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Einzelsport·vor 3 Std.

Vingegaard sichert sich Giro-d'Italia-Sieg und Radsport-Triple Crown, während Milan in Rom zum Etappensieg sprintet

Jonas Vingegaard sicherte sich in Rom seinen ersten Giro-d'Italia-Titel und wurde erst der achte Fahrer der Geschichte, der alle drei Grand Tours gewann, während Jonathan Milan mit einem Sprint-Sieg auf der Schlussetappe die italienische Ehre rettete.

Die 109. Auflage des Giro d'Italia endete in Rom mit einer Krönung und einem Trostpflaster. Jonas Vingegaard von Visma-Lease a Bike wurde offiziell zum Champion gekrönt und krönte damit eine dominante dreiwöchige Kampagne, in der er fünf Etappen gewann und mit einem Vorsprung von über fünf Minuten ins Ziel kam. Der Sieg katapultiert den 29-jährigen Dänen in einen exklusiven Club von Radsportlern, die den Giro d'Italia, die Tour de France und die Vuelta a España gewonnen haben.

Vingegaards historische Dominanz

Vingegaards Weg zum Maglia Rosa war geprägt von unerbittlicher Kontrolle und Überlegenheit in den Bergen. Auf der vorletzten Etappe in Piancavallo sicherte er sich faktisch die Gesamtwertung und ging mit einem uneinholbaren Vorsprung in den letzten Tag in Rom. Sein endgültiger Vorsprung auf den Zweitplatzierten Felix Gall betrug 5 Minuten und 22 Sekunden, Jai Hindley komplettierte das Podium mit 6 Minuten und 25 Sekunden Rückstand.

Fünf Etappen hier gewonnen zu haben und mit einem so soliden Vorsprung in den letzten Tag zu gehen, ist etwas ganz, ganz Besonderes für mich. Die Jungs waren fantastisch, und ich hatte auch einen hervorragenden Tag.

Mit dem Sieg bei der Corsa Rosa gesellt sich Vingegaard zu Jacques Anquetil, Felice Gimondi, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Alberto Contador, Vincenzo Nibali und Chris Froome als einzige Fahrer, die das Triple Crown erreicht haben. Bemerkenswerterweise gelang ihm dieses Kunststück vor seinem Rivalen Tadej Pogačar, der noch keinen Vuelta-Sieg vorweisen kann.

Italienische Erlösung in Rom

Während die Gesamtwertung für die Heimatnation wenig Grund zur Freude bot – Davide Piganzoli war mit Platz acht der bestplatzierte Italiener –, sorgte die Schlussetappe für einen dramatischen Aufschwung. Jonathan Milan, der einen frustrierenden Lauf ohne Etappensieg hinter sich hatte, entfesselte am Circo Massimo einen kraftvollen Sprint und siegte vor seinem Landsmann Giovanni Lonardi.

Endlich, bei der letzten Gelegenheit, setzte Jonathan Milan seine Unterschrift unter den Giro d'Italia.

La Repubblica.it

Der italienische Doppelsieg, kombiniert mit Giulio Ciccones bereits zuvor bestätigtem Gewinn des Bergtrikots, verwandelte das Finale in eine Feier für die heimischen Fans. Milans Sieg war der vierte italienische Etappenerfolg des Rennens, nach Erfolgen von Davide Ballerini, Filippo Ganna und Alberto Bettiol.

Weitere Wertungen und Abschiede

Das Schlusspodium in Rom spiegelte Vingegaards Überlegenheit wider, mit Thymen Arensman, Derek Gee, Afonso Eulalio und Michael Storer auf den nächsten Plätzen. Eulalio krönte eine beeindruckende Rundfahrt mit dem Gewinn des Weißen Trikots des besten Nachwuchsfahrers und dem sechsten Gesamtrang. Paul Magnier sicherte sich das Cyclamen-Trikot der Punktewertung. Die Etappe markierte auch einen emotionalen Abschied für Damiano Caruso, der im Alter von 38 Jahren bei seinem letzten Giro den neunten Gesamtrang belegte.

Ausblick auf die Tour

Vingegaards überragende Leistung in Italien gibt die Richtung vor für das erwartete Duell mit Pogačar bei der Tour de France. Nachdem er mit den Folgen eines schweren Sturzes bei der Baskenland-Rundfahrt 2024 zu kämpfen hatte, zeigte dieser Giro eine Rückkehr zu seiner Bestform und bereitet den Boden für einen mit Spannung erwarteten Kampf um das Gelbe Trikot.

Schlüsselmomente des Giro d'Italia 2026
  1. Der Giro d'Italia beginnt in Bulgarien.
  2. Vingegaard gewinnt die 20. Etappe in Piancavallo und sichert sich den Gesamtsieg.
  3. Jonathan Milan gewinnt den Schlusssprint in Rom; Vingegaard wird offiziell zum Champion gekrönt.
Rom

5 Quellen

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