Hubschrauberabsturz bei Rio fordert vier Tote, darunter drei kolumbianische Familienmitglieder auf Geburtstagsreise
Ein Hubschrauber fing am Samstag im Nationalpark Tijuca bei Rio de Janeiro Feuer und stürzte ab, wobei vier Menschen ums Leben kamen, darunter drei kolumbianische Frauen aus einer Familie. Das 15-jährige Geburtstagskind überlebte, weil das Fluggerät nur drei Passagiere befördern konnte.
Absturz im Nationalpark Tijuca
Ein Hubschrauber fing am Samstag in einem abgelegenen, dicht bewaldeten Berggebiet des Nationalparks Tijuca bei Rio de Janeiro Feuer und stürzte ab, wobei alle vier Insassen ums Leben kamen. Brasilianische Feuerwehrleute berichteten, dass das Fluggerät aus noch unbekannten Gründen Feuer fing und dann in das zerklüftete Gelände stürzte. Das Fluggerät fiel in eine schwer zugängliche, bergige Region mit dichter Vegetation, so die brasilianischen Behörden. Der Nationalpark Tijuca ist einer der größten städtischen Regenwälder der Welt, und die Absturzstelle liegt nahe der Vista Chinesa, einer Nachbildung einer chinesischen Pagode auf einem Hügel, die zu den beliebtesten Touristenaussichtspunkten Rio de Janeiros zählt. Von dort aus bewundern Besucher Panoramen der Stadt, der Guanabara-Bucht und der Christus-Erlöser-Statue.
Der Ort ist zwar bei Touristen beliebt, für Rettungskräfte jedoch aufgrund der dichten Vegetation und des bergigen Geländes äußerst schwer zu erreichen. Rettungsteams trafen umgehend am Unfallort ein und begannen sofort mit den Arbeiten, doch für die Insassen gab es keine Hilfe. Alle vier Personen kamen an der Absturzstelle ums Leben. Laut lokalen Medien unter Berufung auf Rettungskräfte verbrannten die Opfer in den Flammen des Wracks.
Drei kolumbianische Frauen und ein Pilot
Das kolumbianische Konsulat bestätigte, dass drei der Opfer Frauen aus einer kolumbianischen Familie waren, die Brasilien als Touristinnen besuchten. Sie waren nach Rio de Janeiro gereist, um den 15. Geburtstag der Tochter einer Passagierin zu feiern, und der Hubschrauberrundflug war Teil des Geburtstagsausflugs. Das Konsulat identifizierte die drei weiblichen Opfer als die Großmutter, die Tante und die Cousine des Geburtstagskindes. Die vierte getötete Person war der Pilot des Hubschraubers.
Das 15-jährige Mädchen überlebte durch Zufall. Der Hubschrauber konnte jeweils nur drei Passagiere befördern, daher blieb sie mit ihrem Vater zurück und wartete auf den nächsten Flug. Das Mädchen und ihr Vater befanden sich noch am Abflugort, als der Hubschrauber in den bewaldeten Bergen in der Nähe abstürzte. Dieser Zufall bewahrte sie vor dem Absturz, bei dem drei ihrer engsten Verwandten ums Leben kamen. Die Reise der Familie, die als fröhliche Feier eines bedeutenden Geburtstags gedacht war, endete in einer Tragödie, die schnell die Aufmerksamkeit brasilianischer und internationaler Medien auf sich zog.
Ermittlungen und Sicherheitsbedenken
Ermittler arbeiten nun daran, die genaue Absturzursache zu ermitteln, und analysieren sowohl den technischen Zustand des Fluggeräts als auch die Wetterbedingungen zum Zeitpunkt des Fluges. Die Untersuchung wird von den örtlichen brasilianischen Behörden gemeinsam mit dem kolumbianischen Konsulat durchgeführt. Brasilianische Beamte haben zur Vorsicht bei Flügen über das bergige Gelände des Tijuca-Parks aufgerufen.
Der Absturz folgt auf einen weiteren Hubschraubervorfall über Rio de Janeiro. Im Juni kollidierten zwei Hubschrauber über der Stadt, wobei sechs Menschen ums Leben kamen, darunter der amerikanische Sänger Oliver Tree und der argentinische YouTuber Gaspar Prim. Rios Bürgermeister Eduardo Cavaliere schrieb auf der Social-Media-Plattform X, er habe die brasilianische Nationale Zivilluftfahrtbehörde gebeten, die Aufsicht umgehend zu verstärken, um die Sicherheit von Hubschrauberflügen über der Stadt zu gewährleisten.
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