
US-Senator Lindsey Graham, Republikaner aus South Carolina und Trump-Verbündeter, stirbt mit 71 nach kurzer Krankheit
Der Senator aus South Carolina verstarb am Samstagabend, einen Tag nach seiner Rückkehr von einem Besuch in Kiew, wo er Präsident Wolodymyr Selenskyj traf.
Lindsey Graham, der dienstälteste US-Senator aus South Carolina und ein wichtiger Verbündeter von Präsident Donald Trump im Kongress, ist am Samstagabend im Alter von 71 Jahren gestorben. Sein Büro bestätigte den Tod in einer Erklärung am frühen Sonntag und führte ihn auf eine kurze und plötzliche Krankheit zurück. Graham hatte kürzlich den Vorsitz des Senatshaushaltsausschusses inne und kandidierte bei den Zwischenwahlen im November für eine fünfte Amtszeit.
Tod und offizielle Reaktion
Rettungskräfte wurden am Samstagabend zu Grahams Haus auf dem Capitol Hill gerufen, nachdem ein Herzstillstand gemeldet worden war, wie NBC News berichtet. Sein Kommunikationsdirektor veröffentlichte die Ankündigung auf X und erklärte, der Senator sei nach der Krankheit verstorben. In der Erklärung hieß es weiter, die Familie bitte in dieser äußerst schwierigen Zeit um Gebete und Privatsphäre.
Die Familie von Senator Graham bittet in dieser Zeit um Gebete und um Privatsphäre in dieser unglaublich schwierigen Phase.
Politische Entwicklung und Trump-Allianz
Graham saß seit 2003 im Senat und zuvor von 1995 an im Repräsentantenhaus. Er war 2016 Präsidentschaftskandidat und ein scharfer Kritiker von Donald Trump während der Vorwahlen, wurde aber später einer der loyalsten Verteidiger Trumps im Kapitol. Trump selbst würdigte die Wandlung erst kürzlich und erinnerte an ihre Rivalität und spätere Freundschaft.
Nach diesem Kampf wurden wir die besten Freunde der Welt, und er hat mir so geholfen wie kaum ein anderer im Senat.
Grahams politischer Schwenk war angesichts seiner frühen Zweifel an Trumps Eignung für das Amt besonders bemerkenswert. Er unterstützte den Präsidenten später durch zwei Amtsenthebungsverfahren und wurde zu einer führenden Stimme für Trumps außenpolitische Agenda.
Außenpolitik und Verteidigungsvermächtnis
Als pensionierter Oberst der Air Force Reserve und Militäranwalt galt Graham als Falke in Verteidigungsfragen. Er unterstützte den Irakkrieg, plädierte für ein entschlossenes Vorgehen gegen den Iran und drängte konsequent auf höhere Verteidigungsausgaben. Er war ein langjähriger Verbündeter des verstorbenen Senators John McCain und vertrat eine stark interventionistische Sicht auf Amerikas globale Rolle. Seine außenpolitische Haltung rückte ihn ins Zentrum der Debatten über Russland, China und den Nahen Osten.
Ukraine-Besuch und letzte Tage
Graham kehrte am Freitag aus der Ukraine zurück, wo er Präsident Wolodymyr Selenskyj traf, um über US-Hilfe zu sprechen. Der Besuch unterstrich seine Rolle als Fürsprecher der ukrainischen Sache und strengerer Sanktionen gegen Russland. Sein Tod kommt mitten in einem Wiederwahlkampf und nur wenige Wochen, nachdem Trump seine Kandidatur für eine weitere sechsjährige Amtszeit öffentlich unterstützt hatte.
- Graham trifft den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew, um über US-Hilfe zu sprechen.
- Rettungskräfte reagieren auf einen Herzstillstand-Anruf in Grahams Haus auf dem Capitol Hill.
- Grahams Büro gibt seinen Tod aufgrund einer kurzen und plötzlichen Krankheit bekannt.
- Ein geplanter Auftritt in NBCs 'Meet the Press' war erwartet worden, wird aber nicht stattfinden.
Ausschussrollen und Wahlpläne
Während seiner Zeit im Senat war Graham Vorsitzender des Haushaltsausschusses und gehörte den Ausschüssen für Bewilligungen, Justiz sowie Umwelt und öffentliche Arbeiten an. Er war unverheiratet und lebte in Seneca, South Carolina. Sein plötzlicher Tod nimmt eine der bekanntesten republikanischen Stimmen aus dem bevorstehenden Wahlzyklus, bei dem ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus zur Wahl stehen.


