BerichtParlamentswahl in Serbien

Wahlen · Belgrad, Novi Sad und Brüssel

Serbiens Studentenliste gewinnt Mehrheit, Vučić räumt Wahlniederlage ein

Die Studentenliste kam bei fast 99 Prozent ausgezählten Stimmen auf 52,7 Prozent, und Aleksandar Vučić räumte am späten Sonntag, dem 25. Oktober, seine Niederlage ein. Das Ergebnis beendet zwei Jahre Proteste gegen die Regierung und seine Dominanz der serbischen Politik seit 2014.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von H Kαθημερινή, ΣΚΑΪ, NEWS 24/7 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Belgrad, Novi Sad, Brüssel · Serbien, Belgien

Das Ergebnis

Die Studentenliste, eine aus Studentenprotesten entstandene Bewegung, hat die am Sonntag, 25. Oktober 2026, abgehaltene Parlamentswahl in Serbien gewonnen. Bei fast 99 Prozent ausgezählten Stimmen gab die Staatliche Wahlkommission der Liste 52,7 Prozent, vor 39,2 Prozent für die Koalition unter Führung der Serbischen Fortschrittspartei (SNS) von Aleksandar Vučić. Vučić räumte am späten Sonntagabend seine Niederlage ein, und Menschenmengen füllten die Straßen von Belgrad und anderen Städten. Das Ergebnis beendet zwei Jahre friedlicher Proteste gegen die Regierung, deren zentrale Forderung war, dass Vučić die Macht abgibt. Seit 2014 dominiert er die serbische Politik als Ministerpräsident oder Präsident.

Stimmenanteile bei Serbiens Parlamentswahl%
Studentenliste
52.7 %
SNS-Koalition
39.2 %

Daten aus dem Artikeltext

Sitze und der Weg zur Regierung

Das Parlament hat 250 Sitze. Berichte auf Grundlage der Auszählung geben der Studentenliste 139 davon und der SNS-Koalition 97, die übrigen Sitze gehen an Parteien, die nationale Minderheiten vertreten. Vorläufige Zahlen sehen die Studentenliste bei 135 bis 140 Sitzen, eine Stichprobe des Meinungsforschungsinstituts CESID-IPSPS prognostizierte 138. Eine separate vorläufige Auszählung, die Euronews zitierte, gab der SNS 32,3 Prozent – deutlich weniger als die 39,2 Prozent, die die Wahlkommission meldet. Die Regierungsbildung beginnt erst, nachdem die Staatliche Wahlkommission das endgültige Ergebnis verkündet und das Parlament zusammengetreten ist; die Verfassung erlaubt von diesem Zeitpunkt an bis zu 90 Tage für die Bildung einer Regierung.

Gewonnene Sitze im 250-Sitze-Parlament SerbiensSitze
Studentenliste
139 Sitze
SNS-Koalition
97 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Führung und die Bewegung

Die Bewegung hat keine einzelne Anführerin und keinen einzelnen Anführer – eine Strategie aus der Zeit der Proteste, um sich gegen Verleumdungskampagnen der Regierung zu wappnen. Zu ihren Kandidaten zählen Hochschulprofessoren, Schauspieler und Landwirte. Wer Ministerpräsident wird, ist noch unklar, doch NewsIT bezeichnet Dejan Soskić, Professor an der Wirtschaftsfakultät und ehemaliger Gouverneur der Nationalbank Serbiens, als Favoriten. Das Programm der Bewegung zielt auf Korruptionsbekämpfung und bessere Bildung, doch die Berichterstattung sagt nicht, wie diese Ziele in der Regierung umgesetzt werden sollen.

Proteste und Korruptionsvorwürfe

Die Bewegung entstand, nachdem im November 2024 in Novi Sad ein Vordach am frisch sanierten Bahnhof eingestürzt war und 16 Menschen tötete, was Fragen nach der Verantwortung der Regierung und nach Korruption aufwarf. Vučićs Kritiker werfen ihm seit Jahren Korruption, Günstlingswirtschaft bei öffentlichen Ausschreibungen und eine nahezu vollständige Kontrolle der Medien vor. Im Wahlkampf und sogar am Wahltag kursierten Gerüchte, Stimmen würden gekauft und Beschäftigte im öffentlichen Dienst unter Druck gesetzt, die regierende SNS zu unterstützen. Die Berichterstattung gibt diese Behauptungen als Gerüchte wieder, nicht als gesicherte Tatsachen.

Reaktion in Brüssel

Der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gratulierten der Studentenliste in einer gemeinsamen Erklärung und erklärten, sie seien bereit, Reformen bei Rechtsstaatlichkeit, Medienfreiheit und Korruptionsbekämpfung zu unterstützen. Erweiterungskommissarin Marta Kos sagte, die EU-Tür stehe offen, merkte aber an, dass ein Machtwechsel die Beitrittsgespräche nicht automatisch beschleunige. Die neue Führung muss ihre Haltung zu Russland, zur Angleichung an die EU-Außenpolitik und zur Normalisierung der Beziehungen zum Kosovo klären – Fragen, bei denen die Studentenbewegung feste Festlegungen vermieden hat. Die Deutsche Welle berichtete, Vučić habe enge Beziehungen zu Moskau gepflegt und eine Angleichung an europäische Sanktionen vermieden. Jelena Vasiljević, leitende Forscherin an der Universität Belgrad, sagte Euronews, die Ablösung Vučićs sei die Voraussetzung für Serbiens europäische Zukunft.

Brasilien in derselben Berichterstattung

Über Brasiliens Präsidentschaftswahl wurde zusammen mit der serbischen Abstimmung berichtet. Lula da Silva wurde mit 51,79 Prozent wiedergewählt, gegen 48,21 Prozent für Flávio Bolsonaro – laut Naftemporiki ein Vorsprung von mehr als vier Millionen Stimmen. Die Deutsche Welle berichtete, Bolsonaro bestreite das Ergebnis, während das Oberste Wahlgericht bestätigte, dass der Sieg mathematisch gesichert war, sobald 98,87 Prozent der Wahllokale ausgezählt waren. Ursula von der Leyen rief Lula an, um zu gratulieren, und bezeichnete die EU und Brasilien als starke Partner.

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