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Diplomatie·vor 4 Std.

Rumäniens designierter Ministerpräsident stellt OECD-Beitritt in den Mittelpunkt seiner Agenda, ernennt Niculescu zum Außenminister

Der designierte Ministerpräsident Adrian Veștea bezeichnete die OECD-Mitgliedschaft als die dritte externe Anker des Landes nach der EU und der NATO und bestätigte Luca Niculescu als seinen Außenminister nach einem Treffen, das auch das Regierungsprogramm finalisierte.

OECD als dritter externer Anker

Der designierte Ministerpräsident Rumäniens, Adrian Veștea, hat den Beitritt zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in den Mittelpunkt des Programms seiner künftigen Regierung gestellt. In einem am Samstag veröffentlichten Facebook-Beitrag bezeichnete er die OECD-Mitgliedschaft als „a treia ancoră externă“ (der dritte externe Anker) nach der Integration des Landes in die Europäische Union und die NATO.

Der dritte externe Anker für Rumänien nach der EU und der NATO ist die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der OECD-Beitritt wird Rumänien Stabilität, Glaubwürdigkeit und wirtschaftliche Vorhersehbarkeit bringen.

Veștea argumentierte, dass diese Vorteile zu größeren und besseren Investitionen führen und als eine echte Schule der guten Regierungsführung fungieren würden. Er betonte, dass das Ziel in der rumänischen Gesellschaft breiten Konsens genieße.

Niculescu zum Außenminister ernannt

Der designierte Ministerpräsident nutzte dieselbe Social-Media-Erklärung, um zu bestätigen, dass Luca Niculescu, derzeit Staatssekretär und nationaler Koordinator für den OECD-Beitrittsprozess, Außenminister in dem von ihm zu führenden Kabinett werden soll. Niculescu hat die Koordinatorrolle seit September 2022 inne und war zuvor von 2016 bis 2022 rumänischer Botschafter in Frankreich, Monaco und Andorra. Vor seiner diplomatischen Karriere war er Journalist, Chefredakteur von RFI Rumänien und Kommentator in mehreren Fernsehsendern.

Regierungsprogramm fertiggestellt

Veștea und Niculescu arbeiteten auch an der endgültigen Version des Regierungsprogramms, das der künftige Ministerpräsident dem Parlament vorlegen will. Der designierte Ministerpräsident unterstrich, dass der Abschluss des Beitrittsprozesses von der innenpolitischen Stabilität abhänge und eine Regierung mit voller Handlungsfähigkeit für einen ausgewogenen und nachhaltigen Dialog erforderlich sei.

Mein Ehrgeiz ist es, den OECD-Beitrittsprozess so schnell wie möglich abzuschließen. Um so in diesen Club der 38 am weitesten entwickelten Staaten der Welt einzutreten, die etwa 60 Prozent des globalen nominalen BIP repräsentieren.

Ein Landprojekt

Veștea bezeichnete die OECD-Mitgliedschaft als „ein echtes Landprojekt“ und versprach, alles Mögliche zu tun, um das Ziel zu erreichen. Er wiederholte, dass der Prozess sowohl den Abschluss der Verhandlungen als auch die Umsetzung von Reformen erfordere, wobei das Regierungsprogramm als unmittelbarer Fahrplan diene.

Bukarest

3 Quellen

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