
Trump sagt, US-Militär tötet venezolanischen Drogenboss Niño Guerrero
US-Präsident Donald Trump gab die Tötung von Niño Guerrero, dem Anführer des Tren-de-Aragua-Kartells, bei einem Militärschlag Anfang dieser Woche bekannt, der mit der venezolanischen Übergangsregierung koordiniert wurde.
Angriff auf Kartellführer
Donald Trump erklärte auf Truth Social, dass das US Southern Command einen „schnellen, tödlichen kinetischen Schlag“ ausgeführt habe, um Niño Guerrero zu töten, den er als berüchtigten Anführer „einer der blutigsten Terrororganisationen des Planeten“ bezeichnete. Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte, dass die Operation Anfang der Woche stattfand und Guerreros Tod bestätigt wurde. Trump veröffentlichte ein Video, das ein Gebäude mit einem grünen Dach zeigt, das explodiert.
Auf meinen Befehl hin führte das US Southern Command einen schnellen, tödlichen Schlag aus, um Niño Guerrero zu töten, den berüchtigten Anführer der Tren de Aragua, einer der blutigsten Terrororganisationen des Planeten.
Die Aktion sei „eng mit unseren Freunden in Venezuela abgestimmt“ gewesen, sagte Trump und bezog sich dabei auf die Übergangsregierung in Caracas. Das Weiße Haus, das Southern Command und das venezolanische Informationsministerium äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
Wer war Niño Guerrero?
Die in Venezuela gegründete Tren de Aragua hat sich nach Kolumbien, Peru und Chile ausgebreitet, kontrolliert Migrationsrouten und ist in Drogenhandel, Menschenhandel, Erpressung, Entführung und Auftragsmorde verwickelt. Das US-Außenministerium stufte sie als ausländische Terrororganisation ein und setzte eine Belohnung von 5 Millionen Dollar auf Guerrero aus. Er floh 2023 kurz vor einer Polizeirazzia aus dem Tocorón-Gefängnis.
Die Terroristen der Tren de Aragua haben in Venezuela oder anderswo keinen sicheren Hafen mehr.
Breitere US-Kampagne
Im Januar nahmen US-Streitkräfte den ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in Caracas fest; er steht nun in New York wegen „Narko-Terrorismus“ vor Gericht. Seine ehemalige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez wurde Interimspräsidentin. Seitdem hat das US-Militär wiederholt Schiffe angegriffen, die des Drogenschmuggels verdächtigt wurden, Dutzende Boote zerstört und über 200 mutmaßliche Schmuggler getötet. Die Trump-Administration rechtfertigt diese Operationen als Teil eines Krieges gegen Narko-Terroristen aus Lateinamerika.
Kritiker, darunter einige UN-Vertreter und Experten, sagen, dass die Opfer auch Fischer umfassten und dass die Angriffe außergerichtlichen Tötungen gleichkämen. Washington hat keine klaren Beweise dafür vorgelegt, dass alle Toten Drogenschmuggler waren.


