeepause. Die Ausgaben für die analysierten Anzeigen erreichten bis zum 16. Oktober mindestens 29.437 Lei, und die Zahlungen erfolgten in rumänischer Währung.

Die BBC identifizierte mehr als 800 Kurzvideos von diesen Seiten, einige mit Millionen Aufrufen, obwohl die Konten nur Dutzende oder etwa hundert Follower hatten. Viele richteten sich mit Anschuldigungen, für die keine Belege vorgelegt wurden, gegen Anführer der Studentenbewegung und Oppositionskandidaten. Sam Jeffers von der Transparenzgruppe Who Targets Me sagte, bezahlte Werbung könne die Reichweite einer Botschaft stark vergrößern und es ermöglichen, sie auf bestimmte Personengruppen auszurichten.

Die BBC führte drei Anzeigen auf Bmobile SRL zurück, ein Unternehmen mit Sitz im Kreis Dolj, das Andrei Bușe gehört und sowohl als Zahler als auch als Werbetreibender auftrat. Meta entfernte diese Anzeigen, weil sie nicht als politische Inhalte deklariert worden waren. Die Analyse von G4Media auf Basis von Meta-Daten ergab, dass 56 von 165 Seiten, die in den letzten 30 Tagen in Serbien politische Anzeigen schalteten, keinem Urheber zuzuordnen waren und dass fast 169.000 Euro für deren Bewerbung gezahlt wurden.

Dementis und ein Kreistagsabgeordneter

Victor Ponta, ehemaliger Ministerpräsident und Präsidentschaftskandidat, bestritt jede Verbindung zur Kampagne und sagte gegenüber G4Media: „Ich weiß nichts über dieses Thema.“ G4Media berichtete, Bmobile habe auch für Pontas Wahlkampf 2025 nicht zugeordnete politische Anzeigen im Wert von mehr als 600.000 Lei geschaltet. Ponta war Ehrenberater Vučićs und erhielt 2018 die serbische Staatsbürgerschaft, die er nach eigenen Angaben im März 2025 aufgeben wollte.

Cozmin Dinu, AUR-Kreistagsabgeordneter in Buzău, wurde laut Ziare.com in den Propagandavideos identifiziert. Dinu, früher Bildredakteur bei dem Unternehmen, dem das Netzwerk der 60M-Websites gehört, bestritt, den Videos zugestimmt zu haben.

„Ich bin von Beruf Schauspieler. Irgendwann habe ich mehrere Videos gedreht. Vielleicht sind die Aufnahmen so nach Serbien gelangt.“

Cozmin Dinu, AUR-Kreistagsabgeordneter in Buzău

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