
US-Angriffe treffen Irans Atomhafen Buschehr, Abadan-Raffinerie und Qeschm-Insel, sagen lokale Beamte
Lokale Behörden berichteten von amerikanischen Angriffen auf Buschehr, Standort des einzigen iranischen Atomkraftwerks, das Ölraffineriezentrum Abadan und die Insel Qeschm nahe der Straße von Hormus am 14. Juli 2026.
Umfang der gemeldeten Angriffe
Iranische Provinzbehörden und Staatsmedien berichteten am Dienstag, den 14. Juli 2026, von einer Welle von US-Angriffen im Süden Irans, die Ziele von der Golfküste bis zur Grenze zum Irak und Kuwait trafen. Der Vizegouverneur der Provinz Buschehr, Ehsan Jahanian, sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, dass vier Orte in der Hafenstadt Buschehr "mittags" Ortszeit (08:30 GMT) "von feindlichen Projektilen getroffen" wurden. Buschehr beherbergt das einzige in Betrieb befindliche Atomkraftwerk Irans. In der Provinz Chuzestan sagte Vizegouverneur Valiollah Hayati, dass die Stadt Abadan, Standort der ältesten Ölraffinerie des Nahen Ostens, und der petrochemische Hafen Mahshahr ebenfalls angegriffen wurden.
Vier Punkte in der Stadt Buschehr wurden mittags von feindlichen Projektilen getroffen.
Der Schauplatz der Straße von Hormus
Das Staatsfernsehen berichtete, dass fünf Explosionen westlich von Bandar Abbas, der großen Hafenstadt nahe der Straße von Hormus, zu hören waren, ohne weitere Details zu nennen. Auf der Insel Qeschm, in der Meerenge selbst, teilte das Gouverneursbüro der Provinz Hormozgan mit, dass ein Ort gegen 19:00 Uhr Ortszeit "von Projektilen des amerikanischen Feindes" angegriffen wurde. Die Nachrichtenagentur Fars fügte hinzu, dass das Gebiet Masan auf Qeschm in den letzten Tagen wiederholt von amerikanischen Bombardements getroffen worden sei. Die Meerenge ist ein kritischer Engpass für den globalen Öltransport.
Ein Ort auf der Insel Qeschm wurde von Projektilen des amerikanischen Feindes angegriffen.
Angriffe entlang der Westgrenze
In Chuzestan bestätigte der Vizegouverneur, dass Abadan und Mahshahr getroffen wurden, beide Städte liegen nahe der irakischen und kuwaitischen Grenze. Abadans Raffinerie ist die älteste in der Golfregion, und Mahshahr ist eine bedeutende petrochemische Zone. Das Staatsfernsehen berichtete separat von einem Explosionsgeräusch in Andimeshk, ebenfalls in Chuzestan, das bereits früher am Tag angegriffen worden war, ohne weitere Angaben.
Informationsvorbehalte
Der Tagesspiegel wies darauf hin, dass Aussagen von Regierungen und Armeen sowie Bilder und Videos aus der Region nicht immer abschließend verifiziert werden können. Die Berichte wurden mit diesem Vorbehalt veröffentlicht, um ein möglichst detailliertes Bild der Ereignisse zu liefern. Alle Berichte über die Angriffe stammen von iranischen Provinzbeamten und staatsnahen Medien; in den Quellenartikeln gab es keine unabhängige Bestätigung oder Stellungnahme des US-Militärs.
- Vier Orte in Buschehr mittags Ortszeit von feindlichen Projektilen getroffen, laut Vizegouverneur Ehsan Jahanian.
- Abadan und Mahshahr getroffen, bestätigt von Vizegouverneur Valiollah Hayati aus Chuzestan.
- Fünf Explosionen westlich von Bandar Abbas gehört, gemeldet vom Staatsfernsehen.
- Explosion in Andimeshk, Chuzestan, gehört, das früher am Tag angegriffen worden war.
- Ort auf der Insel Qeschm gegen 19:00 Uhr Ortszeit von amerikanischen Projektilen angegriffen, laut Gouverneursbüro von Hormozgan.
Breiterer Kontext
Die gemeldeten Angriffe vom Dienstag erfolgen inmitten einer von RTBF als militärische Eskalation zwischen Teheran und Washington beschriebenen Situation. Die Artikel geben keinen unmittelbaren Auslöser für diese Runde der Feindseligkeiten an, aber die geografische Verteilung der gemeldeten Ziele (von der Atomanlage in Buschehr über die Inseln der Straße von Hormus bis zur Öl- und Petrochemie-Infrastruktur an der irakischen Grenze) deutet auf eine koordinierte Multi-Achsen-Operation hin. Die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs fließt, ist seit langem ein Brennpunkt in den Spannungen zwischen den USA und dem Iran.


