Regierung · London, Belfast und Bellaghy
Oberster Gerichtshof Großbritanniens vertagt Urteil im Berufungsverfahren um öffentliche Untersuchung des Mordes an Sean Brown
Die britische Regierung legt Berufung gegen eine Anordnung des Gerichts in Belfast ein, mit der sie zu einer öffentlichen Untersuchung des Mordes an dem GAA-Vorsitzenden Sean Brown im Jahr 1997 verpflichtet wurde. Seine Familie erklärt, er sei von Agenten des britischen Staates ermordet worden. Fünf Richter hörten am Dienstag, 27. Oktober 2026, die Plädoyers und vertagten die Urteilsverkündung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Irish Times und Evening Standard. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Fünf Richter hörten am Dienstag, 27. Oktober 2026, die Berufung der Regierung gegen eine Anordnung des Gerichts in Belfast, eine öffentliche Untersuchung des Mordes an Sean Brown von 1997 durchzuführen. Die Urteilsverkündung wurde vertagt.
Clare Loughran sagte, die Familie habe kein Vertrauen in die ICRIR und wolle eine öffentliche Untersuchung. Browns Witwe Bridie, 89, verfolgte die Anhörung per Videoübertragung.
Die Regierung stimmt zu, dass es keine angemessene Untersuchung gegeben hat, doch Hilary Benn entschied 2024, dass die ICRIR den Fall statt einer Untersuchung übernehmen solle.
In den vorbereitenden Anhörungen des Inquest 2024 wurde bekannt, dass mehr als 25 Personen durch Geheimdiensterkenntnisse mit dem Mord in Verbindung gebracht wurden, darunter mehrere staatliche Agenten.
- Dezember 2024Der High Court in Belfast entscheidet, dass eine öffentliche Untersuchung eingerichtet werden muss
- April 2025Das Berufungsgericht nennt die Weigerung der Regierung rechtswidrig
- 27.10.Der Supreme Court hört die Berufung der Regierung und vertagt die Urteilsverkündung
Die Berufung in London
Die britische Regierung ficht Entscheidungen der Gerichte in Belfast an, die sie zu einer öffentlichen Untersuchung des Mordes an Sean Brown, 61, Vorsitzender des Gaelic-Athletic-Clubs Bellaghy Wolfe Tones im County Londonderry, verpflichteten. Am Dienstag, 27. Oktober, wurden vor einem fünfköpfigen Gericht in London die Plädoyers gehalten, und die Richter haben die Urteilsverkündung vertagt, eine Entscheidung wird also später folgen. Brown war in der Nacht des 12. Mai 1997 entführt worden, als er die Tore des Clubs abschloss. Er wurde etwa 10 Meilen nach Randallstown gefahren, sechsmal erschossen, und seine Leiche wurde später in einem ausgebrannten Auto gefunden. Niemand wurde jemals wegen des Mordes beschuldigt.
Wie der Fall zum Supreme Court kam
Der Coroner in Nordirland erklärte im März 2024, er könne das Inquest-Verfahren nicht fortsetzen, weil Material aus Gründen der nationalen Sicherheit zurückgehalten werde. In den vorbereitenden Anhörungen des Inquest in jenem Jahr wurde bekannt, dass mehr als 25 Personen durch Geheimdiensterkenntnisse mit der Tat in Verbindung gebracht wurden, darunter mehrere staatliche Agenten. Der Coroner bat daraufhin den Nordirland-Minister um eine öffentliche Untersuchung. Der High Court in Belfast entschied im Dezember 2024, dass eine solche eingerichtet werden müsse, und das Berufungsgericht nannte die Weigerung der Regierung im April 2025 rechtswidrig. Die Regierung rief den Supreme Court an, was zur Anhörung am Dienstag führte.
Die Position der Regierung und die ICRIR
Die Regierung räumt ein, dass es keine angemessene Untersuchung des Todes gegeben hat. 2024 entschied der damalige Nordirland-Minister Hilary Benn, dass der Fall stattdessen an die Unabhängige Kommission für Versöhnung und Informationsgewinnung (ICRIR) gehen solle, ohne öffentliche Untersuchung. Sir James Eadie KC, der für das Nordirland-Ministerium auftrat, argumentierte, die Entscheidung aus Belfast beruhe auf derselben Grundlage, die der Supreme Court in einem Urteil vom Mai in einem anderen Fall als fehlerhaft bewertet habe; damals wurde festgestellt, dass die Kommission zu einer Untersuchung fähig ist, die die Rechte der Opfer nicht schmälert. Vor Gericht sagte er:
„Damit sollte diese Berufung erledigt sein.“
Die Sache der Familie
Des Fahy KC, der die Familie Brown vertritt, sprach vor Gericht über die Personen, die das sensible Material gesehen haben.
„Es gibt eine überschaubare und klar bestimmbare Gruppe von Personen, die in diesem Fall sensibles Material gesehen haben,“
sagte er. Fahy argumentierte, der Staatssekretär, der Beschwerdeführer in diesem Verfahren, sei der Einzige in dieser Gruppe, der das Material gesehen habe und nicht zu dem Schluss gekommen sei, dass eine öffentliche Untersuchung mit einem Verfahren für geschlossenes Material nötig sei, um die Verpflichtung des Staates nach Artikel 2 zu erfüllen. Vor dem Gericht sagte Browns Tochter Clare Loughran:
„Die Regierung befindet sich nach wie vor im Zustand der Rechtswidrigkeit.“
Sie sagte, die Familie sehe zwei Optionen: eine öffentliche Untersuchung, die sie als die richtige und beste Option bezeichnete, oder eine Verweisung an die ICRIR, die die Familie nicht akzeptieren werde. Ihre Schwester Siobhan Brown sagte zu Unterstützern, es sei ein langer Kampf gewesen, und die Familie werde nicht aufgeben. Ihre Mutter Bridie Brown, 89, konnte nicht teilnehmen, verfolgte die Anhörung aber per Videoübertragung. Der Anwalt Niall Murphy nannte es eine Schande, dass die Familie vor Gericht gezerrt worden sei, und sagte, nur eine öffentliche Untersuchung werde sie zufriedenstellen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The Irish TimesOberster Gerichtshof des Vereinigten Königreichs vertagt Urteil zu öffentlicher Untersuchung über Mord an GAA-Vorsitzendem Sean BrownUK Supreme Court reserves judgment on public inquiry into murder of GAA chairman Sean Brown · Original auf Englisch
- Evening StandardFamilie Brown hat kein „Vertrauen“ in die ICRIRBrown family has no 'faith or trust' in ICRIR · Original auf Englisch
- Evening StandardUrteil vertagt in der Berufung der Regierung vor dem Obersten Gerichtshof zur Untersuchung im Fall Sean BrownJudgment reserved in Government appeal to Supreme Court over Sean Brown inquiry · Original auf Englisch
- Siobhan Brown
- Tochter von Sean Brown, die sich vor dem Supreme Court an Unterstützer wandte
- Sir James Eadie KC
- Anwalt des Nordirland-Ministeriums, der die Berufung der Regierung vertrat
- Hilary Benn
- Nordirland-Minister 2024, der entschied, dass der Fall an die ICRIR gehen solle
- Chris Bryant
- Nordirland-Minister und Nachfolger von Hilary Benn, den die Familie auffordert, eine Untersuchung anzukündigen
- Orte
- London, Vereinigtes Königreich, Belfast, Derry, Irland
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