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Radsport·30. Mai

Vingegaard stürmt zum Sieg in Piancavallo und sichert sich Giro-d'Italia-Triumph sowie historischen Grand-Tour-Triple

Jonas Vingegaard lieferte auf der finalen Bergetappe nach Piancavallo eine Meisterleistung ab, gewann seine fünfte Etappe des Giro d'Italia 2026 und baute seinen Gesamtvorsprung auf über fünf Minuten vor dem prozessionsartigen Finale am Sonntag in Rom aus.

Eine dominante Vorstellung in den Dolomiten

Jonas Vingegaard hat sich am Samstag den mathematisch sicheren Gesamtsieg beim 109. Giro d'Italia geholt, indem er auf der brutalen Auffahrt nach Piancavallo als Solist einen überlegenen Sieg errang. Der 29-jährige Däne griff etwas mehr als zehn Kilometer vor dem Ziel auf der 200 Kilometer langen Strecke von Gemona del Friuli an, holte die Ausreißer des Tages schnell ein und ließ seine Rivalen in der Gesamtwertung hinter sich. Es war sein fünfter Etappensieg bei der diesjährigen Corsa Rosa, der die Dominanz unterstreicht, die seinen ersten Giro-Auftritt geprägt hat.

Ich gewinne gerne, ich will so viele Rennen wie möglich gewinnen, und wir haben uns heute wieder dafür entschieden. Heute sollte alles entschieden werden, also sind wir voll auf die Etappe gegangen, und die Jungs waren wieder unglaublich.

— Jonas Vingegaard

Das endgültige Podium nimmt Gestalt an

Der Österreicher Felix Gall wurde Zweiter auf der Etappe, 1 Minute und 15 Sekunden hinter Vingegaard, nach einem späten Sprint mit Jai Hindley. Das Ergebnis spiegelt die Gesamtwertung vor dem Finale in Rom wider: Vingegaard führt vor Gall mit 5 Minuten und 22 Sekunden, der Giro-Champion von 2022, Hindley, liegt mit 6 Minuten und 25 Sekunden auf Rang drei. Der Lokalmatador Giulio Ciccone sicherte sich das blaue Bergtrikot, während Afonso Eulalio das weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers mit nach Hause nehmen wird.

Es ist jedes Mal ein bisschen die gleiche Geschichte. Irgendwann dachte ich, ich hätte eine Chance, dann habe ich mich wieder zurückgesetzt. Aber wir können stolz auf das sein, was wir in den letzten drei Wochen geleistet haben.

— Felix Gall

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Einem elitären Club beitreten

Bar eines Desasters auf der weitgehend zeremoniellen Schlussetappe durch Rom wird Vingegaard erst der achte männliche Fahrer der Geschichte sein, der alle drei Grand Tours gewonnen hat. Er reiht sich damit in eine legendäre Liste ein, zu der Bernard Hinault, Eddy Merckx, Jacques Anquetil, Felice Gimondi, Alberto Contador, Vincenzo Nibali und Chris Froome gehören. Der zweimalige Tour-de-France-Sieger (2022, 2023) und amtierende Spanien-Rundfahrt-Champion ist der einzige aktive Fahrer in dieser exklusiven Gruppe.

Blick auf das Tour-de-France-Double

Vingegaards Giro-Triumph bereitet den Boden für einen ambitionierten Versuch des Giro-Tour-Doubles. Der Däne gilt als der wichtigste Rivale von Tadej Pogacar bei der Tour de France, die in gut einem Monat in Barcelona beginnt. Seine Leistung in Piancavallo, wo Marco Pantani 1998 siegte, bevor er sein eigenes historisches Double vollendete, verleiht dem Erfolg eine symbolische Ebene. Vingegaard gab zu, dass er auf dem letzten Kilometer bewusst das Tempo drosselte, um die Atmosphäre aufzusaugen.

Ich wollte den letzten Kilometer genießen. Ich wollte alles aufsaugen, fühlen, die Wärme der Menschen zu meiner eigenen machen. Ich bin auf dem letzten Kilometer ein bisschen langsamer gefahren, ich habe diesen Moment genossen, mit all den feiernden Menschen.

— Jonas Vingegaard

Eine Teamleistung wird belohnt

Vingegaard zollte seinen Teamkollegen von Visma-Lease a Bike schnell Anerkennung, die das Peloton den Großteil der Etappe kontrollierten, bevor sie ihren Kapitän am Schlussanstieg losschickten. Er stellte fest, dass der Angriff früher als geplant kam, weil der wichtige Helfer Sepp Kuss nach einer enormen Anstrengung am Vortag nicht in Bestform war. Der Sieg ist Vingegaards vierter Grand-Tour-Titel und festigt seinen Status als den herausragendsten Etappenfahrer seiner Generation.

Vingegaards Weg zum Giro-d'Italia-Ruhm
  1. 9. Mai 2026Der Giro d'Italia startet in Bulgarien; Vingegaard geht als Topfavorit ins Rennen.
  2. 17. Mai 2026Vingegaard übernimmt in der zweiten Woche die Kontrolle über die Gesamtwertung.
  3. 29. Mai 2026Teamkollege Sepp Kuss gewinnt die Königsetappe; Vingegaard baut seinen Vorsprung auf über 4 Minuten aus.
  4. 30. Mai 2026Vingegaard gewinnt die 20. Etappe in Piancavallo, sein Vorsprung wächst auf 5:22 vor Gall.
  5. 31. Mai 2026Schlussetappe in Rom; Vingegaard steht als Giro-Sieger fest.
Piancavallo · Rom
Jonas VingegaardFelix GallJai HindleyGiulio CicconeAfonso EulalioTadej PogacarMarco PantaniSepp Kuss
Afonso EulálioFelix GallGiulio CicconeJai HindleyJonas VingegaardMadonnaMarco PantaniPiancavallo

8 Quellen

  • Vingegaard storms to Piancavallo win to all but seal Giro d'Italia title
    AP NEWS·30. Mai
  • Giro: Piancavallo incorona Vingegaard, sua la corsa rosa - Ciclismo
    ANSA.it·30. Mai
  • Tour d'Italie: Vingegaard rose bonbon
    France 24·30. Mai
  • Vingegaard on verge of Giro d'Italia glory after powering to penultimate stage
    The Guardian·30. Mai
  • Vingegaard on verge of Giro glory after powering to penultimate stage
    France 24·30. Mai
  • Giro d'Italia: Jonas Vingegaard on verge of victory after winning stage 20
    BBC·30. Mai
  • Vingegaard si gode la vittoria del Giro d'Italia: "Ho rallentato. Volevo godermi l'ultimo chilometro
    Fanpage·30. Mai
  • Vingegaard deja sentenciado el Giro con su victoria en penúltima etapa
    France 24·30. Mai

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