Wirtschaft · Poznań

UOKiK erhebt Vorwürfe gegen Legimi wegen kostenpflichtigem Katalog für 14,99 zł und Gratis-Test-Button

Die polnische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde wirft der E-Book-Plattform Legimi vor, eine bereits bezahlte Leistung eingeschränkt zu haben. Bestätigen sich die Vorwürfe, droht ein Bußgeld von bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Parkiet, rmf24.pl, epoznan.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Poznań · Polen
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2024Legimi führt den Katalog Klubowy ein; Titel werden für 14,99 zł pro Stück aus dem Abonnement herausgenommen
  2. 26.10.UOKiK erhebt den Vorwurf der Verletzung kollektiver Verbraucherinteressen

Die Vorwürfe

Das Amt für Wettbewerb und Verbraucherschutz (UOKiK) wirft Legimi, einer polnischen Plattform für Abonnements von E-Books und Hörbüchern, die Verletzung kollektiver Verbraucherinteressen vor. Die Mitteilung erfolgte am Montag, 26. Oktober 2026, durch das Büro von UOKiK-Präsident Tomasz Chróstny. Der Fall reicht bis ins Jahr 2024 zurück, als sich Abonnenten beim Amt über Änderungen an den Bedingungen ihres Dienstes beschwerten. Die Vorwürfe sind bislang nicht bewiesen; das Verfahren muss klären, ob sie Bestand haben.

Die Änderung am Katalog Klubowy

Im Oktober 2024 führte Legimi den sogenannten Katalog Klubowy ein, einen separaten Katalog, in den das Unternehmen einen Teil der E-Books und Hörbücher verschob, die zuvor im Standardabonnement enthalten waren. Leser, die weiterhin Zugang zu diesen Titeln haben wollten, mussten 14,99 zł pro Titel zahlen. Nach Angaben von UOKiK galt die Änderung auch für Personen, die bereits aktive Abonnements hatten, darunter solche, die für einen festen Zeitraum im Voraus bezahlt worden waren. Das Amt erklärt, die damals geltenden Bedingungen hätten das Hinzufügen oder Entfernen von Titeln erlaubt, nicht aber, einen Teil des Katalogs aus dem Abonnement herauszunehmen und in ein kostenpflichtiges Angebot zu überführen. Aus Sicht von UOKiK wurde damit eine Leistung eingeschränkt, die Verbraucher bereits bezahlt hatten.

Chróstny ordnete den Fall in die Frage des Vertrauens in Verträge ein.

„In Büchern mögen wir unerwartete Wendungen, in Verträgen nicht mehr. Wer ein Abonnement bezahlt, hat das Recht zu wissen, was er dafür bekommt.“

Tomasz Chróstny

Er fügte hinzu, ein Unternehmen dürfe die Regeln nicht mitten im Vertrag neu schreiben, schon gar nicht zulasten seiner Kunden.

Der Button für den Gratis-Test

Das Amt hat zudem Bedenken, wie der dreitägige Gratis-Test gestartet wurde. Nutzer begannen ihn mit einem Klick auf einen Button mit der Aufschrift „Zamawiam“, der nicht klar erkennen ließ, dass der Zugang automatisch zu einem kostenpflichtigen Abonnement wird, wenn nicht vor Ablauf der Testphase gekündigt wird. UOKiK verweist darauf, dass das Gesetz von einem Button, mit dem ein Vertrag geschlossen wird, verlange, die Zahlungspflicht deutlich zu machen. Informationen über spätere Kosten an anderer Stelle des Dienstes ersetzten diese Kennzeichnung nicht.

Mögliche Strafe und die Haltung des Unternehmens

Bestätigen sich die Vorwürfe, droht Legimi nach Angaben von UOKiK ein Bußgeld von bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes. Die Zeitung Parkiet schätzte auf Basis der Ergebnisse des Vorjahres, dass die Strafe etwa 11 Millionen zł erreichen könnte. Als die Änderungen 2024 eingeführt wurden, kündigten laut epoznan.pl viele Nutzer an, die Plattform nach Ablauf ihrer Abonnements nicht mehr zu nutzen. Das Unternehmen begründete die Änderungen damals mit der Notwendigkeit, sich an eine Novelle des Urheberrechts anzupassen und die Abrechnung mit Autoren neu zu regeln. Eine Reaktion von Legimi auf die neuen Vorwürfe ist bislang nicht veröffentlicht.

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