Diplomatie · Bürgenstock, Genf und Washington
Schweiz verschiebt US-Iran-Friedensgespräche, nachdem JD Vance Genf-Reise absagt – 60-tägige Waffenruhe in Gefahr
Das Schweizer Außenministerium bestätigte am Freitag, dass die geplanten Folgegespräche zum US-Iran-Rahmenabkommen nicht stattfinden würden, Stunden nachdem Vizepräsident JD Vance seine Abreise gestrichen hatte. Dies wirft Zweifel auf, ob innerhalb des 60-tägigen Zeitfensters ein dauerhafter Waffenstillstand ausgehandelt werden kann.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von France 24, Deutsche Welle, The New York Times und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Schweiz bestätigte, dass die für Freitag geplanten US-Iran-Verhandlungen am Bürgenstock nicht stattfinden würden, nachdem Vizepräsident JD Vance seine Abreise abgesagt hatte. Es wurde kein neuer Termin festgelegt.
Trump und Pezeschkian unterzeichneten getrennt voneinander ein Abkommen, das die Waffenruhe um 60 Tage verlängert. Es beinhaltet Sanktionserleichterungen, die Freigabe von Milliarden an Vermögenswerten, Ausnahmegenehmigungen für Ölexporte und die Zusage des Irans, niemals eine Atomwaffe zu bauen.
CENTCOM hob die Blockade iranischer Häfen auf. Der Iran verlangt von Schiffen die Einreichung von Transitanträgen für die Straße von Hormus und will nach 60 Tagen Gebühren erheben, was die USA abgelehnt haben.
Israelische Luftangriffe töteten in der Nacht mindestens 18 Menschen im Südlibanon, während Hisbollah-Raketen vier israelische Soldaten töteten. Israel ist an das US-Iran-Abkommen nicht gebunden.
Der Oberste Führer des Iran erklärte, er habe eine andere Meinung gehabt, aber das Abkommen zum Schutz der iranischen Rechte zugelassen. Er behauptete, Trump habe aus Verzweiflung unterschrieben.
- 18.06.Vance sagt, er werde möglicherweise an diesem Wochenende in die Schweiz reisen; Weißes Haus gibt später bekannt, dass die Reise aus logistischen Gründen abgesagt wurde
- 19.06.Schweizer Außenministerium bestätigt Verschiebung der Bürgenstock-Gespräche; israelische Angriffe töten 18 im Südlibanon, Hisbollah tötet 4 israelische Soldaten
- 16.08.60-tägige Frist für endgültiges umfassendes Friedensabkommen, im gegenseitigen Einvernehmen verlängerbar
Gespräche abgesagt
Das Schweizer Außenministerium bestätigte am Freitagmorgen, dass die Verhandlungen zwischen den USA, dem Iran, Katar und Pakistan im Bergresort Bürgenstock bei Luzern nicht wie geplant stattfinden würden. Die Ankündigung folgte einer Erklärung des Weißen Hauses vom späten Donnerstag, wonach die Delegation von Vizepräsident JD Vance nicht abreisen werde. Ein Sprecher sagte, die Logistik sei nie „einfach oder vorhersehbar“ gewesen.
„Die Logistik dieser Verhandlungen war nie einfach oder vorhersehbar.“
Die Schweiz erklärte, sie sei weiterhin bereit, die Gespräche zu ermöglichen, und die Vorbereitungsarbeiten am Bürgenstock würden fortgesetzt. Ein neuer Termin wurde nicht genannt.
Ein bereits unterzeichnetes Abkommen
Die Verschiebung erfolgt zwei Tage, nachdem Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Masoud Pezeschkian getrennt voneinander ein 14-Punkte-Rahmenabkommen unterzeichnet hatten, das eine brüchige Waffenruhe um mindestens 60 Tage verlängerte. Der Deal, der mit Hilfe des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif vermittelt wurde, sieht eine schrittweise Aufhebung der US-Sanktionen, die Freigabe von zig Milliarden Dollar an iranischen Vermögenswerten, sofortige Ausnahmegenehmigungen für iranische Ölexporte und die Zusage des Irans vor, niemals eine Atomwaffe zu entwickeln.
„Es ist ein sehr starkes Abkommen, niemand weiß, was es ist, aber es ist sehr stark.“
Das US-Zentralkommando CENTCOM bestätigte am Donnerstag, dass die Seeblockade iranischer Häfen im Rahmen des Abkommens aufgehoben worden sei. Im Gegenzug verlangt der Deal die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus, allerdings berichtete die iranische Zeitung Tehran Times, dass Teheran von Schiffen die Einreichung von Transitanträgen und nach 60 Tagen die Zahlung von Gebühren verlange – eine Forderung, die die USA als inakzeptabel bezeichnet haben.
