Regierung · Straßburg
EU-Parlament verbietet „veganes Steak“-Etiketten, erlaubt Veggie-Burger und -Würstchen
Das Europäische Parlament stimmte am 16. Juni dafür, fleischspezifische Begriffe wie „Steak“ und „Bacon“ tierischen Produkten vorzubehalten, während „Burger“ und „Würstchen“ auf pflanzlichen Speisekarten erhalten bleiben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von TheJournal.ie, ZEIT ONLINE, Handelsblatt und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Etiketten wie „veganes Huhn“, „Soja-Steak“ und „pflanzlicher Speck“ sind verboten. Für Laborfleisch gilt die gleiche Einschränkung.
Allgemeine Zubereitungsbegriffe bleiben für pflanzliche Lebensmittel frei, sodass „Veggie-Burger“ und „Tofu-Würstchen“ legal bleiben.
Das Straßburger Plenum unterstützte die Regeln überwältigend, aber die EU-Regierungen müssen noch ihre formelle Zustimmung geben.
Sobald die Mitgliedstaaten zustimmen, haben Unternehmen drei Jahre Zeit, die Vorschriften einzuhalten, während die Verordnung selbst bis Ende 2027 läuft.
- 16.06.Europäisches Parlament stimmt mit 560-75-25 für Annahme der Verordnung
- 2026Formelle Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten erwartet
- Dezember 2027Aktuelle Regeln laufen aus; verbunden mit nächster GAP-Reform
Die Abstimmung
Die Abgeordneten in Straßburg verabschiedeten die neuen Regeln mit 560 Stimmen dafür, 75 dagegen und 25 Enthaltungen. Der Text definiert Fleisch als „genießbare Teile von Tieren“ und verbietet die Verwendung von Etiketten, die sich auf eine bestimmte Tierart oder ein bestimmtes Fleischstück beziehen, bei pflanzlichen und zellkultivierten Produkten. Das Verbot bedarf noch der formellen Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten, bevor es in Kraft treten kann.
„Das ist ein Sieg für unsere Erzeuger, für ihre Fachkenntnis und für die Klarheit, die wir den Verbrauchern schulden.“
Die Entscheidung ist ein Erfolg für Viehzüchter, die argumentierten, dass pflanzliche Lebensmittel, die Fleisch nachahmen, die Verbraucher in die Irre führen und ihrer Branche schaden könnten. Die Maßnahme ist Teil eines größeren Pakets, das darauf abzielt, die Position der Landwirtschaft in der Lebensmittelversorgungskette zu stärken.
Was bleibt, was fällt
Begriffe, die an ein bestimmtes Tier oder einen Schlachtkörperteil gebunden sind – darunter „Schwein“, „Huhn“, „Pute“, „Ente“, „Lamm“, „Kalb“, „Steak“, „Bacon“, „Rippchen“, „Kotelett“, „Schulter“ und „Leber“ – sind nun Fleisch von geschlachteten Tieren vorbehalten. Die gleiche Einschränkung gilt für Laborfleisch und zellbasierte Produkte.
Beschreibende Namen, die sich auf eine Zubereitungsart beziehen, bleiben unberührt. Verbraucher können weiterhin „Tofu-Würstchen“, „Sellerieschnitzel“, „Veggie-Gyros“ und vor allem „Veggie-Burger“ in den Supermarktregalen und auf Restaurantkarten finden. Ein im März zwischen Parlament und Rat ausgehandelter Kompromiss stoppte eine umfassendere Verschärfung, die auch allgemeine Begriffe wie „Burger“ und „Würstchen“ erfasst hätte.
Reaktionen
Deutschland, der größte Markt Europas für pflanzliche Alternativen, wehrte sich entschieden. Lebensmittelhändler und die Branche für alternative Proteine warnten davor, dass eine erzwungene Umbenennung unnötige Kosten verursachen und das Marketing erschweren würde. Der deutsche Landwirtschaftsminister Alois Rainer sagte, die Verbraucher seien bereits aufgeklärt genug, um zu wissen, dass ein vegetarisches Schnitzel kein Fleisch enthält.
„Wir hätten uns gewünscht, dass überhaupt keine neue Verordnung eingeführt worden wäre.“
Die Kennzeichnungsdebatte zog Persönlichkeiten über den Bauernverband hinaus an. Der ehemalige Beatle und langjährige Vegetarier Paul McCartney meldete sich zu Wort und verteidigte Soja-Steaks und Tofu-Würstchen. Der österreichische Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig begrüßte den endgültigen Kompromiss und fasste das Prinzip hinter der neuen Regel zusammen.
„Wo Fleisch draufsteht, muss auch Fleisch drin sein. Vegetarische Hähnchenkeulen gibt es nicht.“
Zeitplan und Ausblick
Die Verordnung hat ihre Wurzeln in einem Kommissionsvorschlag vom Dezember 2024, der auf großflächige Bauernproteste in Brüssel und mehreren Mitgliedstaaten reagierte. Abgeordnete und Ratsvertreter erzielten im März 2026 eine politische Einigung, und die Plenarabstimmung am 16. Juni gab dem Paket parlamentarisches grünes Licht. Sobald der Rat die formelle Zustimmung erteilt, haben Lebensmittelunternehmen bis zu drei Jahre Zeit, ihre Verpackungen und Vermarktung anzupassen. Die Regeln selbst sollen Ende 2027 auslaufen, zeitgleich mit der nächsten Überprüfung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU, sodass weitere Verhandlungen bereits im Gange sind.
Der Verbrauch pflanzlicher Fleischalternativen in der EU ist seit 2011 laut der Verbraucherorganisation BEUC um das Fünffache gestiegen, angetrieben von Bedenken hinsichtlich Tierwohl, Klimaemissionen und Gesundheit. Der Kennzeichnungskampf ist daher noch lange nicht vorbei, da der Markt weiter wächst.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- TheJournal.ieEU to ban labelling plant-based products as 'steaks' or 'bacon', but veggie 'burgers' sizzle on
- ZEIT ONLINEVeggie-Ersatzprodukte: EU-Parlament verbietet Begriffe wie "veganer Speck"
- HandelsblattErnährung: "Veggie-Hühnchen" soll künftig anders heißen
- ZEIT ONLINEVeggie-Ersatzprodukte: EU-Parlament verbietet Begriffe wie "veganer Speck"
- Celine Imart
- französische rechte Abgeordnete und Getreidebäuerin, die den Vorschlag zur Fleischkennzeichnung eingebracht hatte
- Alois Rainer
- deutscher Landwirtschaftsminister, der die neue Regulierung als unnötig kritisierte
- Paul McCartney
- Musiker und Vegetarier, der sich gegen das umfassende Verbot pflanzlicher Lebensmittelnamen aussprach
- Norbert Totschnig
- österreichischer Landwirtschaftsminister, der die Kompromissdefinition von Fleisch unterstützte
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