
Zwei Schwestern 24 Stunden nach Verschwinden in San Cataldo-Geschäft wohlbehalten aufgefunden
Benedetta und Domitilla Costanza, 12 und 8 Jahre alt, wurden nach einer 24-stündigen behördenübergreifenden Suche in der Provinz Caltanissetta in der Toilette eines Geschäfts aufgefunden.
Verschwinden am Corso Vittorio Emanuele
Zwei Schwestern, die 12-jährige Benedetta Costanza und die 8-jährige Domitilla Costanza, verschwanden am Abend des Freitag, 18. September 2026, in San Cataldo in der Provinz Caltanissetta. Ihr Vater Alessandro Costanza verließ gegen 20:00 Uhr das Familienhaus, um Brot zu kaufen, begleitet von seinem zehnjährigen Sohn. Er wies die beiden Mädchen an, in der Wohnung am Corso Vittorio Emanuele auf ihre Rückkehr zu warten. Als der Vater kurz darauf zurückkehrte, waren beide Töchter nicht mehr in der Wohnung. Ein von der Familie veröffentlichter Aufruf gab an, dass die letzte bestätigte Sichtung der Mädchen gegen 20:10 Uhr erfolgte. Benedetta besaß kein Mobiltelefon, da ihr vorheriges Gerät kaputt war und auf Ersatz wartete.
Bevor er die Polizei einschaltete, führte der Vater eine erste Suche in der Nachbarschaft durch.
Zuerst dachte ich an einen Scherz, dann wurde es zu Angst und Sorge.
Vermisstenanzeige und Sucheinsatz
Am Samstagmorgen, 19. September 2026, erstattete Alessandro Costanza bei der Carabinieri-Station in San Cataldo offiziell Vermisstenanzeige. Costanza, der nach einer Sorgerechtsregelung im Zuge der Trennung von seiner früheren Frau sechs Kinder betreut, teilte den Beamten mit, dass es weder vorherige Konflikte noch Verhaltensänderungen gegeben habe, die auf ein freiwilliges Verschwinden hindeuteten. Die Familie startete öffentliche Aufrufe in sozialen Medien und wies darauf hin, dass beide Mädchen in der örtlichen Gemeinschaft aktiv sind und den Katechismusunterricht besuchen. Carabinieri und Staatspolizei leiteten sofort Bodensuchaktionen in der gesamten Stadt ein. Einheiten der Vigili del Fuoco und Freiwillige des Protezione Civile wurden zur Unterstützung des Rettungseinsatzes eingesetzt. Die Ermittler sicherten auch Überwachungsaufnahmen von privaten und öffentlichen Sicherheitskameras entlang des Corso Vittorio Emanuele, um die Bewegungen der Kinder nachzuverfolgen.
- Alessandro Costanza verlässt mit seinem zehnjährigen Sohn das Haus, um Brot zu kaufen
- Letzte bestätigte Sichtung von Benedetta und Domitilla Costanza am Corso Vittorio Emanuele
- Alessandro Costanza erstattet offiziell Vermisstenanzeige bei den Carabinieri
- Präfektur beruft Suchbesprechung ein, während Freiwillige die Schwestern in einer Geschäftstoilette finden
Entdeckung in einem örtlichen Bekleidungsgeschäft
Eine Koordinierungssitzung fand am Samstag um 17:30 Uhr in der Präfektur Caltanissetta statt, um die gemeinsamen Suchbemühungen zu bewerten. In dieser Zeit reagierten Freiwillige des Protezione Civile auf eine direkte Mitteilung einer örtlichen Frau. Die Frau berichtete, beide Mädchen in der Toilette eines Bekleidungsgeschäfts in der Nähe ihrer Wohnung entdeckt zu haben, das von chinesischen Inhabern betrieben wird. Einsatzkräfte und Freiwillige betraten die Geschäftsräume und bestätigten die sichere Bergung von Benedetta und Domitilla Costanza. Die Entdeckung beendete einen fast 24-stündigen Sucheinsatz seit ihrem ersten Verschwinden am Freitagabend.
Ermittlungen zu den Umständen
Ermittler in Caltanissetta und San Cataldo arbeiten daran, den zeitlichen Ablauf der Ereignisse zwischen Freitagabend und Samstagnachmittag zu rekonstruieren. Die Behörden prüfen, ob die beiden Schwestern die gesamte Nacht über in dem Geschäft eingeschlossen waren. In ersten Befragungen gaben die Kinder gegenüber den Ermittlern an, dass andere Personen sie mitgenommen und direkt in das Geschäft gebracht hätten. Die Strafverfolgungsbehörden befragen Zeugen, überprüfen den Geschäftsbetrieb und untersuchen physische Beweise, um festzustellen, ob es sich um ein bewusstes Weglaufen, einen versehentlichen Einschluss oder eine strafbare Nötigung handelte.


