Diplomatie · Caracas, Madrid und Washington

Venezuelas Regierung und Opposition nehmen Dialog mit einem Telefonat auf, Machado bleibt außen vor

Eine lang erwartete Verhandlung zwischen Venezuelas Regierung und Opposition begann am 1. August mit einem Telefonat zwischen Jorge Rodríguez und Dinorah Figuera, doch der Ausschluss der Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado und 379 politischer Gefangener überschattet den von den USA unterstützten Prozess.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und EL MUNDO. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Kevin Payravi / WikiPortraits, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2025
Wie es dazu kam
  1. 3.08.Erste persönliche Sitzung in Caracas geplant (nächste Woche)
  2. 31.12.Zieltermin für neuen Nationalen Wahlrat (CNE)
  3. 31.12.Erwarteter Termin für freie Wahlen

Ein Telefonat statt eines Treffens

Am 1. August reduzierte sich der erwartete Beginn der Gespräche zwischen der venezolanischen Regierung und einem Teil der Opposition auf ein Telefonat. Jorge Rodríguez, Präsident der chavistischen Nationalversammlung, veröffentlichte eine Erklärung, in der er mitteilte, er habe mit Dinorah Figuera gesprochen, der Vertreterin der Nationalversammlung von 2015, dem letzten von der internationalen Gemeinschaft als legitim anerkannten Parlament. Rodríguez stellte das Gespräch als Beginn eines inklusiven und effektiven politischen Dialogs dar, um die Kräfte bei der Versorgung der Opfer des Doppelerdbebens vom 24. Juni zu bündeln.

„zum Zwecke der Einleitung eines inklusiven und effektiven politischen Dialogprozesses, um die Kräfte bei der Versorgung der Opfer des Doppelerdbebens vom 24. Juni zu bündeln.“

Jorge Rodríguez, Präsident

Figuera, die am 18. Juni nach acht Jahren im Exil mit ausdrücklicher Unterstützung des US-Außenministeriums nach Venezuela zurückgekehrt war, gab eine eigene Erklärung heraus, in der sie das Gespräch als Beginn eines Dialogs „für den demokratischen Übergang“ bezeichnete und die Erdbebenhilfe in den Hintergrund rückte. Beide Seiten vereinbarten eine erste persönliche Sitzung in Caracas in der nächsten Woche, die sich auf drei Achsen konzentrieren soll: Versorgung der Erdbebenopfer, Stärkung der Demokratie sowie politische Rechte und Garantien. Sie gaben außerdem an, „klare und überprüfbare Ziele“ definiert zu haben, nannten jedoch keine Einzelheiten.

Der Ausschluss Machados

Die auffälligste Abwesenheit am Verhandlungstisch ist María Corina Machado, die Oppositionsfigur, die Millionen Venezolaner als ihre legitime Vertreterin und Friedensnobelpreisträgerin betrachten. Bevor Figuera venezolanischen Boden betrat, hatte Machado darauf bestanden, dass die Führung jeder Verhandlung ihr zustehe. Figuera räumte Differenzen ein, doch der wichtigste Oppositionsvorsitz war bereits besetzt. US-Außenminister Marco Rubio, der bestätigte, dass die Gespräche in der ersten Augustwoche beginnen würden, sagte, die Entscheidung über Machados Rolle sei Sache der Venezolaner, machte aber Washingtons Auftrag klar: Politische Parteien müssten sich von Straßenprotestbewegungen in Wahlkräfte verwandeln.

„politische Parteien müssen aufhören, Straßenprotestbewegungen zu sein, und zu Wahlkräften werden.“

Marco Rubio, US-Außenminister

Rubio fügte hinzu, dass der Übergang Zeit brauche. Henry Alviarez, Organisationskoordinator von Vente Venezuela, unterstützte die Forderung der Familien politischer Gefangener, forderte einen Wahltermin und erklärte, dass Demokratie nicht mit 379 politischen Gefangenen und Millionen im Exil existieren könne. Das Vertrauen von Vente Venezuela in Rubio führte nicht zu einem Platz am Tisch.

„es kann keine Demokratie mit 379 politischen Gefangenen und Millionen im Exil geben.“

Henry Alviarez

US-Vormundschaft und die Rolle des Erdbebens

Der Dialog ist kein Akt des guten Willens, sondern eine geopolitische Auflage, die durch die Verwüstung des Doppelerdbebens vom 24. Juni beschleunigt wurde. Die Vereinigten Staaten müssen den Zusammenbruch Venezuelas stoppen, um eine neue Migrationswelle zu verhindern. Washingtons Agenda umfasst den Wiederaufbau von Institutionen, die Reform des Nationalen Wahlrats (CNE) und die Wiederherstellung bürgerlicher Freiheiten. Für den Chavismus ist die einzige Forderung die Aufhebung der Sanktionen. Der Prozess steht unter dem, was das Außenministerium das „Venezuela-Experiment“ nennt, mit einer Operationsbasis in Madrid, wo die Oppositionskommission technische Tische für fünf Kommissionen vorbereitete, die bald bekannt gegeben werden sollen.

Der Fahrplan: CNE, Wahlen und Gefangene

Die beiden bevormundeten Kommissionen haben den Auftrag, bis Dezember einen neuen CNE zu schaffen, der in der Lage ist, einen Weg zur Wiedereröffnung der Wahlen Ende nächsten Jahres zu ebnen. Die fünf neuen CNE-Rektoren würden von einer Aktualisierung des Wählerverzeichnisses (neun Millionen Venezolaner sind vor dem Chavismus geflohen und bilden die größte Diaspora dieses Jahrhunderts), einer Überprüfung des Wahlsystems und einem Wahlkalender begleitet. Das Wahlpuzzle würde durch die Zusammensetzung einer neuen Wahlkammer des Obersten Gerichtshofs (TSJ) vervollständigt, die für die Wahlen entscheidend ist. Die Brüder Rodríguez, Jorge und Präsidentin Delcy Rodríguez, hatten alles bereit, um ihre Richter durchzusetzen, um die von Cilia Flores, der Frau von Nicolás Maduro, kontrollierten zu ersetzen. Die Legalisierung und Rückgabe von Wahlkarten an Oppositionsparteien, die vom TSJ verurteilt wurden, stehen ebenfalls auf dem Tisch.

Die Teams

Die Regierung kündigte neben Jorge Rodríguez eine sechsköpfige Kommission an: Hochschulbildungsministerin Ana María San Juan, Abgeordneter Jorge Arreaza (der die Umsetzung des Amnestiegesetzes leitete), Vizepräsident der Nationalversammlung Pedro Infante (vom radikalsten Flügel des Regimes) und die PSUV-Jugendparlamentarier América Pérez und Génesis Garvett, letztere eine Veteranin der Mexiko-Verhandlungen 2022–2023. Figueras Team, das am Samstag bestätigt wurde, umfasst Abgeordnete von Primero Justicia und Voluntad Popular, die überlebenden Mitglieder der Nationalversammlung von 2015, deren gesetzliche Amtszeit 2020 endete. Die erste persönliche Sitzung ist für nächste Woche in Caracas unter völliger Geheimhaltung angesetzt.

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Quellen und Kontext

Caracas, Madrid, Washington · Venezuela, Spanien, Vereinigte Staaten

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