
US-Militärdelegation trifft in Beirut ein, um den schrittweisen Abzug Israels aus Pilotzonen im Südlibanon auszuhandeln
Eine amerikanische Militärdelegation hat am 11. Juli 2026 Gespräche mit der libanesischen Armee aufgenommen, um das im Juni vereinbarte Waffenruhe-Rahmenwerk in konkrete israelische Abzüge aus zwei ausgewiesenen Pilotzonen im Süden umzusetzen. Der Libanon bestätigte zudem, dass er in der kommenden Woche an der nächsten Gesprächsrunde mit Israel in Rom teilnehmen wird.
Der Mechanismus der Pilotzonen
Eine US-Militärdelegation traf am 11. Juli 2026 in Beirut ein und begann Gespräche mit der libanesischen Armeeführung, um die erste von zwei „Pilotzonen“ umzusetzen, aus denen sich israelische Streitkräfte zurückziehen sollen. Das Rahmenabkommen wurde am 26. Juni erzielt und sieht einen schrittweisen israelischen Rückzug aus Gebieten im Südlibanon vor, sodass die lange marginalisierte libanesische Armee die volle Kontrolle über diese begrenzten Sektoren wieder übernehmen kann. Ein libanesischer Militärvertreter, der unter der Bedingung der Anonymität mit AFP sprach, bestätigte die Gespräche.
Die amerikanische Militärdelegation traf ein und begann mit den Gesprächen mit der libanesischen Armeeführung, um die Mechanismen für die Umsetzung der ersten Pilotzone zu erörtern, aus der sich die Israelis zurückziehen müssen, um den Einsatz der libanesischen Armee zu ermöglichen.
Der Beamte sagte, das Hauptziel sei es, das Rahmenabkommen in konkrete Maßnahmen umzusetzen und deren Umsetzung sicherzustellen. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) wird die Umsetzung mit beiden Ländern koordinieren. Ein US-Vertreter in Washington erklärte zu Beginn der Woche, dass die erste Pilotzone in den kommenden Tagen aktiviert werde, während weitere Zonen noch definiert und vorbereitet würden.
Anhaltende Gewalt trotz Waffenruhe
Die diplomatische Aktivität spielte sich vor dem Hintergrund anhaltender Feindseligkeiten ab. Am 11. Juli griffen israelische Angriffe Gebiete im Südlibanon an, wie die offizielle libanesische Nachrichtenagentur ANI meldete. Sieben Menschen wurden im Küstendorf al-Mansouri verletzt. Seit Juni gilt eine Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah, doch es gibt weiterhin Zwischenfälle.
- Rahmenabkommen für schrittweisen israelischen Abzug aus dem Südlibanon unterzeichnet
- US-Militärdelegation trifft in Beirut ein, um Umsetzung der ersten Pilotzone auszuhandeln
- Israelische Angriffe treffen al-Mansouri im Südlibanon, sieben Verletzte
- Libanon bestätigt Teilnahme an nächster Gesprächsrunde mit Israel in Rom
Parallele Diplomatie in Rom
Der Libanon bestätigte den Vereinigten Staaten, dass er an der nächsten Gesprächsrunde mit Israel teilnehmen werde, die für die kommende Woche in Rom geplant ist. Eine libanesische Quelle, die von Al Jazeera zitiert wurde, präzisierte, dass die libanesische Delegation keine Militärvertreter umfassen werde. Während der Kontakte mit der amerikanischen Militärmission versicherte die libanesische Armee, dass sie bereit sei, in jedes Gebiet zu entsenden, aus dem sich israelische Streitkräfte zurückziehen.
Kein Zeitplan und Hisbollahs Ablehnung
Das Rahmenabkommen vom 26. Juni beinhaltet keinen konkreten Zeitplan für den israelischen Abzug. Israel hat erklärt, dass es eine militärische Präsenz in einer zehn Kilometer tiefen Sicherheitszone aufrechterhalten werde, bis die Hisbollah entwaffnet ist. Die Hisbollah hat das Rahmenabkommen abgelehnt. Die israelische Position und das Fehlen eines Abzugskalenders bleiben zentrale Hindernisse für die vollständige Umsetzung des Abkommens, auch wenn der von den USA geführte Mechanismus der Pilotzonen versucht, durch begrenzte, gestaffelte Rückzüge Dynamik zu erzeugen.

