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Kurz gefasst

  • Die Parteien vereinbarten, das Organgesetz des Rechnungshofs zum Verfahren der politischen Ämtersperren zu überprüfen, das viele Oppositionsführer von einer Kandidatur abgehalten hat.

  • Das 2024 von der Nationalversammlung unter Jorge Rodríguez verabschiedete Gesetz sieht 25 bis 30 Jahre Haft und 60 Jahre politische Unwählbarkeit für diejenigen vor, die Sanktionen gegen Behörden fordern.

  • Eine gemeinsame Kommission soll bei den britischen Behörden auf die Rückholung venezolanischer Reservevermögen bei der Bank of England drängen, zugunsten der vom Doppelerdbeben im Juni nahe Caracas betroffenen Menschen.

  • Rodríguez zufolge finden die nächsten Gespräche zwischen dem 11. und 15. November statt, und der Nominierungsausschuss für den Obersten Gerichtshof soll am 22. Oktober vereidigt werden.

Überprüfung politischer Ämtersperren und des Parteiengesetzes

Die Regierungs- und die Oppositionsdelegation beendeten ihre dritte Gesprächsrunde in Caracas mit einer gemeinsamen Erklärung. Die prominenteste Zusage ist eine eingehende Prüfung mehrerer Rechtsinstrumente. Das Organgesetz des Rechnungshofs (Ley Orgánica de la Contraloría General) soll gezielt mit Blick auf das Verfahren der politischen Ämtersperren untersucht werden, das viele Oppositionsführer von einer Kandidatur bei Wahlen abgehalten hat. Die Parteien vereinbarten zudem, das Parteiengesetz zu überarbeiten, um Pluralismus zu garantieren, und den Terrorismusbegriff in der geltenden Gesetzgebung präziser zu fassen.

Beide Seiten begannen außerdem über eine Defensoría de garantías políticas y participación ciudadana zu beraten, eine Institution zum Schutz politischer Rechte. Sie könnte die Form eines neuen Gesetzes annehmen oder direkt aus dem Dialogtisch hervorgehen. Notícias ao Minuto und DW ergänzen, dass die Parteien eine Überprüfung des Simón-Bolívar-Gesetzes vorgeschlagen haben, das die Nationalversammlung 2024 unter dem Vorsitz von Jorge Rodríguez verabschiedet hat. Dieses Gesetz sieht 25 bis 30 Jahre Haft, hohe Geldstrafen und 60 Jahre politische Unwählbarkeit für jeden vor, der Sanktionen gegen venezolanische Behörden fordert.

Politischer Kontext

Die Opposition hat gefordert, die politische Ämtersperre von María Corina Machado aufzuheben. Machado, Trägerin des Friedensnobelpreises, hält sich seit Dezember außerhalb Venezuelas auf, und die Opposition möchte, dass sie zurückkehren und eine Übergangsphase vor einer möglichen Präsidentschaftswahl anführen kann. Die Runde endete laut DW am 21. Oktober, während EL PAÍS den Abschluss auf Dienstag und Europa Press sowie Notícias ao Minuto die Bekanntgabe auf Mittwoch datierten. Auch die Darstellungen des Zeitplans weichen voneinander ab: Europa Press zählte sechs Arbeitstage in Caracas, EL PAÍS beschrieb eine zehntägige Agenda.

EL PAÍS, das die Runde als ohne konkrete Vereinbarungen endend beschrieb, berichtete, die Ergebnisse seien mit mehreren Stunden Verspätung gegen 21 Uhr bekannt gegeben worden. Die Zeitung schrieb, beide Seiten hätten bei Kernfragen wie der Wiederherstellung verfassungsmäßiger Rechte und fairer Bedingungen für Parteien und Kandidaten kaum Gemeinsamkeiten gefunden. Sie vermerkte zudem eine laue öffentliche Reaktion auf die Wiederaufnahme der Gespräche.

Gold bei der Bank of England

Die beiden Delegationen vereinbarten die Bildung einer gemeinsamen Kommission, die bei den britischen Behörden auf die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Rückholung venezolanischer Reservevermögen drängen soll, die bei der Bank of England hinterlegt sind. Erklärtes Ziel ist, diese Mittel für die von dem Doppelerdbeben betroffenen Menschen einzusetzen, das im Juni La Guaira und Gebiete nahe Caracas traf, sowie öffentliche Dienste wiederherzustellen. Notícias ao Minuto datiert das Erdbeben auf den 24. Juni. Dinorah Figuera, die die Oppositionsdelegation für die Nationalversammlung von 2015 anführt, verteidigte deren Rolle beim Schutz dieser Vermögen vor der Regierung des früheren Präsidenten Nicolás Maduro.

Terrorismusvorwürfe nach der Wahl 2024

Nach der Präsidentschaftswahl 2024 wurde eine große Zahl von Menschen des Terrorismus beschuldigt, nachdem ihnen Vandalismus und Gewalt vorgeworfen worden war. Tarek William Saab, damals Generalstaatsanwalt, bezeichnete sie während der Krise nach der Wahl als Terroristen. Im selben Jahr sagte der Anwalt Joel García gegenüber EFE, die Inhaftierten seien pauschal des Terrorismus beschuldigt worden, ohne dass ihr individuelles Verhalten benannt worden sei. Er argumentierte, dies verletze den Grundsatz der individuellen strafrechtlichen Verantwortung, und nannte die Terrorismusvorwürfe ein systematisches und weitverbreitetes Muster gegen Regierungskritiker.

Nächste Schritte

Rodríguez sagte laut DW, die nächsten Gespräche fänden zwischen dem 11. und 15. November statt, während EL PAÍS berichtete, die vierte Sitzung sei für November geplant. Rodríguez sagte laut EL PAÍS zudem, der Nominierungsausschuss für einen neuen Obersten Gerichtshof solle am 22. Oktober vereidigt werden. Ob die vorgeschlagene Ombudsinstanz Gesetz wird oder im Dialogprozess verbleibt, ist offen.

In diesem Text

  1. 1Überprüfung politischer Ämtersperren und des ParteiengesetzesÜberprüfung politischer Ämtersperren und des Parteiengesetzes
  2. 2Politischer KontextPolitischer Kontext
  3. 3Gold bei der Bank of EnglandGold bei der Bank of England
  4. 4Terrorismusvorwürfe nach der Wahl 2024Terrorismusvorwürfe nach der Wahl 2024
  5. 5Nächste SchritteNächste Schritte

Auf Grundlage von Berichten von

Notícias ao Minuto, Deutsche Welle, europa press, EL PAÍS

Liste der Quellen
Caracas
Caracas
Caracas · Venezuela

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Quellen und Kontext

  • Notícias ao Minutovor 8 Std.Venezuelas Regierung und Opposition einigen sich auf Überprüfung des IneligibilitätsgesetzesGoverno e oposição da Venezuela concordam em rever lei de inelegibilidade · Original auf Portugiesisch
  • Deutsche Wellevor 9 Std.Chavismo und Opposition werden politische Disqualifikationen in Venezuela überprüfenChavismo y oposición revisarán inhabilitaciones políticas en Venezuela · Original auf Spanisch
  • europa pressvor 10 Std.Regierung und Opposition schließen den dritten Dialogzyklus in...Gobierno y oposición cierran el tercer ciclo de diálogos en... · Original auf Spanisch
  • EL PAÍSvor 11 Std.Chavismo und Opposition beenden die dritte Verhandlungsrunde ohne konkrete Abkommen in VenezuelaChavismo y oposición cierran la tercera ronda de negociaciones sin acuerdos concretos en Venezuela · Original auf Spanisch
Jorge Rodríguez
Leiter der Regierungsdelegation bei den Venezuela-Gesprächen und Präsident der Nationalversammlung, die 2024 das Simón-Bolívar-Gesetz verabschiedete
Dinorah Figuera
Leiterin der Oppositionsdelegation, die die 2015 gewählte Nationalversammlung vertritt
María Corina Machado
Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin, deren politische Ämtersperre die Opposition aufheben lassen will
Nicolás Maduro
Früherer Präsident Venezuelas, in den Berichten als Regierung genannt, zu deren Zeit das Gold geschützt wurde
Tarek William Saab
Früherer Generalstaatsanwalt, der die nach der Wahl 2024 Beschuldigten als Terroristen bezeichnete

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Veröffentlicht heute um 14:04.

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Diplomatie · Caracas

Venezuelas Regierung und Opposition vereinbaren Überprüfung politischer Ämtersperren und die Verfolgung von in London gelagertem Gold

Die dritte Gesprächsrunde in Caracas endete mit der Zusage, die Gesetze zu politischen Ämtersperren zu überprüfen, sowie mit einer gemeinsamen Delegation, die bei der Bank of England gelagerte Goldreserven zurückholen soll.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, Deutsche Welle, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 14:04.

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Wofür soll das Gold der Bank of England verwendet werden?
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