
Ungarns Premierminister Péter Magyar schlägt Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre im Zuge einer Verfassungsreform vor
Premierminister Péter Magyar kündigte den Vorschlag am Samstag in einem Facebook-Beitrag an und verknüpfte ihn mit einem umfassenderen Verfassungsreferendum, das für nächsten Sommer geplant ist.
Der Vorschlag
Ungarns Premierminister Péter Magyar erklärte seine Unterstützung für die Senkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre und kündigte den Vorschlag in einem Facebook-Beitrag am Samstag, den 18. Juli 2026, an. Er argumentierte, dass junge Menschen heute gut informiert und bereit seien, an nationalen Entscheidungen teilzunehmen.
Die überwältigende Mehrheit der unter 18-Jährigen ist ausreichend vorbereitet und informiert, um Einfluss auf unsere gemeinsamen Entscheidungen zu nehmen.
Magyar sagte, er werde die Änderung während der Ausarbeitung einer neuen Verfassung unterstützen, ein Prozess, den seine Regierung nach dem Gewinn der Parlamentswahlen im April 2026 eingeleitet habe.
Meinerseits würde ich während der Arbeit an der Form der Verfassung die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre unterstützen.
Kontext der Verfassungsreform
Der Vorschlag zum Wahlalter ist in eine umfassendere Verfassungsreform eingebettet. Im Juni deutete Magyar an, dass ein Referendum über die neue Verfassung bereits im nächsten Sommer stattfinden könnte, betonte jedoch, dass der Zeitplan zweitrangig gegenüber dem Inhalt sei.
Es kann länger dauern, aber die Zeit ist nicht das Problem. Entscheidend sind Qualität und Inhalt. Wir wollen, dass das Land eine Verfassung hat, die jeder in gutem Glauben akzeptieren kann.
Das Reformvorhaben folgt auf die Parlamentswahlen im April 2026, die Magyar an die Macht brachten. Der Verfassungsprozess befindet sich noch in der Anfangsphase, wobei das Referendum als der endgültige Ratifizierungsmechanismus dient.
- Magyars Regierung gewinnt die Parlamentswahlen und leitet die Verfassungsreform ein.
- Der Premierminister sagt, ein Referendum über die neue Verfassung könne im nächsten Sommer stattfinden, betont Qualität vor Schnelligkeit.
- Magyar schlägt in einem Facebook-Beitrag die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre vor und verknüpft dies mit der Verfassungsreform.
- Mögliches Referendum über die neue Verfassung, das die gesenkte Wahlalter beinhalten könnte.
Jugendengagement und politische Erneuerung
In seinem Facebook-Beitrag hob Magyar auch einen Anstieg des politischen Interesses unter den Ungarn seit dem Regierungswechsel hervor. Er sagte, dass Parlamentssitzungen und öffentliche Angelegenheiten jetzt von einer beispiellosen Anzahl von Bürgern verfolgt werden.
Ich bin stolz, dass noch nie so viele Menschen die Parlamentsverhandlungen verfolgt oder sich für das öffentliche Leben interessiert haben.
Er fügte hinzu, dass Politik wieder "attraktiv" geworden sei und junge Menschen zunehmend das Gefühl hätten, Ungarns Zukunft gestalten zu können. Der Vorschlag zum Wahlalter wird als natürliche Erweiterung dieses erneuerten bürgerschaftlichen Engagements dargestellt.
Was als Nächstes kommt
Der Verfassungsentwurfsprozess wird darüber entscheiden, ob die Senkung des Wahlalters in den endgültigen Text aufgenommen wird. Falls ja, würden die ungarischen Wähler, darunter potenziell 16- und 17-Jährige, in einem Referendum über die neue Verfassung entscheiden, das laut Magyar im Sommer 2027 stattfinden könnte. Über diesen breiten Zeitrahmen hinaus wurde kein gesetzgeberischer Zeitplan festgelegt.


