Lana Nusseibeh, von 2013 bis 2024 Botschafterin der VAE bei den Vereinten Nationen, ist nun deren Kandidatin; nominiert wurde sie am Mittwoch, dem 21. Oktober.
Am Freitag, dem 16. Oktober, entging keiner der sieben Kandidaten einer Gegenstimme eines der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats.
Rebeca Grynspan, 70, erhielt neun Ermutigungsstimmen und fünf Ablehnungsstimmen, zwei davon von ständigen Mitgliedern.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Mittwoch, dem 21. Oktober, Lana Nusseibeh als ihre Kandidatin für die Nachfolge von António Guterres als UN-Generalsekretär ins Rennen geschickt. Der Schritt erfolgte, nachdem in der jüngsten Probeabstimmung kein Kandidat einer Gegenstimme eines der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats entgangen war: Großbritannien, Frankreich, die Vereinigten Staaten, China und Russland. Diese hinter verschlossenen Türen abgehaltene Abstimmung fand am Freitag, dem 16. Oktober, statt, an der sich die 15 Mitglieder des Rates beteiligten. Nusseibeh ist Staatsministerin im Außenministerium der Emirate und zugleich Sondergesandte der VAE bei den Vereinten Nationen und der Europäischen Union. Von 2013 bis 2024 war sie Botschafterin der VAE bei den Vereinten Nationen.
Nusseibeh legte ihre Gründe in einer schriftlichen Erklärung dar, die zusammen mit der Nominierung veröffentlicht wurde.
„Ich bin Kandidatin für das Amt des Generalsekretärs, weil ich glaube, dass die Zeit gekommen ist, mit größerer Dringlichkeit zu handeln.“
Sie sagte, die UN müsse früher handeln, Menschen über ihre Unterschiede hinweg zusammenbringen und so lange weiterarbeiten, bis konkrete Ergebnisse sichtbar würden. Die Nominierung fällt in eine der schwierigsten Phasen in der Geschichte der Vereinten Nationen. Der Multilateralismus wird von Ländern geschwächt, die ihn einst verteidigt haben, darunter die Vereinigten Staaten, während Konflikte sich mehren und die Organisation mit ernsten finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Viele Länder wünschen sich zudem die erste Frau an der Spitze der UN, und Lateinamerika beansprucht den Posten im Rahmen einer geografischen Rotation, die nicht immer eingehalten wird.
Die Costa Ricanerin Rebeca Grynspan, 70, Leiterin der UN-Handels- und Entwicklungsorganisation (UNCTAD), belegte in der Probeabstimmung den ersten Platz. Sie erhielt neun Ermutigungsstimmen, fünf Ablehnungsstimmen – zwei davon von ständigen Mitgliedern – und eine Stimme ohne Meinung.
Daten aus dem Artikeltext
Jedes der 15 Mitglieder bewertete jeden Kandidaten anonym mit „ermutigen“, „ablehnen“ oder „keine Meinung“. Rafael Grossi, 65, Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde, kam auf den zweiten Platz, gefolgt von Carolyn Rodrigues-Birkett, 53, einer ehemaligen Außenministerin von Guyana. Die übrigen Kandidaten sind Ugandas Olara Otunnu sowie die Ecuadorianerinnen María Fernanda Espinosa und Ivonne A-Baki. Senegals ehemaliger Präsident Macky Sall zog seine Kandidatur nach der Abstimmung zurück. Ein neuer Kandidat kann sich jederzeit im Verfahren melden.
Die Abstimmung vom 16. Oktober war die sechste Probeabstimmung hinter verschlossenen Türen und galt als die letzte. Erstmals waren die Stimmzettel der fünf ständigen Mitglieder durch eine bestimmte Farbe gekennzeichnet. Bei einer förmlichen Abstimmung genügt ein einziges Veto eines ständigen Mitglieds, um zu verhindern, dass ein Kandidat empfohlen wird. Jeder Kandidat, den der Rat empfiehlt, muss anschließend von der UN-Generalversammlung bestätigt werden. Nach Salls Rückzug umfasst das Rennen sieben aktive Kandidaten, Nusseibeh eingeschlossen.
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Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Mittwoch, dem 21. Oktober, Lana Nusseibeh nominiert, nachdem in der jüngsten Probeabstimmung des Sicherheitsrats kein Kandidat ohne Gegenstimme geblieben war. Rebeca Grynspan belegte in dieser hinter verschlossenen Türen abgehaltenen Abstimmung vom Freitag, dem 16. Oktober, den ersten Platz.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SWI swissinfo.ch, rts.ch, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht .