
Trump unterzeichnet Executive Order zur Einrichtung einer Kommission für die US Space Academy
Präsident Donald Trump unterzeichnete am Freitag im Johnson Space Center in Houston eine Executive Order, um die Gründung einer gebührenfreien nationalen Raumfahrtakademie unter der Aufsicht der NASA einzuleiten.
Executive Order in Houston unterzeichnet
Während eines Besuchs im Johnson Space Center der NASA in Houston am Freitag kündigte Präsident Donald Trump den formalen Start einer Kommission zur Gründung der US Space Academy an. Trump unterzeichnete die Executive Order gemeinsam mit NASA-Administrator Jared Isaacman während einer Zeremonie, bei der vier Artemis-II-Astronauten, die im April einen Mondvorbeiflug absolviert hatten, die Congressional Space Medal of Honor verliehen wurde. Die vorgeschlagene nationale Einrichtung wird zivile Betreiber, Militärangehörige und Ingenieure für zukünftige Erkundungs- und Raumfahrtprogramme ausbilden.
Trump erklärte, dass die Ausweitung der amerikanischen Weltraummissionen zum Mond und darüber hinaus eine spezialisierte Ausbildungspipeline über Regierungsbehörden und den kommerziellen Sektor hinweg erfordere.
Es ist klar, dass wir eine ganze Generation von qualifizierten Militärangehörigen, Ingenieuren und zivilen Betreibern ausbilden und schulen müssen, und alles andere, um das zu tun, was wir tun müssen.
Trump betonte in seiner Rede, dass die Akademie die besten Kandidaten des Landes anziehen, ausbilden und graduieren werde. Die Zeremonie war Trumps jüngster Besuch in der Einrichtung in Houston, wo er sich mit der Führung und dem Personal der Raumfahrtbehörde traf, um die bevorstehenden Erkundungspläne zu überprüfen.
Akademisches Modell im Rahmen von Project Athena
Das Konzept für die Akademie stammt von NASA-Administrator Jared Isaacman, der die Einrichtung in Project Athena eingebracht hat, eine umfassendere Initiative zur Reorganisation und Modernisierung ziviler Raumfahrtprogramme. Im Gegensatz zu traditionellen Dienstakademien wie der Air Force Academy wird die US Space Academy unter der administrativen Zuständigkeit der NASA stehen. Nach der vorgeschlagenen Struktur erhalten eingeschriebene Studenten eine vollständige Studiengebührenübernahme im Austausch für eine verpflichtende mehrjährige öffentliche Dienstverpflichtung nach dem Abschluss.
Absolventen haben die Möglichkeit, in die US Space Force einzutreten, die sechste Teilstreitkraft, die während Trumps erster Amtszeit geschaffen wurde. Beamte erklärten jedoch, dass die meisten Absolventenstellen für zivile Posten bei der NASA und Rollen im kommerziellen Raumfahrtsektor reserviert seien. Isaacman entwarf das Programm, um einen Branchenwandel widerzuspiegeln, bei dem kommerzielle Unternehmen Operationen übernehmen, die einst ausschließlich von der NASA durchgeführt wurden, darunter Raketenstarts, orbitale Raumstationen und bemannte Transporte. Der vorgeschlagene Lehrplan soll bemannte und robotische Raumfahrtoperationen, Bodenkontrollsysteme, Raumfahrzeugdesign, Weltraummüllminderung und verwandte technische Disziplinen abdecken.
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Der institutionelle Rahmen zielt darauf ab, eine neue Generation technischer Führungskräfte hervorzubringen, die in der Lage sind, komplexe Weltraumoperationen zu bewältigen, während die NASA ihre Kernressourcen auf Erkundungsinitiativen konzentrieren kann, wie die Entwicklung einer permanenten Oberflächeninfrastruktur auf dem Mond.
Standortsuche und geopolitischer Kontext
Die Trump-Administration hat keinen geografischen Standort für den neuen Campus der Akademie endgültig festgelegt. Trump deutete an, dass bald eine Auswahl getroffen werde, und erkannte intensive Lobbyarbeit mehrerer Staatsdelegationen an. Er stellte fest, dass der texanische Senator Ted Cruz bei der Zeremonie anwesend war, um für seinen Heimatstaat zu werben.
Die Gründung der Akademie fällt mit der strategischen Rivalität zwischen den Vereinigten Staaten und China in der Raumfahrttechnologie und Monderkundung zusammen. Vertreter der Trump-Administration haben den Wettbewerb als zweites Weltraumrennen bezeichnet und direkte Vergleiche mit dem Kalten Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion gezogen. Sowohl die USA als auch China haben sich formelle Ziele gesetzt, bis 2030 bemannte Missionen zum Mond zu schicken und permanente Oberflächenbasen zu errichten.


