
Union Saint-Gilloise aus Champions-League-Qualifikation ausgeschieden nach 3:2-Niederlage in der Verlängerung bei Bodo/Glimt
Union Saint-Gilloise ist aus der Champions-League-Qualifikation ausgeschieden nach einer 3:2-Niederlage in der Verlängerung bei Bodo/Glimt, wobei das entscheidende Tor in der 117. Minute fiel, während Union mit zehn Mann spielte. Kapitän Kevin Mac Allister kritisierte Schiedsrichter Istvan Kovacs nach dem Spiel öffentlich.
Bitteres Aus in der Verlängerung
Union Saint-Gilloise sah seine Champions-League-Träume in Norwegen enden, als man Bodo/Glimt im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde nach Verlängerung mit 3:2 unterlag. Das Hinspiel in Belgien war 3:3 ausgegangen, wobei Union eine 3:2-Führung in den Schlussminuten verspielt hatte. Das Rückspiel im ausverkauften Aspmyra-Stadion fand unter harten Bedingungen statt, mit Kälte, Regen und Wind auf Kunstrasen. Bodo/Glimt, das in der vorherigen Champions-League-Saison das Achtelfinale erreicht hatte, ergriff die Initiative und hatte die erste klare Chance, als Ola Brynhildsen aus kurzer Distanz an die Latte köpfte. Union kam besser ins Spiel und hatte vor der Pause die besseren Gelegenheiten durch Promise David und Darius Olaru, aber zur Halbzeit stand es 0:0.
Ein Spiel mit wechselndem Momentum
Ole Blomberg eröffnete in der 50. Minute den Torreigen für Bodo/Glimt mit einem platzierten Schuss, der von der Latte ins Tor ging. Union antwortete schnell und glich durch Guilherme aus, der in der 62. Minute nach innen zog und den Ball mit seinem rechten Fuß ins obere Eck zirkelte. Bodo/Glimt ging in der 76. Minute erneut in Führung, als Jens Hauge nach einer Parade von Torhüter Vic Chambaere zur Stelle war. Union gab sich nicht geschlagen und der eingewechselte Mohammed Fuseini, der für Promise David gekommen war, schickte die Partie mit einem herrlichen Schlenzer in der 88. Minute in die Verlängerung.
- Blomberg eröffnet den Torreigen für Bodo/Glimt mit einem Schuss, der von der Latte ins Tor geht
- Guilherme gleicht für Union mit einem Schlenzer ins obere Eck aus
- Hauge bringt Bodo/Glimt nach einer Parade von Chambaere mit 2:1 in Führung
- Fuseini schickt die Partie mit einem Schlenzer zum Ausgleich in die Verlängerung
- Helmersen erzielt das entscheidende 3:2 nach einem hektischen Gewühl
Zehn Mann und ein später Schlag
Union bestritt die gesamte Verlängerung mit zehn Mann, nachdem Kamiel Van de Perre am Ende der regulären Spielzeit die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Der Brüsseler Klub verteidigte tief und verließ sich auf Chambaere, der in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit eine Doppelparade zeigte, um die Partie am Leben zu halten. Union schien auf ein Elfmeterschießen zuzusteuern, bis in der 117. Minute ein hektisches Gewühl im Strafraum damit endete, dass Andreas Helmersen nach Angaben von Quellen ein glückliches oder sogar unfreiwilliges Tor erzielte. Der Zeitpunkt wird von einigen Quellen mit der 117. Minute, von anderen mit der 118. Minute angegeben.
Frustration kocht über
Nach dem Schlusspfiff stellten sich mehrere Union-Spieler dem rumänischen Schiedsrichter Istvan Kovacs in den Weg. Die Spannung eskalierte und Kovacs zeigte Adem Zorgane und je nach Quelle entweder Franjo Ivanovic oder Raul Florucz die Rote Karte. Die Frustration rührte unter anderem von der ersten Gelben Karte für Van de Perre her, die das Union-Lager für unberechtigt hielt. Kapitän Kevin Mac Allister äußerte sich in den sozialen Medien unzufrieden über die Schiedsrichterleistung.
Das nächste Mal werden wir bereit sein, gegen mehr als elf Spieler zu spielen… Danke an alle, die weiterhin an uns glauben. Ich bin sehr stolz nach dieser Doppelkonfrontation.
Wie es weitergeht
Mit dem Ausscheiden steigt Union Saint-Gilloise in die Europa League ab, wo sie direkt in der Ligaphase starten. Die Niederlage ist das dritte Mal in fünf Jahren, dass der Klub in der dritten Qualifikationsrunde der Champions League scheitert. Union erzielte in beiden Spielen insgesamt fünf Tore, bezahlte aber für defensive Anfälligkeit bei Standardsituationen im Hinspiel und die impulsive Platzverweisung von Van de Perre im Rückspiel.

