
Valencianische Regierung verteidigt Zeitpunkt des ES-Alerts nach Sturm, der Hochwasserwarnungen auslöste
Die Regionalregierung von Valencia verteidigte den Versand eines ES-Alerts um 22:08 Uhr am Mittwoch und erklärte, dass schnelle hydrologische Anstiege und 232 Vorfälle den Versand trotz Kritik der Opposition an Verzögerungen rechtfertigten.
Regierung verteidigt Alarmprotokoll
Der Präsident der Generalitat Valenciana, Juanfran Pérez Llorca, und der Conseller für Notfälle, Juan Carlos Valderrama, verteidigten die technische Ausführung der ES-Alert-Mobilbenachrichtigung, die am Mittwoch um 22:08 Uhr übermittelt wurde. Am Donnerstag sprach Pérez Llorca vom Kommandoposten der Metrovalencia aus und betonte, dass alle Notfallprotokolle unter einer aktiven orangefarbenen Wetterwarnung korrekt funktioniert hätten. Die Regionalführer betonten, dass die Katastrophenprotokolle nach 2024 präventive Mobilfunkalarme nur dann vorschreiben, wenn die staatliche Wetteragentur (AEMET) eine formelle rote Warnung ausgibt. Pérez Llorca erklärte, dass die Gemeinden zuvor Wetterdaten erhalten hätten, um kommunale Notfallkoordinationszentren (Cecopal) einzurichten und lokale Schutzmaßnahmen vorzubereiten. Er plädierte auch für standardisierte ES-Alert-Protokolle in ganz Spanien sowie für mehr Schulungen in der Notfallhilfe.
Alle Pläne und alle Warnungen funktionierten einwandfrei.
Hydrologischer Anstieg und Niederschlagsschwellen
Conseller Juan Carlos Valderrama erläuterte in einer Pressekonferenz, dass der Mobilfunkalarm eher exekutiv als präventiv war und direkt durch die schnelle hydrologische Eskalation ausgelöst wurde. Am Mittwoch um 17:00 Uhr konsultierten die Notfallbehörden die AEMET hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit einer Aufstufung von Orange auf Rot, aber die Meteorologen hielten dieses Ergebnis für sehr unwahrscheinlich. Die AEMET sagte Niederschläge von 40 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde voraus, doch die lokalen Regenfälle übertrafen die Erwartungen in mehreren Gebieten. In Torrent fielen zwischen 20:50 und 21:50 Uhr 87,5 Liter pro Quadratmeter, was sich der roten Schwelle von 90 Litern näherte, während die Gemeinde Real 92 Liter pro Quadratmeter erreichte. Hydrologische Warnungen vor Schluchtenüberflutungen wurden um 21:21 Uhr für die Carraixet-Schlucht und um 21:46 Uhr für die Becken von Poyo und Saleta aktiviert, zusammen mit Warnungen für die Flüsse Alto Turia und Magro.
- Valencianische Notfallbeamte konsultieren AEMET wegen möglicher Eskalation zur roten Warnung
- Notdienste verzeichnen 47 aktive sturmbedingte Vorfälle
- Erste hydrologische Warnung für die Carraixet-Schlucht herausgegeben
- Hydrologische Warnung für die Schluchten Poyo und Saleta aktiviert
- Verzeichnete Notfallvorfälle steigen auf 232 in der gesamten Provinz
- Cecopi übermittelt ES-Alert-Nachricht an Mobiltelefone in ganz Valencia
Vervielfachung der Vorfälle und Systemaktivierung
Das Integrierte Operative Koordinationszentrum (Cecopi) genehmigte die ES-Alert-Übermittlung, als die Notfallmeldungen in der Provinz Valencia rapide anstiegen. Die Einsatzprotokolle verzeichneten um 21:00 Uhr 47 aktive Ereignisse, die sich bis 22:00 Uhr auf 232 Vorfälle ausweiteten, als sich die Sturmniederschläge in l'Horta Nord, l'Horta Sud, Camp de Turia und der Metropolregion Valencia konzentrierten. Valderrama verteidigte die Zurückhaltung früherer Mobilfunkmeldungen mit der Begründung, dass unbestätigte Massenmeldungen die öffentliche Wachsamkeit bei künftigen Notfällen verringern könnten.
Wenn wir ES-Alert übermäßig nutzen, könnten die Menschen diese Nachrichten am Ende verharmlosen.
Valderrama ging auch auf öffentliche Fragen zu Sportunterbrechungen ein und erklärte, dass die Verschiebung des Spiels von Levante UD gegen Athletic Club im Stadion Ciutat de Valencia weiterhin in der alleinigen Verantwortung von La Liga liege.
Reaktionen von Politik und Opfern
Oppositionsparteien und Opfervertreter bestritten die offizielle Erklärung und argumentierten, dass die Mobilfunkdurchsage um 22:08 Uhr lange nachdem die Flutwasser die Stadtzentren überschwemmt hatten, eingetroffen sei. Der Compromis-Sprecher Joan Baldoví erklärte, dass Straßen in Valencia, Torrent und Calicanto bereits unpassierbar waren, Rettungsaktionen von Polizei und Feuerwehr im Gange waren und die Krankenhaus- und U-Bahn-Infrastruktur gestört war, bevor der Alarm ertönte. Baldoví stellte fest, dass die Niederschläge in Teilen von l'Horta weitgehend nachgelassen hatten, als die Mobiltelefone die Benachrichtigung erhielten. Der Verband der Opfer und Betroffenen der DANA von Valencia und die PSPV-PSOE kritisierten die Verwaltung für die Wiederholung vergangener Verzögerungen im Notfallmanagement, während Vertreter von Vox auf mögliche Fehler bei der Informationsverbreitung und der Sturmbekämpfung hinwiesen.
- 21:00
- 47 Vorfälle
- 22:00
- 232 Vorfälle


