
Sporting-Präsident Frederico Varandas verteidigt umfassenden Kaderumbau als „Teil des Zyklus“ – über 100 Millionen Euro ausgegeben
Frederico Varandas erläuterte vor der Generalversammlung im Pavilhão João Rocha in Lissabon die Transferstrategie des Vereins. Er betonte, dass die Abgänge von Schlüsselspielern geplant seien und die finanzielle Stärke von Sporting einen starken neuen Zyklus ermögliche.
Sporting CP-Präsident Frederico Varandas hat am Samstag eine entschiedene Verteidigung des arbeitsreichen Sommer-Transferfensters des Vereins vorgelegt. Er bezeichnete die Abgänge einflussreicher Spieler der ersten Mannschaft als geplanten und notwendigen Teil der langfristigen Strategie des Vereins. Vor der Generalversammlung des Vereins sprach Varandas vor Journalisten vor dem Pavilhão João Rocha in Lissabon und argumentierte, dass der Verein keine neue Ära einleite, sondern einen Rekrutierungsplan umsetze, der darauf abziele, einen Kern für die nächsten drei bis vier Spielzeiten aufzubauen.
Das Ziel dieses Marktes ist nicht nur diese Saison, sondern eine Basisgruppe für die nächsten drei Spielzeiten aufzubauen. So denken wir.
Abgänge und Zugänge
Varandas bestätigte die Abgänge mehrerer „Weltklasse“-Spieler, darunter Viktor Gyökeres, Pedro Porro, Francisco Trincão und Morten Hjulmand. Trincão wechselte zum saudischen Klub Al Ahli, während Hjulmand zu Atlético Madrid ging. Der Präsident dankte beiden Spielern und erklärte, dass es angesichts der guten Angebote, die der Verein erhalten habe, „nur fair“ gewesen sei, ihre Abgänge zu gewähren. In einem offensichtlichen Versprecher zählte Varandas zunächst Pedro Gonçalves und Ousmane Diomande zu den abgewanderten Stars, bevor er sich korrigierte und sagte: „Pote ist hier, Diomande ist hier.“
Großartige Spieler sind bereits gegangen, wie Viktor, Pedro Porro, Trincão, Morten... Pote ist hier, Diomande. Sporting hat in den letzten Jahren Weltklasse-Spieler verpflichtet.
Finanzstärke und Marktposition
Auf Kritik an den erzielten Ablösesummen für Hjulmand und Trincão reagierte Varandas entschieden. Er behauptete, mit der einzigen Ausnahme des Binnenhandels innerhalb der Premier League sehe er keine Vereine außerhalb dieses Marktes, die höhere Transfererlöse erzielten als Sporting. Über 100 Millionen Euro wurden für Neuzugänge ausgegeben, und der Präsident bestätigte, dass vor Schließung des Transferfensters weitere Transfers wahrscheinlich seien. Die finanzielle Kapazität für diesen Umbau, so stellte er fest, resultiere aus mehreren aufeinanderfolgenden Gewinnjahren der Sportkapitalgesellschaft (SAD) des Vereins.
Mit Ausnahme des Binnenmarktes der Premier League sehe ich keine besseren Verkäufe als unsere nach außen. Angesichts des Alters und der Position der Spieler war es nur richtig, sie gehen zu lassen.
Rückendeckung für den Trainer und Titelambitionen
Varandas wies die Andeutung zurück, dass die umfangreichen Investitionen zusätzlichen Druck auf Cheftrainer Rui Borges ausüben. Er erklärte, der Verein habe einen Plan und werde ihn umsetzen. Auf die Frage nach Borges' Fehlertoleranz nach den hohen Ausgaben antwortete der Präsident kurz, dass Sporting „einen Plan hat und ihn umsetzen wird“. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der neue Kader um Titel kämpfen werde, und betonte, dass die abgehende Gruppe zwar viele Titel gewonnen und den Fans Freude bereitet habe, die neu hinzukommende Gruppe jedoch stark genug sei, um den Verein direkt in den Titelkampf zu bringen.
Das war eine Gruppe, die viel gewonnen, viel Freude bereitet hat und für immer in der Geschichte von Sporting bleiben wird. Aber jetzt ist es an der Zeit, nicht nur diese Saison vorzubereiten, sondern die nächsten drei oder vier Jahre, und es kommt eine starke Gruppe, von der wir glauben, dass sie Sporting dorthin bringen wird, wo es sein muss – im Kampf und bei den Entscheidungen um Titel.
Finanzergebnisse und Tagesordnung der Versammlung
Varandas' Äußerungen fielen vor einer Generalversammlung, in der die Mitglieder über den konsolidierten Jahresabschluss 2024/25 abstimmen sollen. Laut Dokumenten, die der Zeitung Record vorliegen, erzielte die Sporting-Gruppe im Geschäftsjahr 2024/25 einen konsolidierten Gewinn von 23,308 Millionen Euro, ein Rückgang gegenüber den 36,382 Millionen Euro der Vorsaison. Der Präsident rief zu einer starken Beteiligung der Mitglieder auf und bezeichnete den Tag als wichtigen Startpunkt für die Saison, zu der auch das Spiel um die Trophäe Cinco Violinos gegen Monaco gehört. Varandas sagte, er hoffe auf einen „glücklichen Auftakt“ mit der Zustimmung der Mitglieder zum Haushalt und dem Beginn einer weiteren großartigen Saison durch das Team.
- Kern zusammengestellt: Gyökeres, Porro, Trincão, Hjulmand, Gonçalves, Diomande gewinnen Titel und bescheren Varandas zufolge „viele Freuden“.
- Planung für den aktuellen Umbau beginnt, so Varandas, zu Beginn der Vorsaison.
- Gyökeres und Porro gehen. Trincão an Al Ahli verkauft, Hjulmand an Atlético Madrid. Über 100 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben.
- Varandas spricht vor Medien und Generalversammlung, bestätigt, dass vor Schließung des Fensters weitere Ab- und Zugänge wahrscheinlich sind.
- Zielzeitraum für die neue Basisgruppe, um in den nächsten drei bis vier Spielzeiten um Titel zu kämpfen.


