
USA und Iran vereinbaren Aussetzung der Angriffe im Golf und Doha-Gespräche für Dienstag
Nach zwei Tagen gegenseitiger Angriffe haben Washington und Teheran alle militärischen Operationen in der Straße von Hormus eingefroren und entsenden Delegationen nach Katar für den 30. Juni.
Eskalation im Golf
Am Samstag, den 27. Juni, griffen iranische Kräfte den Öltanker Kiku an, als dieser die Straße von Hormus zu durchqueren versuchte, wie italienische Medien berichteten. Das US Central Command reagierte mit Bombardierungen militärischer Anlagen im Süden Irans. Stunden später startete die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) Raketen und Drohnen gegen amerikanische Stützpunkte in Kuwait und Bahrain. Ein Wohngebäude nahe der bahrainischen Hauptstadt Manama wurde getroffen, was die dortigen Behörden dazu veranlasste, internationale Intervention zu fordern.
Eine letztminütige Pause
Am Sonntag einigten sich die beiden Seiten darauf, „alle kinetischen Aktivitäten“ sofort einzufrieren, sagte ein US-Offizier gegenüber Axios. Ein anderer Beamter bestätigte, dass die Feindseligkeiten „für den Moment“ ausgesetzt würden und Schiffe die strategische Wasserstraße nun frei befahren könnten. Die Vereinbarung unterbrach einen Kreislauf der Gewalt, der einen am 17. Juni vermittelten Waffenstillstand zu gefährden drohte.
Diplomatie verlagert sich nach Katar
Gespräche, die ursprünglich in der Schweiz stattfinden sollten, um Irans Atomprogramm zu behandeln, wurden dringend umgewidmet, um sich auf die Sicherheit und die Freiheit der Schifffahrt in der Straße zu konzentrieren. Die US-amerikanischen und iranischen Delegationen werden sich nun am Dienstag, dem 30. Juni, in Doha treffen. Der Axios-Bericht fügte hinzu, dass parallel zum politischen Dialog technische Diskussionen stattfinden werden.
- Iranische Kräfte greifen Öltanker Kiku in der Straße von Hormus an
- US Central Command führt Luftangriffe auf militärische Anlagen im Süden Irans durch
- IRGC startet Raketen und Drohnen auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain und trifft ein Wohngebiet nahe Manama
- USA und Iran vereinbaren Aussetzung aller kinetischen Operationen
- US-amerikanische und iranische Delegationen treffen sich in Doha zu Gesprächen über Sicherheit und Schifffahrt
Breitere Druckpunkte
Der Aufflammen kommt vor dem Hintergrund breiterer regionaler Turbulenzen. Im Libanon lehnte Parlamentspräsident Nabih Berri, ein wichtiger Verbündeter der Hisbollah, einen von den USA vermittelten Rahmenvertrag mit Israel offen ab.
Berri nannte es ein „Abkommen der Auflagen“, das die Rechte Beiruts nicht schütze. Der Plan verknüpft einen vollständigen israelischen Abzug mit der Entwaffnung der Hisbollah. Unterdessen hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi zuvor signalisiert, die Straße von Hormus erneut schließen zu können, während US-Präsident Donald Trump vor einer weiteren Eskalation gewarnt hatte.Dieses Abkommen wird nicht durchgehen und wird in seiner jetzigen Form nicht umgesetzt werden.


