Regierung · Lissabon
Portugals Premier Montenegro und Chega-Chef Ventura vor letztmöglichen Arbeitsgesprächen – PS bleibt außen vor
Premierminister Luís Montenegro und Chega-Chef André Ventura treffen sich am Dienstag, zwei Tage bevor das Parlament die umstrittene Arbeitsreform der Regierung debattiert, während die wichtigste Oppositionspartei, die Sozialistische Partei, bestätigt, nicht eingeladen worden zu sein.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, SAPO, RTP und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Premierminister Luís Montenegro und Chega-Chef André Ventura treffen sich am 16. Juni, zwei Tage vor der parlamentarischen Debatte über den Arbeitsreformvorschlag der Regierung.
André Ventura besteht auf einer schriftlichen Zusage zur Senkung des Renteneintrittsalters und zur Wiedereinführung von 25 Urlaubstagen und bezeichnet den Reformentwurf als ‚schlecht für Arbeitnehmer und Wirtschaft‘.
Die PS unter José Luís Carneiro wurde nach Angaben offizieller Parteiquellen von der Regierung zu keinem Treffen zum Arbeitsrecht kontaktiert.
Infrastruktur- und Wohnungsbauminister Miguel Pinto Luz sagte, die Chega sei ‚manchmal sozialistischer als die PS‘ und bezeichnete die Sozialisten als eine ‚völlig zerstrittene Partei im Zickzackkurs‘.
- 12.06.PSU-Gesetz nach Einigung zwischen PSD und Chega ohne Abstimmung an die Kommission überwiesen; zwei Migrationsvorlagen mit Enthaltung der Chega verabschiedet.
- 16.06.Montenegro und Ventura führen letzte Verhandlungsrunde zur Arbeitsreform.
- 18.06.Vorschlag zur Arbeitsreform im Parlament debattiert.
Das Treffen
Premierminister Luís Montenegro und Chega-Chef André Ventura werden sich am Dienstag, dem 16. Juni, zu einer von beiden Seiten als letzte Verhandlungsrunde über den Arbeitsreformvorschlag der Regierung bezeichneten Runde zusammensetzen. Das Treffen findet nur zwei Tage vor der für den 18. Juni im Parlament anberaumten Debatte über das Gesetzesvorhaben statt. Ventura kündigte die Begegnung am Montag auf einer Pressekonferenz an und wiederholte, dass seine Partei den Entwurf für „eine schlechte, negative Reform hält – sie ist weder gut für die Arbeitnehmer noch für die Wirtschaft“.
Chegas rote Linien
Ventura bestand auf einer schriftlichen Zusage der Regierung bezüglich eines niedrigeren Renteneintrittsalters, und zwar 65 Jahren oder 40 Beitragsjahren, das bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode schrittweise eingeführt werden soll. „Wenn die Regierung glaubt, wir könnten das Renteneintrittsalter weiter anheben, dann bedeutet das, dass wir nicht dieselbe Vision teilen“, sagte er und bezeichnete die Frage als „eine zentrale Frage und ein entscheidendes Element“ für die Zustimmung der Chega. Eine weitere rote Linie ist die Wiedereinführung von 25 Urlaubstagen – dem Standard vor der Troika – und die Abschaffung des eingeschränkten Regimes, das seit dem Finanzanpassungsprogramm besteht. Ventura signalisierte zudem, dass Chega sich für eine Gleichbehandlung von Beschäftigten im öffentlichen und privaten Sektor, den Schutz von Stillrechten und einen Trauerurlaub im Todesfall eines Kindes einsetzen werde.
Der Spagat der Regierung
Infrastruktur- und Wohnungsbauminister Miguel Pinto Luz räumte die Schwierigkeit ein, einen gemeinsamen Nenner zu finden. „Mit der Chega zu verhandeln ist alles andere als einfach“, sagte er im Podcast Política com Assinatura von Antena 1, betonte jedoch, dass die Regierung im Parlament Mehrheiten finden müsse. Anschließend lieferte er einen pointierten Vergleich:
„Die Chega ist manchmal sozialistischer als die PS. Die Chega hat jetzt Haltungen und öffentliche Positionen zu absolut spaltenden Themen, die sie weiter links positionieren als die PS.“
Politischer Hintergrund
Das Treffen zur Arbeitsreform folgt auf mehrere jüngste Schritte, die auf ein sich abzeichnendes Muster der Zusammenarbeit zwischen Regierung und Chega hindeuten. Am 12. Juni wurde das Gesetz zur einheitlichen Sozialleistung (PSU) nach einer Einigung zwischen PSD und Chega für zehn Tage ohne Abstimmung an den Ausschuss überwiesen. Am selben Tag wurden zwei migrationspolitische Regierungsvorlagen mit Enthaltung der Chega verabschiedet. Im vergangenen September ermöglichte die Unterstützung der Chega die Verabschiedung eines überarbeiteten Ausländergesetzes, obwohl Montenegro damals ein formelles Abkommen bestritt. Die Sozialistische Partei bestätigte gegenüber PÚBLICO, dass sie keine Einladung zur Verhandlung des Arbeitspakets erhalten habe, womit die Chega zum unverzichtbaren Gesprächspartner der Regierung wird.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Notícias ao Minuto"O Chega, às vezes, é mais socialista do que o PS", atira Pinto Luz
- SAPONão convém ao Chega", mas Montenegro recebe Ventura para mais uma ronda da lei laboral
- RTP - Rádio Televisão Portuguesa"Chega às vezes é mais socialista do que o PS", diz ministro Pinto Luz
- PublicoO baile do pacote laboral: Chega acabará por dançar com Montenegro?
- Luís Montenegro
- Premierminister von Portugal, führt die Verhandlungen zum Arbeitsreformvorschlag.
- André Ventura
- Vorsitzender der Chega-Partei, fordert einen schriftlichen Kompromiss zu Renteneintrittsalter und Urlaubstagen.
- Miguel Pinto Luz
- Portugiesischer Minister für Infrastruktur und Wohnungsbau, äußerte sich zu den Verhandlungen mit Chega und PS.
- António José Seguro
- Staatspräsident von Portugal, von Pinto Luz für seine Ausgewogenheit und Vermittlungsbereitschaft gelobt.
- Pedro Passos Coelho
- Ehemaliger Premierminister von Portugal und PSD-Politiker, kritisierte den Ansatz der derzeitigen Regierung.
- José Luís Carneiro
- Vorsitzender der Portugiesischen Sozialistischen Partei (PS), deren Partei von den Arbeitsverhandlungen ausgeschlossen wurde.
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