
Ukraine trifft zwei russische Raffinerien und entfacht Feuer an einer der größten Ölverarbeitungsanlagen Russlands
Ukrainische Drohnen trafen in der Nacht zwei Ölraffinerien in Russland und setzten eine der größten Anlagen des Landes in der Region Krasnodar in Brand. Präsident Selenskyj bestätigte die Angriffe und erklärte, das Ziel sei es, die Kriegsfähigkeit Russlands zu schwächen.
Nächtlicher Drohnenangriff
Ukrainische Drohnen trafen in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni zwei Ölraffinerien auf russischem Territorium. Das regionale operative Hauptquartier in der Region Krasnodar bestätigte, dass in der Anlage Slavyansk EKO in Slavyansk am Kuban ein Feuer ausgebrochen sei. Der Brand wurde offiziellen Angaben zufolge durch herabfallende Trümmer einer abgeschossenen Drohne ausgelöst. Bislang liegen keine Informationen über Opfer oder das Ausmaß des Schadens vor.
Wir setzen Maßnahmen fort, die Russlands Fähigkeit schwächen, diesen Krieg zu führen.
Eine große Ölverarbeitungsanlage
Die angegriffene Raffinerie Slavyansk EKO ist eine der größten in Russland. Das ukrainische Medium Ukrainska Pravda erläuterte die Bedeutung der Anlage und wies auf ihre jährliche Verarbeitungskapazität und Exportrolle hin.
Die Verarbeitungskapazität der Raffinerie liegt bei etwa 4–5 Millionen Tonnen Öl pro Jahr. Die Anlage macht etwa 9 Prozent der Ölverarbeitung im südlichen Föderationskreis Russlands aus. Die Raffinerie gehört auch zu den größten Exporteuren von Erdölprodukten, die über Schwarzmeerhäfen verschifft werden.
Strategische Kampagne
Die zweite Raffinerie in der Region Jaroslawl wurde von Präsident Selenskyj ebenfalls als Ziel der nächtlichen Operation bestätigt. Die Angriffe sind Teil einer monatelangen Kampagne ukrainischer Drohnenangriffe auf russische Treibstoff- und Energieinfrastruktur, die darauf abzielt, das logistische Rückgrat der russischen Kriegsanstrengungen zu stören. Weitere Einzelheiten zu den Schäden an der Anlage in Jaroslawl liegen nicht vor.

