
Ukrainischer Drohnenangriff tötet 7 in Wildberries-Logistikzentrum in Westrussland, über 370 Drohnen auf Moskauer Region abgefeuert
Ein nächtlicher ukrainischer Drohnenangriff auf ein Wildberries-Logistikzentrum in Kotovsk tötete sieben Nachtschichtarbeiter und verletzte 24, während Moskaus Bürgermeister über 370 auf die Hauptstadtregion abgefeuerte Drohnen meldete.
Der Angriff auf Kotovsk
Ukrainische Drohnen trafen in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 2026 ein Wildberries-Logistikzentrum in der kleinen westrussischen Stadt Kotovsk, töteten sieben Nachtschichtmitarbeiter und verletzten 24 weitere, wie der Gouverneur der Region Tambow, Jewgeni Perwyschow, mitteilte. Der Gouverneur bestätigte die Opfer über seinen Telegram-Kanal und erklärte, der Brand, der in dem Depot ausgebrochen sei, sei gelöscht, obwohl Feuerwehrleute noch vor Ort seien. Wildberries wird von lokalen Quellen als Russlands E-Commerce-Logistikriese beschrieben.
Sieben Nachtmitarbeiter wurden getötet, als feindliche Drohnen ein Wildberries-Logistikzentrum trafen.
Der Angriff ist Teil einer monatelangen Intensivierung ukrainischer Angriffe auf russischem Boden, wobei Kiew sich auf Logistik- und Kohlenwasserstoffinfrastruktur konzentriert, um Moskaus Kriegsfinanzierung zu ersticken.
Luftabwehr-Einsatz in Moskau
Gleichzeitig sah sich die Region Moskau einer massiven Drohnenwelle gegenüber. Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete auf Telegram, dass ab 20:30 Uhr Ortszeit über 370 Drohnen in Richtung der Region Moskau geflogen seien. Die meisten seien von der Luftabwehr noch in der Ferne abgefangen worden, fügte er hinzu, und 64 feindliche Drohnen seien auf dem Anflug auf die Hauptstadt selbst zerstört worden.
Seit 20:30 Uhr sind mehr als 370 Drohnen in Richtung der Region Moskau geflogen. Die meisten wurden von der Luftabwehr noch weit entfernt abgeschossen. 64 feindliche Drohnen wurden auf dem Anflug auf Moskau zerstört.
Unmittelbar danach wurden keine Schäden oder Opfer im Raum Moskau bestätigt.
- Über 370 Drohnen beginnen in Richtung der Region Moskau zu fliegen
- Die meisten Drohnen weit von Moskau abgeschossen; 64 auf dem Anflug auf die Hauptstadt zerstört
- Ukrainische Drohnen treffen Wildberries-Logistikzentrum in Kotovsk, töten 7 und verletzen 24
- Brand im Depot von Kotovsk gelöscht; Feuerwehrleute bleiben vor Ort
Weiterer Luftkriegskontext
Die nächtlichen Operationen in Westrussland fanden parallel zu russischen Angriffen auf ukrainisches Gebiet statt. In Odessa traf eine russische Rakete Wohngebäude, Fahrzeuge und zivile Infrastruktur, tötete zwei Menschen und verletzte acht, darunter zwei Kinder, wie Vizebürgermeister Oleksandr Filatow mitteilte. Rettungsdienste sagten, eine Frau, die mit Kindern in einem Park spazieren ging, sei unter den Toten; die Kinder überlebten und erhalten Hilfe. In der Region Cherson gab es einen Toten und fünf Verletzte durch einen Drohnenangriff, wie Gouverneur Jaroslaw Tschanko berichtete. In Charkiw teilten die örtlichen Behörden mit, dass eine Person gestorben und acht verletzt worden seien, darunter zwei Kinder, bei russischen Bombardierungen.
- Kotovsk (Russland)
- 7 Personen
- Odessa (Ukraine)
- 2 Personen
- Cherson (Ukraine)
- 1 Personen
- Charkiw (Ukraine)
- 1 Personen
Ukrainische strategische Kalkulation
Die Ukraine hat in den letzten Monaten zunehmend Logistikknotenpunkte und energiebezogene Infrastruktur in Russland angegriffen, um die Lieferketten und Einnahmequellen zu stören, die Moskaus Kriegsanstrengungen aufrechterhalten. Der Angriff auf eine Wildberries-Einrichtung, einen großen zivilen Logistikarbeitgeber, setzt diese Tiefschlagkampagne fort. Das Ausmaß der auf Moskau gerichteten Drohnenwelle – mehr als 370 Einheiten in einer einzigen Nacht – stellt eine der größten nächtlichen Luftangriffswellen dar, die seit Beginn des Konflikts gegen die russische Hauptstadtregion gemeldet wurden.
Was als Nächstes kommt
Gouverneur Perwyschow erklärte, der Brand im Depot von Kotovsk sei unter Kontrolle, aber die Löscharbeiten dauerten an. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lag keine offizielle ukrainische Stellungnahme zu den Angriffen vor. Das russische Verteidigungsministerium hat noch keine konsolidierten Opfer- oder Abfangzahlen für die gesamte nächtliche Welle veröffentlicht.


