
Ukraine startet über 820 Drohnen gegen Russland und legt sieben der zehn größten Wildberries-Logistikzentren lahm
Die Ukraine startete am 16. August 2026 ihre größte Drohnenoffensive gegen russisches Territorium und setzte über 820 unbemannte Luftfahrzeuge ein. Sieben der zehn größten Verteilzentren von Wildberries, Russlands führender E-Commerce-Plattform, die nach Angaben Kiews Komponenten für die russische Drohnenproduktion liefert, wurden außer Gefecht gesetzt.
Größte Drohnenoffensive auf russischem Boden
Die Ukraine startete am Sonntag, dem 16. August 2026, ihren größten koordinierten Drohnenangriff auf russisches Territorium seit Kriegsbeginn. Eine Welle von mehr als 820 unbemannten Luftfahrzeugen wurde eingesetzt. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte den Abschuss von etwa 220 Drohnen, aber fast 600 Einschläge wurden an mehreren Orten des Landes registriert. Bei der Offensive wurden mindestens sieben Zivilisten getötet und fast ein Dutzend weitere verletzt. Das Hauptziel war der riesige Wildberries-Logistikkomplex in Podolsk am Rande Moskaus, der von einem großflächigen Feuer erfasst wurde.
- Ukraine beginnt Drohnenkampagne gegen Wildberries-Verteilzentren in ganz Russland
- Jüngste Drohnenwelle in der Nacht zur Region Moskau gestartet, trifft Einrichtungen in Domodedowo und Koledino
- Ukraine gibt bekannt, dass sieben der zehn größten Wildberries-Zentren außer Betrieb sind; über 820 Drohnen in der größten Luftoffensive auf russischem Boden gestartet
Sieben der zehn größten Zentren lahmgelegt
Das ukrainische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass die Kampagne sieben der zehn größten Verteilzentren von Wildberries, Russlands größter E-Commerce-Plattform, die häufig als „russischer Amazonas“ bezeichnet wird, außer Betrieb gesetzt hat. Die jüngsten Angriffe ereigneten sich in der Nacht von Samstag, dem 15. August, als Drohnen die Logistikinfrastruktur in der Region Moskau angriffen. Zu den getroffenen Einrichtungen gehörten das Domodedowo-Lager und ein Verteilzentrum im Industriegebiet Koledino, das Kiew als das größte Lager des Unternehmens mit 250.000 Quadratmetern identifizierte. Der ukrainische Geheimdienst erklärt, dass seit Beginn der Kampagne Mitte Juli mindestens 14 Verteilzentren niedergebrannt oder zerstört wurden.
Finanzielle Auswirkungen auf Wildberries
Der ukrainische Auslandsgeheimdienst schätzt, dass Wildberries durch die Drohnenangriffe Verluste von über 100 Milliarden Rubel erlitten hat, was mehr als 1 Milliarde Euro entspricht. Im worst-case-Szenario für das Unternehmen könnten die finanziellen Verluste 200 Milliarden Rubel erreichen. Kiew schätzt außerdem, dass der gesamte Finanzierungsbedarf des Unternehmens auf 1,3 Billionen Rubel steigen könnte, da die Schäden durch die Angriffe weiter zunehmen. Das Unternehmen hat sich zu den jüngsten ukrainischen Behauptungen nicht öffentlich geäußert.
Rechtfertigung und Geheimdienstbehauptungen
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Angriffe mit der Behauptung gerechtfertigt, dass Wildberries Militärgüter und Drohnenkomponenten lagere, was seine Infrastruktur zu einem legitimen Ziel im Konflikt mit Russland mache. Der ukrainische Geheimdienst behauptet, dass das Vertriebsnetz des Unternehmens als zentraler Knotenpunkt für die Sortierung und Weiterleitung von Halbleitern, integrierten Schaltkreisen und Navigationssystemen dient, die durch Umgehung westlicher Sanktionen beschafft wurden. Diese Komponenten sollen die dezentrale Produktion von taktischen Drohnen und FPV-Geräten (First-Person-View) beliefern, die von Freiwilligen und kleinen Werkstätten in ganz Russland montiert werden.
Cyberoperationen und offene Marktbeweise
Die Offensive gegen das von Tatjana Kim gegründete Unternehmen kombinierte Luftangriffe mit Cyberoperationen der Hauptverwaltung für Aufklärung (HUR) der Ukraine, die auf die Zahlungsabwicklungsserver von Wildberries abzielten. Unabhängige Medienermittlungen haben den offenen Verkauf von mehr als 200.000 Artikeln dokumentiert, die für Russlands „Spezielle Militäroperation“ (SMO) bestimmt waren, darunter ballistische Westen, Kampfhelme, Militäruniformen, taktische Funkgeräte und Glasfaserkabel. Obwohl die Plattform den Suchbegriff „SVO“ versteckte, blieb der Umlauf solcher Materialien in parallelen Kategorien aktiv.