Irans Reaktion
Der Oberste Führer Irans, Ajatollah Modschtaba Chamenei, der die Rolle nach der Tötung seines Vaters Ali Chamenei bei einem Luftangriff am 28. Februar übernommen hatte, erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme, er habe dem Abkommen trotz einer „abweichenden Meinung“ zugestimmt. Er bezeichnete Trump als jemanden, der den Deal „aus Verzweiflung“ unterzeichnet habe, und sagte, künftige persönliche Verhandlungen bedeuteten nicht, „den Standpunkt des Feindes zu akzeptieren“.
„Persönliche Verhandlungen werden in Zukunft stattfinden, aber das bedeutet nicht, den Standpunkt des Feindes zu akzeptieren.“
Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf warnte vor einer „entschlossenen“ Reaktion, falls das Abkommen gebrochen werde. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor erklärt, es sei nichts über eine Reise der iranischen Delegation in die Schweiz bestätigt.
Israel kämpft weiter
Israel ist nicht Vertragspartei des Abkommens und hat sich davon distanziert. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag startete das israelische Militär Angriffe gegen Hisbollah-Ziele im Südlibanon und beschuldigte die Gruppe, die Waffenruhe verletzt zu haben. Die Hisbollah erklärte, sie habe Raketen auf israelische Panzer abgefeuert. Die libanesischen Behörden meldeten mindestens 18 Tote nahe Nabatien. Das israelische Militär gab an, vier seiner Soldaten seien getötet worden, als ein Panzer getroffen wurde.
Vance erteilte israelischen Kritikern eine scharfe Abfuhr und bezeichnete Trump als „den einzigen Staatschef auf der ganzen Welt, der in diesem Moment Sympathie für die Nation Israel hegt“, und deutete an, die israelische Regierung solle ihren einzigen mächtigen Verbündeten nicht angreifen. Trump selbst soll Israel wegen seiner Libanon-Kampagne ermahnt haben.
Innerpolitischer Druck in Washington
Einige republikanische Verbündete im Kongress haben infrage gestellt, ob Trump zu viel nachgegeben habe, um einen bei den Amerikanern vor den Kongresswahlen im November unpopulären Konflikt zu beenden. Trump hatte zuvor die „bedingungslose Kapitulation“ des Irans gefordert, doch das Memorandum sieht stattdessen Sanktionserleichterungen, die Freigabe von Vermögenswerten und Ausnahmegenehmigungen für Ölexporte vor. Auch die Demokraten haben das Abkommen kritisiert.
Das Rahmenabkommen setzt eine 60-tägige Frist für einen endgültigen Deal, die im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden kann, wobei das Ergebnis durch eine verbindliche Resolution des UN-Sicherheitsrates ratifiziert werden soll. Die Unterhändler sollten voraussichtlich mit technischen Gesprächen über die Umsetzung des Abkommens und über längerfristige Fragen, einschließlich des iranischen Atomprogramms, beginnen.
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Quellen und Kontext
- France 24Iran says Trump agreed to deal terms 'out of desperation' as US Democrats blast agreement
- Deutsche WelleUSA-Iran-Deal: Verhandlungen in der Schweiz "verschoben"
- The New York TimesMideast Live Updates: Lebanon Attacks and Delay in Talks Test U.S.-Iran Deal
- RFIIran peace talks put on hold after Vance scraps Swiss visit
- JD Vance
- US-Vizepräsident, der seine Reise nach Genf zu den Iran-Friedensgesprächen absagte
- Donald Trump
- US-Präsident, der das 14-Punkte-Rahmenabkommen mit dem Iran unterzeichnete
- Masoud Pezeshkian
- Präsident des Iran, der das Rahmenabkommen mit den Vereinigten Staaten unterzeichnete
- Mojtaba Khamenei
- Oberster Führer des Iran, der dem Deal trotz Vorbehalten zustimmte; Nachfolger seines Vaters Ali Chamenei
- Shehbaz Sharif
- Premierminister Pakistans, der als Vermittler beim US-Iran-Abkommen fungierte
- Benjamin Netanyahu
- Premierminister Israels, nicht an das US-Iran-Abkommen gebunden und setzt Militäroperationen im Libanon fort
- Mohammad Bagher Ghalibaf
- Chefunterhändler des Iran, der vor einer entschlossenen Reaktion warnte, falls das Abkommen gebrochen werde
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