
Manchester United unterliegt Wrexham in Helsinki mit 0:1 – Andrey Santos gibt Debüt
Michael Carricks Mannschaft begann die Vorbereitung auf die Saison 2026/27 mit einer Niederlage in Finnland, wo der neue 48-Millionen-Pfund-Neuzugang Andrey Santos auffiel.
## Santos-Debüt Manchester United eröffnete die Saisonvorbereitung 2026/27 am Samstag mit einer 0:1-Niederlage gegen den Zweitligisten Wrexham im Olympiastadion von Helsinki vor 20.069 Zuschauern. Das Spiel fand 55 Tage nach dem 3:0-Sieg von United gegen Brighton zum Abschluss der Vorsaison statt. Trainer Michael Carrick musste auf mehrere WM-Teilnehmer verzichten, darunter Bruno Fernandes, Neuzugang Youri Tielemans, Benjamin Sesko und Lisandro Martinez, bot aber dennoch eine starke Elf auf. Die Schlagzeile war die Aufstellung von Andrey Santos, dem 22-jährigen brasilianischen Mittelfeldspieler, der Anfang der Woche für eine anfängliche Ablöse von 48 Millionen Pfund vom FC Chelsea kam. Santos bildete mit Mason Mount ein Duo in einer 4-2-3-1-Formation und hinterließ sofort einen Eindruck, als er in den ersten 90 Sekunden einen gefährlichen Angriff von Wrexham bereinigte. Carrick hatte sich vor dem Anpfiff wohlwollend über den Neuzugang geäußert.
Er ist ein fantastischer Charakter. Er hat sich so schnell eingelebt und ist total begeistert, hier zu sein.
Santos war der herausragende Spieler von United, der sich souverän fallen ließ, um Bälle von den Innenverteidigern abzuholen, und weite Räume abdeckte, wenn Wrexham gefährlich wurde. Sein Spielverständnis und seine Passqualität gaben United eine Basis, die der Angriff nicht nutzen konnte.
Wrexhams Siegtreffer
Das einzige Tor fiel sechs Minuten vor der Halbzeitpause. Lewis O'Brien dribbelte über links und gab eine flache Hereingabe, die Harry Maguire durch die Beine zu rutschen schien, sodass Sam Smith ungedeckt aus kurzer Distanz an Tom Heaton vorbei einschieben konnte. Smith hatte zuvor in der 36. Minute bei einer United-Ecke den eigenen Querbalken getroffen. Uniteds beste Chance in der ersten Halbzeit hatte Joshua Zirkzee, der in der 24. Minute nach Zuspiel knapp am Tor vorbeizog. Dem niederländischen Stürmer, der als Mittelstürmer agierte, gelang es nicht, sich durchzusetzen, und er war oft von den Flügelspielern abgeschnitten. Luke Shaws Flanke kurz nach der halben Stunde fand im Strafraum keinen Abnehmer, da Zirkzee mehrere Schritte hinter dem Elfmeterpunkt stand.
Jugendbewegung nach der Pause
Carrick wechselte zur Halbzeit zehnmal aus und schickte eine Mannschaft aufs Feld, die fast ausschließlich aus Akademieprodukten bestand. Auch Wrexham wechselte stark durch, nur Aaron James blieb aus der ersten Halbzeit auf dem Feld, und brachte erfahrene Spieler wie Conor Coady und Kieffer Moore. United dominierte den Ballbesitz, erspielte sich aber wenig, bis Ethan Wheatley in der 78. Minute Danny Ward nach einer Flanke von Harry Amass zu einer Parade zwang – der erste Torschuss von United aufs Tor. Shea Lacey prüfte Ward später mit einem flachen Schuss. Ayden Heaven, der das Spiel begann, war einer der helleren Verteidiger, der sich von einem frühen Fehler mit einem knackigen Tackling im Strafraum erholte und Ballruhe zeigte. Wrexham wurde gelegentlich gefährlich, Davis Keillor-Dunn zwang Radek Vitek zu einer Parade.
- Spiel beginnt in Helsinki
- Santos bereinigt frühe Wrexham-Chance
- Zirkzees Schuss geht knapp vorbei
- Smith köpft nach United-Ecke an den eigenen Querbalken
- Sam Smith trifft aus kurzer Distanz nach O'Brien-Flanke
- Beide Seiten wechseln fast komplett; nur Wrexhams Aaron James bleibt auf dem Feld
- Wheatleys Schuss wird von Ward gehalten, Uniteds erster Torschuss aufs Tor
- Wrexham gewinnt 1:0
Wie es weitergeht
United setzt die Vorbereitung am 24. Juli mit einem Spiel gegen den norwegischen Klub Rosenborg fort. Carrick hofft, dass bis dahin einige seiner WM-Fahrer wieder zur Verfügung stehen, obwohl das WM-Finale am Sonntag die Rückkehr verzögern könnte. Die Niederlage, wenngleich bedeutungslos, offenbarte bekannte Probleme im Angriffsdrittel und gab Santos einen ermutigenden ersten Einsatz im roten Trikot.


