
König Charles, Putin und Papst Leo XIV. gratulieren den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit
Botschaften aus London, Moskau und dem Vatikan unterstrichen die gemeinsame Geschichte und riefen zur Zusammenarbeit auf, während die Vereinigten Staaten am 4. Juli 2026 den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeitserklärung feierten.
Königliche Würdigung und Rede vor dem Kongress
König Charles III. übermittelte eine Botschaft an Präsident Donald Trump und das amerikanische Volk und nannte den Jahrestag „einen wirklich historischen Meilenstein und einen Anlass für Amerikaner überall, zu feiern.“ Der Buckingham Palace veröffentlichte ein Video, das den König und Königin Camilla mit Bürgern sowie mit Trump und First Lady Melania Trump zeigt, zusammen mit Aufnahmen von Charles‘ Rede vor dem US-Kongress früher im Jahr. Diese Ansprache machte ihn zum erst zweiten regierenden britischen Monarchen, der vor dem Kongress sprach, nach Königin Elisabeth II. im Mai 1991. In der Rede ging Charles auf den Ukraine-Krieg und den Umweltschutz ein und sagte den Abgeordneten, sie kämen „in einer Zeit großer Unsicherheit“ zusammen.
Dieses Jahr markiert einen wirklich historischen Meilenstein und ist ein Anlass für Amerikaner überall, zu feiern.
Putins persönliches Telegramm
Der russische Präsident Wladimir Putin wandte sich in einem vom russischen Außenministerium veröffentlichten Glückwunschtelegramm direkt an Trump. Mit den Worten „Sehr geehrter Herr Präsident, lieber Donald“ bezeichnete Putin die Unabhängigkeitserklärung als Meilenstein der Weltgeschichte und wies darauf hin, dass Russland, damals unter den Zaren, die amerikanischen Kolonisten unterstützt habe. Er erinnerte an „zahlreiche glorreiche Kapitel“ in den bilateralen Beziehungen und schrieb, die beiden Länder „waren Verbündete in zwei Weltkriegen, befreiten gemeinsam die Menschheit von den Schrecken des Nationalsozialismus und spielten anschließend eine wichtige Rolle bei der Schaffung der Grundlagen der modernen Weltordnung.“ Putin betonte, dass Russland und die USA als Atommächte eine besondere Verantwortung für die globale Sicherheit und Stabilität trügen. Er schloss mit einem Hand-Emoji und Wünschen für Gesundheit, Erfolg und Wohlstand.
Wir waren Verbündete in zwei Weltkriegen, befreiten gemeinsam die Menschheit von den Schrecken des Nationalsozialismus und spielten anschließend eine wichtige Rolle bei der Schaffung der Grundlagen der modernen Weltordnung.
Ein päpstlicher Aufruf zur Einheit
Papst Leo XIV., der in Chicago geboren wurde, veröffentlichte einen offenen Brief, der sich an alle Amerikaner richtete und nicht an eine staatliche Institution. Er bezeichnete den Jahrestag als einen entscheidenden Moment in der Geschichte und rief die Vereinigten Staaten auf, mit anderen Nationen zusammenzuarbeiten. „Niemand allein kann die Last der Herausforderungen tragen, vor denen die Welt steht. Wir brauchen einander und müssen harmonisch zusammenarbeiten“, schrieb der Papst. Als „Sohn dieses großartigen Landes“ betete er, dass die in der Unabhängigkeitserklärung zum Ausdruck gebrachten Ideale die USA weiterhin „in Einheit, Gerechtigkeit und Frieden“ leiten mögen.
Niemand allein kann die Last der Herausforderungen tragen, vor denen die Welt steht. Wir brauchen einander und müssen harmonisch zusammenarbeiten.
Weitere Botschaften
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte seine Glückwünsche bereits am Freitag, dem 3. Juli, in einem Telefonat mit Trump übermittelt und dabei die besondere Verbindung zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten betont.


