
Katar, Ägypten und die Türkei verurteilen Israels 'fortgesetzte Verstöße' im Gazastreifen nach Angriffen am Wochenende mit über 20 Toten
Katar, Ägypten und die Türkei, die drei Vermittler der Gaza-Waffenruhe, haben über Nacht in einer gemeinsamen Erklärung Israels 'fortgesetzte Verstöße' verurteilt, nachdem Luftangriffe am Wochenende mehr als 20 Palästinenser, darunter Frauen und Kinder, getötet und Gesundheitseinrichtungen angegriffen hatten.
Gemeinsame Verurteilung
Katar, Ägypten und die Türkei, die drei Länder, die die Gaza-Waffenruhe vermitteln, gaben über Nacht eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie Israels "fortgesetzte Verstöße" im Gazastreifen verurteilten. Die Erklärung verwies ausdrücklich auf die Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und Infrastruktur sowie auf zivile Opfer, darunter Frauen und Kinder. Sie bezeichnete die Aktionen als "eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht und das humanitäre Völkerrecht" und warnte, dass solche Verstöße den Weg zur Deeskalation gefährdeten und das Leid der Zivilbevölkerung verschlimmerten.
Diese fortgesetzten israelischen Verstöße im Gazastreifen, insbesondere die Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und Infrastruktur sowie die Verursachung ziviler Opfer, darunter Frauen und Kinder, stellen einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht und das humanitäre Völkerrecht dar.
Angriffe am Wochenende
Israelische Luftangriffe töteten am Wochenende mehr als 20 Palästinenser, wie aus mehreren Berichten hervorgeht. Am Sonntag töteten Angriffe 19 Menschen an einem der schwersten Tage seit Monaten, wie ein Sicherheitsvertreter der AFP mitteilte. Eine Rakete traf eine Wohnung in Gaza-Stadt und tötete ein Kind; Sanitäter berichteten, dass zwei Ehepaare und zwei Kinder zu den Toten gehörten. Am Montag tötete ein israelischer Beschuss eines Fahrzeugs westlich von Gaza-Stadt zwei Palästinenser und verletzte mehrere weitere, wie ein Sprecher des Zivilschutzes mitteilte. Das israelische Militär bestätigte die Angriffe und erklärte, ranghohe Hamas-Kommandeure seien ins Visier genommen worden.
Waffenruhe unter Druck
Eine formelle Waffenruhe ist seit Oktober 2025 in Kraft, aber die Feindseligkeiten sind nie vollständig zum Erliegen gekommen. Beide Seiten werfen einander Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Seit Oktober 2025 wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Enklave, die die UNO für zuverlässig hält, mehr als 1.200 Palästinenser im Gazastreifen getötet. Die israelische Armee verzeichnete im gleichen Zeitraum fünf getötete Soldaten und einen getöteten zivilen Auftragnehmer. Israel kontrolliert weiterhin mehr als die Hälfte des Gazastreifens.
Diplomatische Bemühungen
Die Verurteilung durch die Vermittler erfolgte Tage, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, die Hamas und andere bewaffnete Gruppen hätten der Entwaffnung im Rahmen seines Friedensplans zugestimmt, und die israelische Armee werde sich zurückziehen. Trumps Erklärung vom Donnerstag weckte Hoffnungen auf einen Durchbruch. Am Freitag gab die Hamas bekannt, dass sie den nächsten Schritt des Plans akzeptiert habe, der ihre Entwaffnung im Austausch für einen israelischen Rückzug vorsieht. Die gemeinsame Erklärung der Vermittler forderte Israel auf, seinen Verpflichtungen aus dem Völkerrecht und dem Waffenruheabkommen nachzukommen, um dessen Umsetzung nicht zu gefährden.
Schutz- und Hilfsforderungen
Die drei Länder bekräftigten ihre Forderungen nach einem umfassenden Schutz der Zivilbevölkerung, medizinischer Einrichtungen und Hilfskräfte. Sie forderten, dass die Lieferung humanitärer Hilfe und medizinischer Versorgung im gesamten Gazastreifen sichergestellt werde. Die Erklärung betonte, dass Israel seinen Verantwortlichkeiten aus dem humanitären Völkerrecht nachkommen müsse.
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