
Uruguay rettet spätes 1:1 gegen Saudi-Arabien nach Heldentaten von Al-Owais – Gruppe H bleibt völlig offen
Maxi Araújos Ausgleichstreffer in der 80. Minute sicherte Uruguay einen Punkt gegen ein widerstandsfähiges Saudi-Arabien im Hard Rock Stadium, nachdem Torhüter Mohammed Al-Owais die „La Celeste“ mehrfach zur Verzweiflung gebracht hatte. Nach dem Spiel stehen alle vier Teams der Gruppe H bei einem Punkt.
Saudi-arabische Führung vor der Pause
Saudi-Arabien ging vier Minuten vor der Halbzeit überraschend in Führung, als Innenverteidiger Abdulelah Al-Amri einen Abpraller verwertete. Uruguays Torhüter Fernando Muslera hatte einen Kopfball nach einer Ecke abgewehrt, doch der Ball landete bei Al-Amri, der aus kurzer Distanz einschob. Das Tor erinnerte an Saudi-Arabiens berühmten Auftaktsieg gegen Argentinien 2022, wenngleich der Außenseiter diesmal nur bis zur Schlussphase standhielt.
Muslera, der einen Tag vor seinem 40. Geburtstag sein 135. Länderspiel bestritt und bei seiner fünften Weltmeisterschaft auflief, hatte zuvor mit einer glänzenden Reaktion einen Treffer von Al-Amri nach einer ähnlichen Standardsituation verhindert. Die saudischen Spieler feierten die Halbzeitführung, indem sie auf dem Rasen knieten und den Boden küssten.
In der ersten Halbzeit spielte die Mannschaft ohne Tempo, provozierte keine Fehler und hatte keine Tiefe.
Uruguays Belagerung nach der Pause
Uruguay kam wie verwandelt aus der Kabine. Die Mannschaft von Marcelo Bielsa drängte unaufhörlich und schnürte Saudi-Arabien tief in der eigenen Hälfte ein. Federico Vinas scheiterte in der ersten Hälfte mit einem Kopfball aus kurzer Distanz an Al-Owais, und Manuel Ugarte traf in der zweiten Hälfte mit einem Flachschuss von außerhalb des Strafraums den Pfosten. Uruguay kam auf insgesamt 28 Torschussversuche gegenüber sieben von Saudi-Arabien.
Darwin Núñez, der mittlerweile in Saudi-Arabien für Al-Hilal spielt, kam in den ersten 20 Minuten nur auf zwei Ballkontakte und wurde zur Halbzeit zusammen mit Matías Viña ausgewechselt. Die Einwechselspieler Agustín Canobbio und Juan Manuel Sanabria brachten frischen Schwung.
- Araújo prüft Al-Owais mit einem frühen Schuss von der Strafraumgrenze (5')
- Al-Owais pariert Vinas' Kopfball aus kurzer Distanz (30')
- Muslera rettet bei Al-Amris erstem Versuch nach einer Ecke (37')
- Al-Amri trifft nach einem Abpraller zur Führung für Saudi-Arabien (41')
- Ugarte trifft mit einem Flachschuss von außerhalb des Strafraums den Pfosten (61')
- Araújo gleicht nach einem Abpraller aus kurzer Distanz aus (80')
- Al-Owais pariert Valverdes Schuss in der Nachspielzeit und sichert das Remis (90+')
Al-Owais hält stand
Der 34-jährige saudische Torhüter, der in der zweiten saudischen Liga spielt, zeigte eine Serie von Paraden, die sein Team im Spiel hielten. Er verhinderte in der Nachspielzeit mit einer spektakulären Rettungstat gegen Federico Valverde den Sieg, nachdem er bereits in der 61. Minute einen Schuss von Ugarte mit den Fingerspitzen abgewehrt hatte. Al-Owais war in der 80. Minute geschlagen, als Araújo einen Abpraller aus spitzem Winkel ins lange Eck hämmerte, doch er erholte sich schnell, um das Unentschieden zu sichern.
Wir hätten heute gewinnen müssen, das ist uns nicht gelungen.
Gruppe H völlig offen
Das Unentschieden folgte auf das torlose Remis zwischen Kap Verde und Spanien am selben Tag, was bedeutet, dass alle vier Teams der Gruppe H – Uruguay, Saudi-Arabien, Spanien und der WM-Neuling Kap Verde – nach dem ersten Spieltag bei einem Punkt stehen. Man hatte erwartet, dass die Gruppe zwei klare Favoriten hervorbringen würde, doch die Auftaktspiele endeten jeweils mit einem Remis.
- Uruguay
- 1 Punkte
- Saudi-Arabien
- 1 Punkte
- Spanien
- 1 Punkte
- Kap Verde
- 1 Punkte
Asiatische Konföderation ungeschlagen
Die Nationen der AFC sind bei dieser auf 48 Teams erweiterten Weltmeisterschaft in ihren ersten fünf Spielen ungeschlagen geblieben und konnten zwei Siege sowie drei Unentschieden verbuchen. Südkorea schlug Tschechien mit 2:1, Australien besiegte die Türkei mit 2:0, Japan spielte 2:2 gegen die Niederlande und Katar trennte sich 1:1 von der Schweiz. Saudi-Arabien wird die Weltmeisterschaft in acht Jahren, im Jahr 2034, ausrichten; die Entwicklung der Nationalmannschaft ist ein zentraler Bestandteil der sportlichen Vision der Regierung.

