
Trump und Pezeschkian unterzeichnen digitales MoU zur Beendigung des US-Iran-Krieges, Aufhebung der Seeblockade und Wiederaufnahme der Ölexporte
Die Präsidenten Trump und Pezeschkian haben am Dienstag ein 14-Punkte-Memorandum of Understanding elektronisch unterzeichnet, das die militärischen Operationen sofort beendet und den Weg für den Iran zur Wiederaufnahme legaler Ölexporte sowie für den Verkehr durch die Straße von Hormus freimacht.
Elektronische Unterzeichnung umgeht Genfer Zeremonie
Das 14-Punkte-Memorandum wurde am 17. Juni von den beiden Präsidenten digital paraphiert, wodurch eine für Freitag geplante Zeremonie in der Schweiz überflüssig wurde. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, bestätigte, dass das Dokument von beiden Seiten elektronisch unterzeichnet wurde.
Die Vereinbarung wurde nun offiziell von beiden Seiten elektronisch unterzeichnet.
Zwei US-Beamte bestätigten die Unterzeichnung gegenüber Axios' Barak Ravid. Die Unterzeichnung erfolgte Stunden, nachdem Teheran mitgeteilt hatte, dass es erwäge, die Präsidenten unterschreiben zu lassen, anstatt Vizepräsident J.D. Vance und den iranischen Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf.
Waffenstillstandsbedingungen und 60-tägiges Verhandlungsfenster
Das Memorandum ordnet eine sofortige und dauerhafte Einstellung der militärischen Operationen auf allen Fronten, einschließlich des Libanon, an und verpflichtet beide Seiten zur gegenseitigen Achtung der Souveränität und Nichteinmischung. Washington und Teheran sollen innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung aushandeln, die durch beiderseitiges Einvernehmen verlängert werden kann. Mit der Unterzeichnung wird die USA damit beginnen, die Seeblockade und alle anderen Beschränkungen gegen den Iran aufzuheben.
Ölsanktionen aufgehoben, wirtschaftliche Lebensader für den Iran
Das MoU erlaubt dem Iran die sofortige Wiederaufnahme der Ölexporte, friert Vermögenswerte frei und gewährt Ausnahmegenehmigungen für Bank-, Schifffahrts- und Versicherungsgeschäfte. Jorge Leon, Leiter der geopolitischen Analyse bei Rystad, schätzte, dass der Iran etwa 2 Millionen Barrel pro Tag exportieren könnte, etwa ein Drittel mehr als vor dem Krieg. Da die Verkäufe legal und sanktionsfrei sein werden, wird der Iran keine tiefen Preisnachlässe mehr benötigen, um Käufer anzuziehen.
Das sieht nach einem ziemlich guten Deal für den Iran aus.
Etwa 50 % der Einnahmen des iranischen Regimes stammen aus Ölverkäufen, so die US-Energieinformationsbehörde. Der Deal stellt Teherans primäre Einnahmequelle wieder her, nachdem monatelange Seeblockaden alle Exporte aus dem Persischen Golf gestoppt hatten.
Schifffahrt durch Hormus wird unter iranisch-omanischer Kontrolle wieder aufgenommen
Der Iran und Oman werden gemeinsam einen Managementmechanismus für die Straße von Hormus entwickeln und bei Bedarf mit regionalen Ländern konsultieren. Der Schiffsverkehr soll innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens auf das Vorkriegsniveau zurückkehren, und der Iran behält die alleinige Verantwortung für die Umsetzung.
Der Iran und Oman werden einen Managementmechanismus für die Straße von Hormus entwickeln und bei Bedarf mit anderen regionalen Ländern zusammenarbeiten und konsultieren.
Von der Freitagszeremonie zur digitalen Tinte
Ursprünglich sollte die Unterzeichnung am Freitag in Genf oder Brüssel mit Vizepräsident Vance und Sprecher Ghalibaf stattfinden. Am Dienstagnachmittag bestätigte Teheran, dass man einen Plan prüfe, die Präsidenten unterschreiben zu lassen, und am Abend hatten die beiden Führer digitale Unterschriften geleistet, wodurch die Zeremonie abgesagt wurde. Diplomaten sagten gegenüber Axios, dass Vermittlerländer eine noch frühere Option für eine digitale Unterschrift diskutiert hätten.
- Teheran bestätigt Plan, dass Präsidenten das Memorandum unterzeichnen
- Trump und Pezeschkian unterzeichnen das 14-Punkte-MoU digital
- Geplante Genfer Unterzeichnungszeremonie wird überflüssig
- 60-Tage-Frist für die endgültige dauerhafte Vereinbarung

