StrangEuropäische Demokratien und Populismus

Regierung · Warschau

Tusk nimmt trotz Einladung an Brauns Partei am Nationalen Sicherheitsrat Polens teil

Ministerpräsident Donald Tusk wird an der Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats teilnehmen, die Präsident Karol Nawrocki für 15:00 Uhr in Warschau einberufen hat, sagte Regierungssprecher Adam Szłapka. Vertreter der Partei von Grzegorz Braun wurden eingeladen, was Forderungen nach ihrem Ausschluss auslöste.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NIEZALEZNA.PL, oko.press, rmf24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau · Polen

Sitzung für Dienstagnachmittag angesetzt

Der Nationale Sicherheitsrat (RBN) soll am Dienstag, 3. November, um 15:00 Uhr im Präsidentenpalast in Warschau zusammentreten, nachdem Präsident Karol Nawrocki ihn einberufen hat. Berichten zufolge soll es bei der Sitzung um den geplanten dauerhaften Stützpunkt für amerikanische Truppen in Polen gehen, auch das Verfassungsgericht könnte aufgegriffen werden. Der Rat ist ein Beratungsgremium des Präsidenten und trifft keine bindenden Entscheidungen. Ihm gehören die Marschälle beider Parlamentskammern, der Ministerpräsident, die Leiter der Machtressorts, die Vorsitzenden der Parlamentsklubs, der Leiter der Präsidentschaftskanzlei und das Nationale Sicherheitsbüro (BBN) an. BBN-Chef Bartosz Grodecki sagte, die Sitzung werde neben den Stützpunktplänen aktuelle Fragen der Staatssicherheit behandeln.

Streit über Brauns Partei

Ob Donald Tusk teilnehmen würde, blieb bis zum letzten Moment unklar, weil Sejmmarschall Włodzimierz Czarzasty den Präsidenten bat, die Konföderation der Polnischen Krone (KKP) von Grzegorz Braun von der Sitzung auszuschließen. Außenminister Radosław Sikorski und Innenminister Marcin Kierwiński richteten denselben Appell an ihn. Regierungssprecher Adam Szłapka bestätigte, dass der Ministerpräsident teilnehmen werde:

„Selbstverständlich wird der Ministerpräsident am Nationalen Sicherheitsrat teilnehmen.“

Adam Szłapka, Regierungssprecher

Szłapka argumentierte, dass Dutzende Teilnehmer, darunter Menschen, die sich offen prorussisch äußerten, die Diskussion auf öffentliche Informationen beschränken würden. Er sagte, Braun, der im Europäischen Parlament sitzt, werde nicht anwesend sein, wohl aber der Vorsitzende des KKP-Parlamentsklubs. Er fügte hinzu:

„Wenn der Präsident vertrauliche Informationen austauschen will, sollte er das in einem Format organisieren, in dem es kein solches Problem gibt.“

Adam Szłapka, Regierungssprecher

Reaktion des Präsidenten

Präsident Nawrocki schloss Vertreter der KKP nicht von der Sitzung aus. Sein Sprecher Rafał Leśkiewicz sagte am Dienstag gegenüber RMF24, der Präsident werde den teilnehmenden Ministerpräsidenten mit Würde empfangen und ihm die Hand schütteln, weil er die Regeln der Demokratie respektiere. In einem Interview mit Rzeczpospolita im Oktober argumentierte Nawrocki, Brauns Partei habe ihre eigene Vertretung im Parlament und laut Umfragen Rückhalt bei einem Teil der Wählerschaft. Das Präsidialamt wies zudem darauf hin, dass KKP-Abgeordnete Zugang zu Verschlusssachen hätten und an nichtöffentlichen Sitzungen des Sejm teilnähmen. Szłapka räumte ein, dass der Präsident über alle von der Regierung erstellten Informationen verfüge, die er brauche, ob eingestuft, geheim oder streng geheim.

Opposition und Energiesorgen

Krzysztof Bosak, einer der Anführer der Konföderation, sagte vor der Sitzung auf einer Pressekonferenz, die Regierung müsse so schnell wie möglich abgelöst werden:

„Das ist eine katastrophale Situation aus Sicht der Staatssicherheit.“

Krzysztof Bosak, Anführer

Bosak warf der Regierung einen Angriff auf ein Verfassungsorgan in einer Zeit von Warnungen vor Grenzprovokationen vor und nannte die Wahl von Allerheiligen und Allerseelen beschämend. Er kritisierte zudem Anna Korwin-Piotrowska dafür, Demonstranten vor dem Tribunal entfernen zu wollen, und verwies auf Berichte, wonach Mitarbeiter des Außenministeriums in Heimarbeit wechseln. Braun hat gefordert, russische Gaslieferungen nach Polen wieder aufzunehmen und die Pipelines Nord Stream und Nord Stream 2 wieder anzuschließen. Seine Position ähnelt der von Politikern der Alternative für Deutschland, darunter Parteichefin Alice Weidel, deren Mitglieder Berichten zufolge Kontakt zu russischen Beamten und der Energiewirtschaft haben und für den Fall eines Wahlsiegs bei der Bundestagswahl eine rasche Rückkehr zu russischen Importen versprechen.

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