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Konflikte·vor 4 Tagen

US greift iranische Raketenstellungen nahe Hormus an – Waffenstillstandsgespräche in der Schwebe

Amerikanische Streitkräfte haben am späten Montag Raketenabschussrampen und Minenleger nahe Bandar Abbas angegriffen und damit den fragilen Waffenstillstand vom 8. April auf die Probe gestellt, während US- und iranische Unterhändler in Doha an einer Einigung arbeiten.

Die Angriffe

Streitkräfte der Vereinigten Staaten haben am Montag, den 25. Mai 2026, nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) „Selbstverteidigungsangriffe“ im Süden Irans durchgeführt. Zu den Zielen gehörten Raketenabschussrampen und iranische Schiffe, die versuchten, in der Straße von Hormus Minen zu legen, so CENTCOM-Sprecher Captain Tim Hawkins. Die Angriffe ereigneten sich nahe Bandar Abbas, einer Hafenstadt direkt gegenüber der Insel Hormus und der strategischen Wasserstraße, die im Mittelpunkt des Konflikts steht, der Ende Februar begann.

US-Streitkrräfte haben heute im Süden Irans Selbstverteidigungsangriffe durchgeführt, um unsere Truppen vor Bedrohungen durch iranische Kräfte zu schützen. Zu den Zielen gehörten Raketenabschussrampen und iranische Boote, die versuchten, Minen zu legen.

Iranische halbstaatliche Medien berichteten von mehreren lauten Explosionen in Bandar Abbas gegen Mitternacht Ortszeit. Das Staatsfernsehen erklärte später, die Lage habe sich normalisiert und eine Untersuchung laufe. Die Angriffe erfolgten Stunden nach der Ankunft iranischer Unterhändler in Katar für Gespräche.

Eine fragile Waffenruhe

Seit dem 8. April 2026 gilt ein Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, nachdem mehrere Wochen Krieg Tausende Tote gefordert und die Weltwirtschaft erschüttert hatten. Die Waffenruhe wurde von Präsident Donald Trump ohne Frist verlängert. CENTCOM betonte, man verteidige weiterhin seine Streitkräfte „unter Ausübung von Zurückhaltung während des laufenden Waffenstillstands“ – eine Formulierung, die US-Medien wie die Washington Post und NPR als inhärent widersprüchlich bezeichneten.

CENTCOM verteidigt weiterhin unsere Streitkräfte unter Ausübung von Zurückhaltung während des laufenden Waffenstillstands.

Dies ist nicht der erste Vorfall seit Beginn der Waffenruhe. Frühere Angriffe haben Fragen aufgeworfen, ob solche Aktionen die Verhandlungen zum Scheitern bringen könnten, doch beide Seiten haben den Waffenstillstandsrahmen bisher aufrechterhalten.

Der Engpass Hormus

Die Straße von Hormus bleibt der Brennpunkt der Krise. Etwa 20 % des weltweiten Öls und 20 % des weltweit gehandelten Flüssigerdgases passieren diese schmale Wasserstraße. Der Iran schloss die Meerenge am 28. Februar 2026 als Vergeltung für US-israelische Angriffe, bei denen der Oberste Führer Ali Chamenei getötet wurde, und löste damit eine Energiekrise aus, die die Weltwirtschaft schwer beeinträchtigt hat.

Außenminister Marco Rubio erklärte am Dienstag, die Meerenge werde „auf die eine oder andere Weise“ wieder geöffnet. Der potenzielle Deal, über den verhandelt wird, soll Berichten zufolge die Wiedereröffnung der Meerenge und die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran vorsehen, während das Nukleardossier für eine spätere Phase zurückgestellt wird – ein Ansatz, der von mehreren mit Trump verbündeten republikanischen Senatoren kritisiert wurde.

Diplomatisches Manövrieren

Die Verhandlungen haben sich in den letzten Tagen intensiviert. Am Sonntag reisten pakistanische Vermittler nach China, während die wichtigsten iranischen Unterhändler in Katar empfangen wurden. Das kleine Emirat spielt eine zunehmend wichtige Rolle in den Gesprächen und hält einen Teil der Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten im Ausland – finanzielle Ressourcen, die Teheran für den Abschluss einer Vereinbarung fordert.

Die Diskussionen drehen sich hauptsächlich um die genaue Formulierung des ersten Textes, daher wird es ein paar Tage dauern.

Rubio, der sich auf einem offiziellen Besuch in Indien befand, hielt daran fest, dass ein Kompromiss „in den kommenden Tagen“ möglich bleibe, auch wenn er Andeutungen vom Wochenende über einen unmittelbar bevorstehenden Abschluss zurücknahm. Trump selbst stellte neue Forderungen und rief die arabischen Länder der Region – vor allem Katar und Saudi-Arabien – auf, den Abraham-Abkommen beizutreten und die Beziehungen zu Israel zu normalisieren.

Diese Länder sollten verpflichtet werden, zu unterzeichnen.

Memorial Day-Kontext

Die Angriffe ereigneten sich am Memorial Day, was der Militäraktion eine emotionale Note verlieh. Trump besuchte den Nationalfriedhof Arlington, um der 13 amerikanischen Soldaten zu gedenken, die bei der Operation Epic Fury getötet wurden – dem Feldzug, der den aktuellen Konflikt am 28. Februar 2026 auslöste. Auf seiner Plattform Truth Social beharrte Trump darauf, dass der Iran „nie eine Atomwaffe haben wird“ und warnte, es werde „nur einen großartigen Deal oder gar keinen Deal geben – zurück zum Schlachtfeld und zu Bombardierungen, größer und stärker als zuvor“.

Schlüsselereignisse im US-Iran-Konflikt und Waffenstillstand
  1. Operation Epic Fury beginnt; Iran schließt Straße von Hormus, nachdem US-israelische Angriffe den Obersten Führer Ali Chamenei töten
  2. Waffenstillstand zwischen USA und Iran tritt in Kraft, von Präsident Trump auf unbestimmte Zeit verlängert
  3. USA führen Selbstverteidigungsangriffe auf Raketenstellungen und Minenleger nahe Bandar Abbas durch; iranische Unterhändler treffen in Katar ein
  4. Marco Rubio erklärt, die Straße von Hormus werde ‚auf die eine oder andere Weise‘ wieder geöffnet, und ein Deal bleibe ‚in den kommenden Tagen‘ möglich

Trotz der neuen Feindseligkeiten signalisierten sowohl Washington als auch Teheran, dass der Waffenstillstand in Kraft bleibt. Es gab keine Ankündigung über Änderungen an der Waffenruhe, und Rubio sprach weiterhin von einer möglichen Einigung, was darauf hindeutet, dass die Angriffe eher eine Drucktaktik als eine echte Rückkehr zum umfassenden Krieg darstellen könnten.

Bandar Abbas · Doha · Arlington

7 Quellen

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