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Heutiger Brief

Qeshm, Lublin und 42.000 Hektar

USA weiten Irankrieg aus, russische Raketentrümmer schrecken NATOs Ostflanke auf

Die Nacht brachte zwei Arten von Eskalation: eine gewollte, eine zufällige. Washington griff Dutzende iranische Ziele an, während Polen nach Russlands jüngstem Massenbeschuss der Ukraine Raketentrümmer auf einem Feld fand.

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    Die UEFA droht mit einem Boykott, während Regierungsminister das Vorgehen des Verbands gegen die privaten Investitionspläne der FIFA unterstützen.

  • Migrantenansturm in spanischer Exklave Ceuta

    Über 1500 Migranten schwammen von Marokko nach Ceuta. Rettungskräfte im spanischen Hoheitsgebiet wurden mobilisiert.

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Welt · Aktualisiert vor 37 m

Der Nahe Osten nach Gaza

Die USA führten eine schwere Welle direkter Angriffe gegen Dutzende IRGC-Ziele im Iran durch, was eine deutliche Eskalation über frühere Vergeltungsmaßnahmen gegen Stellvertreter hinaus darstellt.

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© ANSA.it
Wirtschaft·15. Juni

Deutschland lehnt UniCredits Commerzbank-Übernahmeangebot förmlich ab – niedrige Prämie und aggressive Taktik kritisiert

Berlin hat das Aktientausch-Angebot der italienischen Bank für die Commerzbank offiziell abgelehnt, den Preis als unzureichend bezeichnet und das aggressive Vorgehen gegen eines der führenden deutschen Kreditinstitute kritisiert.

Ablehnung durch die Regierung

Die deutsche Finanzagentur gab am Dienstag bekannt, dass sie ihren 12-Prozent-Anteil an der Commerzbank nicht in das UniCredit-Angebot einbringen werde – eine formelle Ablehnung des Angebots am letzten Tag der ursprünglichen Annahmefrist. Der interministerielle Lenkungsausschuss, der für die Staatsbeteiligung zuständig ist, stellte fest, dass eine Annahme aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage komme, da das Angebot keine angemessene Prämie gegenüber dem aktuellen Marktpreis der Commerzbank vorsehe.

Die Annahme des Angebots war bereits aus finanzieller Sicht keine Option, da es keine angemessene Prämie auf den aktuellen Aktienkurs der Commerzbank enthält.

— Deutsche Finanzagentur

Die Agentur sprach sich zudem für die Unabhängigkeit der zweitgrößten deutschen Privatbank aus und lehnte den „aggressiven Ansatz“ des italienischen Erwerbers ab. Sie fügte hinzu, dass die Commerzbank eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des Mittelstands spiele und ein integraler Bestandteil des Finanzplatzes Frankfurt sei.

Angebotsmechanik und Marktreaktion

Das freiwillige Umtauschangebot von UniCredit, das am 5. Mai gestartet wurde, sieht 0,485 eigene Aktien für jede Commerzbank-Aktie vor. Bis Dienstagmorgen, als UniCredit-Aktien bei rund 76,80 Euro gehandelt wurden, entsprach dies etwa 37,25 bis 37,33 Euro pro Commerzbank-Aktie. Die Aktie der Commerzbank fiel jedoch erstmals seit Beginn des Angebots auf 36,60 Euro, unterschritt damit den impliziten Angebotswert und machte die Übernahme plötzlich auch für private Aktionäre wirtschaftlich attraktiv. Die ursprüngliche Annahmefrist endet heute, doch Anleger haben ein zusätzliches zweiwöchiges Fenster bis zum 3. Juli, um ihre Aktien einzureichen – was angesichts wachsender Liquiditätssorgen die Gefahr eines Schneeballeffekts birgt.

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Eskalierende Worte und Kontrollbedrohung

UniCredit hält bereits direkt 26,77 Prozent an der Commerzbank und hat nach eigenen Angaben weitere 11 Prozent über das Angebot erworben – was einen Anteil von 38 Prozent und die Möglichkeit bedeuten würde, eine Hauptversammlung zu dominieren. Bereits am Montag hatte die italienische Bank gedroht, diese Mehrheit zu nutzen, um Aufsichtsratsmitglieder und letztlich auch den Vorstand auszuwechseln.

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp widersprach und erinnerte daran, dass der Staat, solange er seine Beteiligung halte, das Recht habe, zwei Aufsichtsratsmitglieder in die Bank zu entsenden. Die Bundesregierung ging in ihrer Stellungnahme vom Dienstag nicht auf diesen Punkt ein.

Die tatsächliche Zahl der eingereichten Aktien ist geringer, da einige von befreundeten Banken geliehen und nicht von unabhängigen Aktionären angeboten wurden.

— Commerzbank

Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank haben den Aktionären empfohlen, das Angebot rundweg abzulehnen. In Frankfurt beobachten Marktteilnehmer nun gespannt, ob der Kursrutsch unter den Angebotspreis eine Welle verspäteter Einreichungen auslöst.

Zeitleiste des Übernahmeversuchs

Zeitleiste des UniCredit-Übernahmeversuchs der Commerzbank
  1. 1. Sept. 2024Die Bundesregierung verkauft einen Teil ihrer Commerzbank-Beteiligung an UniCredit und behält einen Anteil von 12 Prozent
  2. 5. Mai 2026UniCredit legt ein freiwilliges Aktientauschangebot für alle ausstehenden Commerzbank-Aktien vor
  3. 16. Juni 2026Die ursprüngliche Angebotsfrist endet; die Bundesregierung lehnt das Angebot offiziell ab
  4. 19. Juni 2026Vorläufige Annahmeergebnisse sollen veröffentlicht werden
  5. 3. Juli 2026Verlängerte Frist für Aktionäre zur Einreichung weiterer Aktien
Frankfurt
Bettina Orlopp
MilanFrankfurt

8 Quellen

  • La Germania respinge l'offerta di Unicredit per Commerz - Ultima ora
    ANSA.it·16. Juni
  • Germany formally rejects UniCredit's Commerzbank offer
    Reuters·16. Juni
  • Commerzbank-Aktie fällt unter Unicredit-Offerte
    Frankfurter Allgemeine·16. Juni
  • Unicredit droht mit Absetzung - Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hält dagegen
    N-tv·16. Juni
  • Commerzbank, il governo tedesco respinge l'offerta di Unicredit: "Premio non adeguato
    lastampa.it·16. Juni
  • Estado alemão rejeita oferta de aquisição do Commerzbank pelo UniCredit
    SAPO·16. Juni
  • Der Börsen-Tag: Commerzbank-Aktie fällt unter Preis von Unicredit-Offerte
    N-tv·16. Juni
  • La Germania respinge l'offerta di Unicredit per Commerz
    Il Messaggero·16. Juni

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